Norden 2019

Die Stadt der langsamen Minuten

Das Straßenschild von Ambilobe ist nicht mehr lesbar

Wer früh schafen geht, ist früh wach. Irgendwann gegen Fünf bin ich wach, die Sonne geht gerade auf. Irgendwo kräht ein Hahn. Die ganze Nacht über haben kleine Hausgeckos im Bungalow gerufen und gekeckert. Dafür sind die beiden Schildraben vor der Tür weg.

Heute ist es Zeit, das paradiesische Ankify zu verlassen. Wir wollen nach Ambilobe, der Stadt der Kath-Zombies und Muezzins. Im Restaurant zahle ich meine Rechnung – grob überschlagen stimmt sie in etwa, auch wenn zwischendurch mal an einem Abend elf THB drauf stehen. Und jeden Tag Gemüsesuppen, von denen ich keine Ahnung habe, wer sie verzehrt hat. Passt schon.

Nach und nach sammeln sich alle am Parkplatz vor den Autos. Philip ist schon wieder unterwegs. Er hat am Strand eine weitere blind snake gefunden, ähnlich der in Ankarafantsika. Die findet man wohl auch nur, wenn man jedes Blatt auf dem Boden einzeln umdreht. Außerdem hat er aber zwei Brookesia stumpffi im Laub gegenüber des Hotels entdeckt, die er mir gerne zeigt. Als wir die beiden wieder im Laub laufen lassen wollen, gestaltet sich das allerdings etwas schwierig. Eine Hand voll Hühner rennt zwischen den Bäumen umher und ist höchst interessiert an kleinen Chamäleons, die sich bewegen (wenn auch nur langsam). Philip setzt die beiden Erdchamäleons schließlich etwas geschützt zwei Meter weiter an einer riesigen Baumwurzel aus.

Gemeinsam fahren wir rumpelnd über den kurzen Weg bis an den Hafen von Ankify, wo die Jungs die Landcruiser rückwärts auf der Betonschräge einparken. Direkt neben uns steht ein alter, roter Renault, dem beide Vorderreifen fehlen. Einer der Reifen liegt unter dem Auto, der andere fehlt ganz. Die Motorhaube steht offen und der Kofferraum wird von einem Holzpfahl offen gehalten. Weit und breit ist niemand zu sehen, dem die Karre gehören könnte. Oder zumindest kümmert sich niemand um das aufgebockte Auto. Ein riesiger Hahn, der mir locker bis übers Knie reicht, stolziert an uns vorbei in Richtung Hafen.

Wir finden uns wie jeden Morgen an Mama Bes Stand ein, rücken Tische und Sitzgelegenheiten zusammen und suchen Essen aus den umliegenden Ständen zusammen. Bunte Sonnenschirme werfen Schatten, der auch dringend nötig ist – die Sonne ist schon jetzt echt heiß. Fitah nimmt fleißig „Bestellungen“ auf. Bananen, scharf gewürzter, frittierter Fisch, Reissuppe, Brochettes. Ich fülle meine Chilly Bottle mit kalter Cola auf und bestelle fünf Brochette, kleine Spieße mit drei, vier Bröckchen Zebufleisch und –fett. Und zwei Zwiebelbrötchen gibt es dazu. Während des Frühstücks taucht der schwarze, struppige Hund auf, den ich schon die letzten zwei Tage gesehen habe. Offenbar hat irgendein Vollpfosten den armen Kerl mit der Machete erwischt, er humpelt und hat eine tiefe Schnittwunde an einem Bein. Ein zweiter, ebenso magerer Streuner hat vier fiese wunde Streifen am Brustkorb, als habe ihn jemand mit einer Forke verprügelt.

Als wir den Hafen verlassen, steht der rote Renault immer noch verlassen herum. Die Methode, den altersschwachen und rostigen Kofferraum mit einem Stock offen zu halten, scheint aber gängig zu sein.

Mit den Landcruisern verlassen wir Ankify und fahren auf der Straße Richtung Ambanja. Nach ein, zwei Hüttendörfern erreichen wir die Mangroven. Doch bevor wir die erste kleine Betonbrücke passieren, hält Dimby sein Auto am Wegrand an. Er hat während der Fahrt ein schönes Pantherchamäleon-Männchen erspäht, das auf einem kleinen Busch am Rand der Mangroven sitzt. Schatten gibt es leider keinen in der Umgebung, wir fotografieren mitten in der prallen Sonne. Entsprechend schnell geht es, denn auch das Tier soll nicht zu lange ohne Sonnenschutz sitzen und wird schnell wieder zurück auf seinen Busch gebracht.

Wir düsen durch die Mangroven, das Wasser hat sich gerade zurückgezogen. Nur noch ein paar kleine und größere Pfützen stehen zwischen den Bäumchen im Sand. Hinter den Mangroven beginnen nach wenigen Minuten die Kakaoplantagen von Ambanja. Die Straße hat eine Unmenge an Schlaglöchern. Eigentlich fährt man nur im Slalom um die Löcher herum. Dazwischen sind viele hundert Meter überhaupt nicht mehr asphaltiert, diese fahren sich teils jedoch besser als der durchlöcherte Asphalt. Etliche völlig zerrostete, unfreiwillig durch Überladung tiefer gelegte Rostlauben fahren an unseren geparkten Landcruisern dabei. Neben Mamys Auto, das direkt neben einem fast die ganze Straßenbreite einnehmendem Schalgloch steht, setzen fast alle scheppernd mit irgendwelchen Autoteilen im Vorbeifahren auf. Rummmsssskraatzknirsch… und das nächste.

Als ich aussteige, werde ich fast von einem übermütigen Tuktuk-Fahrer umgenietet. Ich mache erstmal ein paar 360°-Aufnahmen, bis sich auch Pantherchamäleons gefunden haben. Es ist wohl gerade Kakaoernte. An einigen Stellen sitzen Frauen und Männer auf dem Laub und hacken mit Macheten Kakaoschoten auf. Die Schalen werden auf den Boden geworfen, das weiße Innenleben wird in Holzsteigen und auf Planen gesammelt. Tanala fragt eine ältere Frau mit grober Gesichtsbemalung – sie dient hier als Sonnenschutz -, ob wir einige Aufnahmen von der Ernte machen dürfen. Sie nickt freudig und lacht, gegen ein kleines Trinkgeld habe sie nichts einzuwenden. Sie freut sich aber scheinbar auch über das Interesse an der Arbeit. Zwei Jungen, vermutlich ihre Söhne, verschwinden lieber schnell, als die Vazaha mit ihren Kameras anrücken. Zumal die Fotografen, die sich da um einzelne Pantherchamäleons sammeln, viel spannender zu beobachten sind als selbst Kakaobohnen zu zerhacken.

Wir teilen uns wieder in unsere Fototeams ein. Pantherchamäleons gibt es reichlich und sie haben hier einfach fantastische Farben. Dadurch, dass die Kakaobäume mehrheitlich relativ niedrig gestutzt werden, findet man die Chamäleons hier ganz gut. So verteilt sich die Gruppe schnell auf einem Kilometer Weg am Rande der Plantage. Markus und ich versuchen, ein wunderschönes, ausgewachsenes Pantherchamäleon mit leuchtend orangefarbenem Kopf direkt auf einem der Kakaobäume selbst – und zwar mit Kakao auf dem Foto – abzulichten. Das ist gar nicht mal so einfach, denn auf Grund der Wärme sind die Reptilien hier schnell unterwegs. Bei einem anderen Männchen landen wir dann schließlich den ein oder anderen fotografischen Treffer. Fitah kommt zu uns, er hat noch ein weiteres Tier entdeckt.

Furcifer pardalis

Als wir die wenigen Meter bis zur Straße zurücklaufen, hält ein weißer Pick Up neben uns an. Auf der Fahrertür prangt ein Logo mit Kakaobohne. Eine junge Frau belehrt Fitah und Dimby, dass es verboten sei, die Plantagen zu betreten. Beide erklären, dass wir weder an den Kakaobohnen noch an den Arbeitern hier interessiert seien – offenbar hat da jemand Angst, die Arbeitsbedingungen hier (und möglicherweise auch die Kinder?) könnten dokumentiert werden. Die junge Dame antwortet, die Chamäleons würden ihr ja auch gehören, wenn die Plantage ihr gehöre. Und Menschen, die durch den Wald laufen, würden den Boden kaputt machen. Mmh. Interessante Sicht der Dinge. So ein 600 kg-Zebu, das sein dünnes Leinchen hinter sich her schleifend zwischen den Kakaobäumen umher streift und sich hier und da mal an der Rinde kratzt, das stört nicht.

Markus und ich schließen zu den anderen auf, die etwas weiter vorne fotografiert haben. Wir wollen keinen Ärger provozieren, also fotografieren wir nur noch einige Chamäleons am Straßenrand. Philip hat einen Heterixalus antakarana entdeckt, einen kleinen, bunten Frosch. Auf der Straße rumpelt ein weiterer, aber deutlich älterer Pick-Up uns entgegen. Schon von Weitem verströmt er einen intensiven Duft. Im Vorbeifahren erklärt sich auch wieso: Die gesamte Ladefläche ist voller Ylang-Ylang-Blüten.

Am Kreisel von Ambanja, von dem wir vor ein paar Tagen kamen und nach Ankify abgebogen sind, biegen wir jetzt in Richtung Antsiranana ein, zurück auf die Route Nationale. Die Straße ist eng und beidseitig dicht gesäumt von hohem Gebüsch. Eine gute halbe Stunde begegnen wir einfach niemandem. Das ist fast ein bisschen gruselig auf Madagaskar, zumal nahe einer so belebten und großen Stadt wie Ambanja. Dann begegnen wir doch wieder Taxibrousse und einzelnen Geländewägen. Die Landschaft verändert sich bald hin zu mehr Ravenalas, dann wieder steht das Gebüsch meterhoch direkt an der Straße. Die Straße selbst… nunja. Der Asphalt ist zwar teilweise noch existent, zwischen den Asphaltinseln liegen jedoch immer wieder zehn, zwanzig Meter Schlammpiste mit tief eingegrabenen Spurrinnen. Teils verschwinden unsere Landcruiser bis zum Dach in den tiefen Löchern. Einige der Löcher sind noch knietief mit Schlamm gefüllt – es ist das Ende der Regenzeit und Regen noch verhältnismäßig häufig. Die frisch nachgemalten Dorf- und Straßenschilder, die ich letzte Woche noch bewundert hatte, verlieren sich nördlich von Ambanja völlig. Kaputte Betonschilder, die man größtenteils nur noch mit viel Fantasie entziffern kann, bestimmen heute das Bild.

Vor einer breiten Mischung aus Reisfeldern und See entdecke ich die Brücke, wegen der wir im letzten Jahr nicht bis nach Ambilobe gekommen waren. Sie hängt zerstört und windschief im Wasser. Links führt ein zurecht gezimmerter Weg aus Laterit durch den See – oder was auch immer diese Wasserfläche normalerweise eigentlich ist. Der Weg ist allerdings an mehreren Stellen komplett unterbrochen, obendrauf liegen rostige Container. Die Container haben allerdings hier einen besonderen Zweck: Unter der neu gebauten Brücke, die wir mit den Autos passieren, liegen ebenfalls mehrere leere Container in der Erde. Sie dienen den Wassermassen in der Regenzeit als Durchfluss. Weitere kleine Betonbrücken haben den Regen bisher relativ unbeschadet überlebt, auch wenn hier und da ein Stück Straße fehlt oder ein Loch im Beton der Brücken ist. Wozu vor den kleineren Brücken eigentlich noch Bodenschwellen sind, weiß auch keiner.

Reste einer Brücke und eines Lateritstegs im Wasser

Hinter der großen neuen Brücke wird die Vegetation wieder höher. Mangobäume säumen die Straße. Wieder passieren wir ein tiefes Loch mit kniehohem Lateritmatsch vor einem kleinen Hüttendorf. Die Hitze im Auto ist enorm. Mir läuft der Schweiß in Strömen, mein T-Shirt klebt am Rücken und die Hose bewege ich im besten Fall gar nicht.

Als es etwa halb Zwölf ist, scheint gerade eine Schule zur Mittagspause geläutet zu haben. In Scharen kommen uns Schüler in weißen Hemden und blauen Röcken oder Hosen entgegen. Am Straßenrand liegen Stände mit flachen Bastschalen, mit denen man Reis von den Spelzen trennen kann. Ein roter, irre lahmer Isuzu schleicht vor uns her. Er ist gnadenlos überladen und fährt eine halbe Gärtnerei auf Dach und im Innenraum spazieren. Dazu sitzen viel zu viele Leute darin, weswegen die alte Rostlaube nur haarscharf nicht auf, sondern gerade noch über dem Boden schleift. Immerhin hat das alte Gefährt noch eine Windschutzscheibe.

Hinter einer kleinen Betonbrücke warten wir hinter einem grauen Taxibrousse, dessen hintere Tür lose in den Angeln baumelt. Der Fahrer und zwei weitere Männer basteln sich eine Art Hebel aus einem Ast, der in einem kleinen Wasserloch direkt dahinter platziert wird. Dann wackelt das Taxibrousse in das Wasserloch hinein, steckt Sekunden fest und schafft es doch wieder hinaus. Derweil überholt ein lebensmüder Motorradfahrer rechts im Blindflug quer durchs Wasser. Wir haben da mit unseren Landcruisern mehr Glück, die bleiben nicht in kleinen Seen, wo früher mal Straße war, stecken. Meistens jedenfalls nicht.

Eine andere Betonbrücke ist zur Hälfte abgebrochen. Über das fehlende Teil reicht eine provisorische Metallbrücke mit je einer Spur pro Seite, in der Mitte liegt nix über den blanken Stahlstreben. Man kann direkt ins Wasser nach unten durchgucken. Rechts und links mehren sich die Reisfelder neben der Straße. Wir passieren zahllose Hüttendörfer, die ich mangels lesbarer Ortsschilder keinem Namen zuordnen kann.

Rund 35 Kilometer vor Ambilobe erreichen wir eine weitere, lange Betonbrücke. In der Mitte hängt sie fürchterlich durch. Überqueren kann man sie aber noch. Dahinter steht ein Motorradfahrer im Bayern-München-Trikot quer auf der Straße. Leider hat er sein Motorrad dermaßen überladen, dass er es kaum noch rückwärts rollen kann, um wenigstens aus dem Weg zu gehen. Ein paar Meter weiter kommt uns eine Menschenmenge entgegen. Männer tragen einen selbst gezimmerten Holzsarg auf den Schultern. Der Sarg ist sehr klein.

Kurz nach Mittag treffen wir bereits in Ambilobe ein. Die Kreuzung erkenne ich wieder, auch wenn das Ortsschild aus Beton in keinster Weise mehr zu lesen ist. Es ist unglaublich warm in Ambilobe. Die Wetter-App sagt irgendwas von 32 Grad, das glaubt der Wetter-App aber niemand der Anwesenden. Außerdem ist es feucht, sehr, sehr feucht. Wir beziehen neue, erst im letzten Jahr erbaute Zimmer direkt gegenüber Dianas Restaurants am Ortseingang. Das Zimmer, das Tanala und ich beziehen, ist weiß gefliest, hat ein Holzbett mit funktionierendem Moskitonetz und ein nettes Bad. Und Stockflecken an der Decke. Die Klimaanlage im gekühlten Raum sagt 34 Grad, das passt eher. Draußen hat es deutlich mehr.

Mittagessen in Ambilobe

Man trifft sich zum Mittagessen gegenüber im Restaurant. Um zwei. Um halb vier haben alle gegessen. Dauert wie immer alles etwas länger hier in der Stadt der langsamen Minuten. Übrigens sagt die Anwesenheit von Getränke-Werbeplakaten nichts über die Verfügbarkeit derselben Getränke im dazugehörigen Restaurant aus.

Zurück in den Zimmern ist es inzwischen drinnen wärmer als draußen. Das weiß bemalte Haus hat sich wahnsinnig aufgeheizt, auf den Wänden könnte man Spiegeleier braten. Ich drücke mal alle Knöpfe der Fernbedienung der Klimaanlage. “Entfeuchten“ bringt schon mal gar nix. „Kühlen“ auf eingestellte 16 Grad bringt immerhin einen Hauch von Luft. „Turbo“ bringt drei Minuten Pusten und dann schaltet sich die Klimaanlage ganz aus. Nach einer halben Stunde Schweiß in Strömen entscheide ich mich doch dafür, mich unter das Vordach des Hauses im Plastikstuhl auf die Fliesen zu setzen.

Nach und nach trudeln dort alle ein und beobachten aus ihren Plastiksitzen heraus den einsetzenden Regen. Wenigstens damit hatte die Wetter-App offenbar Recht, wenn sie das auch schon vor Stunden angesagt hatte. Mit dem Regen wird es auch kühler. Ein bisschen. Der Regen flutet allerdings auch das gesamte Gelände. Der Typ von der Rezeption latscht im Schneckentempo mitten durch den Regen hinüber zum Restaurant und kommt mit einem Bastkorb voller Getränke für den Kühlschrank wieder zurück. Er wiederholt das mehrfach. Die Minuten in Ambilobe vergehen wirklich langsam. Der Regen sorgt für Seen auf der Betonfläche direkt vor dem Haus, noch mehr aber auf dem Erdboden neben dem Haus und dahinter. Um die Ecke des Hauses will schon lieber keiner gucken. Außer Philip, der rennt im Regen um das Haus, findet einen Komposthaufen und prompt einige Tanreks, die wohl erst im Nassen aktiv werden.

Als es dunkel wird, hört der Regen auf. Ich tapere hinüber zum Restaurant. Straßenbeleuchtung gibt es nicht, dafür blitzt es alle halbe Minute. Das gilt durchaus auch als gute Straßenbeleuchtung in Ambilobe. Netterweise bringt der besagte Rezeptionstyp kleine LED-Lampen rüber. Damit wir die hundert Meter wieder sicher zurückfinden. Man staunt.

Wir bestellen Essen und warten. Ein kleiner, struppiger Hund kommt vorbei. Er kann sogar Pfote geben – oder zumindest mi der Pfote winken, wenn er gestreichelt werden möchte. Außerdem setzt sich eine hübsche tricolor Katze ans Kopfende des Tisches und wartet mit Seelenruhe, ob etwas abfällt. Marco entdeckt sie gar nicht erst, daher stört sie auch nicht weiter. Am Abend verstreichen die Minuten zwar genauso langsam wie am Mittag, aber das Essen ist etwas schneller fertig. Ich liebäugele mit einem THB-Glas, die man sonst so nicht mehr zu kaufen bekommt. An der Decke spielt sich ein kleiner Kampf unter zwei Geckos ab. Als einer der beiden dem anderen in den Schwanz beißt, fallen beide mit einem dumpfen Pflump von der Decke.

Vor dem Schlafengehen teste ich noch die scheinbar nagelneue Dusche des Zimmers aus. Am Duschkopf hängt noch ein Preisschild. Ich habe aber leise Zweifel, dass der Duschkopf 350.000 Ariary gekostet hat. Das wären immerhin 85 Euro. Vielleicht wurde aber auch auf teure Duschen und dafür weniger guter Beton an der Decke gesetzt – der schimmelt fröhlich einher. Tanala findet derweil einen großen Skolopender im Bett. Wahrscheinlich stammt der aus seinem Schlafsack, der in Ankify eine Runde draußen an der frischen Luft trocknen durfte.

Später findet sich ein toter Skolopender vor der Tür. Und ein THB-Glas in meinem Koffer.

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Veröffentlicht von Alex

Alex ist 31 Jahre alt, wohnt in der Nähe von Mainz und ist im echten Leben fernab des Urlaubs Tierarzt mit Faible für Reptilien. Sie fotografiert und reist gerne, und so entstand auch dieser Blog. Nebenbei hält sie selbst Chamäleons zu Hause, schreibt an wissenschaftlichen Veröffentlichungen, betreibt ein kostenloses OnlineMagazin und erstellt Malbücher für madagassische Kinder.