Ostküste 2018

Wer zahlt, gewinnt

Essen bei Air France

Endlich mal wieder ein Direktflug, dachte ich mir noch beim Buchen. Um vier Uhr heute Morgen sind Tanala und ich aufgestanden, über Frankfurt nach Paris geflogen und von dort mittags direkt mit Air France nach Antananarivo. Der Flug war schön ruhig, und ich hatte einen Platz in Reihe 18. Das ist die erste Reihe hinter der Business Class, wo man so schön viel Beinfreiheit hat. Das Essen war erstaunlich gut und nachmittags gab es sogar Eis und Rum. Als das Flugzeug in Tana wieder auf dem Boden aufsetzt, bin ich trotzdem erleichtert. Fliegen ist nicht so meins.

Südwesten 2017

Der heißeste Ort Madagaskars

Baobab-Allee

Kurz nach sechs Uhr stehe ich auf. Die Nacht war bescheiden. Eine Unmenge Stechmücken war unterwegs, und gefühlt sind alle abwechselnd mit fiesem Summen um meinen Kopf geflogen. Nachts fing dann auch noch der Hund des Nachbarn an zu bellen, ungefähr alle fünf Minuten. Und als der still war, fing es an zu regnen, und die Tropfen prasselten laut auf das Blechdach.

Das Frühstück bei Mirana sorgt aber direkt wieder für gute Laune. Die kleine Bäckerei und Konditorei riecht schon beim Betreten nach frischen Croissants. Wir setzen uns im Erdgeschoss an eine lange Tafel. Die Wandfliesen sind handbemalt mit Palmen, Sonnenuntergang und Walen – erinnert mich ein bisschen an meinen Kindergarten früher, da hatten wir auch so Wandmalereien. Der ältere Herr, der uns bedient, versichert mir erst, sie hätten bestimmt keine Zitronentörtchen hier. Aber da ich sie schon in der Auslage erspäht habe, kann ich ihn doch davon überzeugen, dass es die bei Mirana auch heute gibt. Megalecker… und weil es so lecker riecht und frisch aus dem Backofen kommt, folgt der Tarte au citron direkt noch ein duftendes, warmes Pain au chocolat.

Südwesten 2017

Endlich wieder in Madagaskar

Kurz nach sechs Uhr morgens bin ich in Nairobi gelandet. Oder eher – mal wieder – aufgeschlagen. Der Flug war sehr ruppig, und man sitzt in der Maschine von Air Kenya wie in einer Sardinenbüchse: Übereinander liegende Arme, Zurückkippen der Lehnen in der letzten Reihe nicht möglich, dafür aber Live-Sound direkt vom Klo. Erfreulich waren allerdings das Essen und die niedlich gemachten Flugsicherheits-Filmchen.

Norden 2016

Von Kakaoplantagen und Stromausfällen

Pantherchamäleon nahe Ambanja

Das letzte Frühstück im Hafen von Ankify bricht an. Bei Mama Be versammelt sich das übliche Grüppchen, um frittierte Bananen, scharf gewürzte, frisch gegrillte Fische und Reissuppe zu essen und auf wackeligen Hockern und Bänkchen im Schatten zu sitzen. Gut, Reissuppe essen nur die Madagassen. Die Bananen kosten heute ganze 200 Ariary das Stück. Es schmeckt wie immer grandios, und wer hier nicht für unter einen Euro satt wird, hat irgendwas falsch gemacht. Wir verabschieden uns herzlich von Mama Be, und laufen die Straße nach oben zu unseren Autos. Ein paar Gäste warten noch im Hotel und müssen abgeholt werden, dann geht es los.

Norden 2016

Ziegen auf Taxibrousse-Dächern

Pantherchamäleon nahe Ambanja

Ich habe hervorragend geschlafen. Die Klimaanlage hat die ganze Nacht gehalten, es gab nicht einen Stromausfall. Das war mal richtig erholsam. In einem kleinen Restaurant nur ein paar hundert Meter die Straße hoch gehen wir frühstücken. In einer Palme direkt auf dem Parkplatz entdecke ich ein Furcifer oustaleti. Es ist ein Weibchen mit tollen roten Linien am Kopf. Ein paar Phelsumen tummeln sich in den anderen Palmen, sie haben hier richtig tolle, leuchtende Farben. Ein beigefarbener Renault 4, ein Taxi, fährt vorbei – die Vorderachse steht total schief, die Reifen neigen sich oben dem Auto zu und unten davon weg. Trotzdem fährt es.

Ostküste 2016

Es geschehen noch Wunder

Flughafen von St. Marie

Als ich morgens um fünf Uhr aus dem Bett steige, ist der kleine Hund weg. Zumindest liegt niemand mehr unter dem Tisch. Ich dusche kurz, ziehe mich an und trete auf die Veranda. Zwei große, runde Augen schauen mich verschlafen aus dem Sessel vor der Tür an. Da ist er, der Hund. Scheint gemütlicher gewesen zu sein als unter dem Tisch. Als ich ihn anspreche, flitzt er direkt rein ins Bungalow, und versucht auf’s Bett zu springen. Leider hat er das Moskitonetz übersehen, dotzt dagegen und fällt wieder runter. Bei so komischen Dingern bleibt er dann doch lieber vor der Tür.

Ostküste 2016

Erster Eindruck: Alles gut!

THB im Raphia

Eigentlich reise ich schon seit gestern. Tanala, ich und meine Schwester Chrissi trafen am Flughafen Charles de Gaulles in Paris auf Markus, den Tanala und ich von diversen Terraristikmessen kennen. Für Markus und Chrissi ist es die erste Reise auf die rote Insel. Martin taucht etwas später auf, er war schon mehrmals dabei. Es stellte sich schon in Paris schnell heraus, dass hier nichts lange mit „erst noch kennenlernen“ war. Wir verstanden uns auf Anhieb alle super. So verging die Wartezeit auf den Flug recht zügig, und mit Air Austral ging es pünktlich ab in den Süden.

Nordosten 2015

Maularschlochfliegen

Parastenophis betsileanus

Heute kann ich ausschlafen, bis kurz vor Acht kuschele ich mich in die Decken. Sobald morgens etwas Wind aufkommt, verschwinden die lästigen Stechmücken. Ich habe vom barfuß laufen gestern Unmengen übler Stiche abbekommen, und sie jucken wie die Hölle.

Süden 2015

Von Toliara an die Strände Ifatys

Tatabus auf dem Weg nach Ifaty

 Am frühen Morgen starten wir nach einem kurzen Frühstück in Richtung Ifaty. Bereits die Straße bis zur Tankstelle, wo der Bus mal wieder aufgefüllt wird, ist löchrig und nass. Aus Toliara heraus geht es in Richtung einer kaputten Brücke, aber rechts davon ist eine Art Ersatzfurt gebastelt worden. Wir queren eine weitere – aber weitgehend intakte – riesige, lange Stahlbrücke. Dahinter halten wir an einer Art Polizeiposten an, die Polizisten sehen allerdings nicht aus, als würden sie sich für irgendwen interessieren. Sie sitzen auf Klappstühlen zu zweit im Schatten und haben die Mützen ins Gesicht gezogen.

Süden 2015

Klettern mit Kattas

Felsen nahe des Anja Community Reserve

Ich bin zum Frühstück gerade so aus dem Bett gekommen. Die Nacht hatte trotz rosa Moskitonetz einige Mückenstiche parat, die jetzt prima jucken. Aber mit Mückenstichen muss man sich auf Madagaskar einfach abfinden, ganz ohne bin ich trotz bemerkenswert dicker Antibrumm-Schichten nie. Zum Frühstück bekomme ich eine weiß-braune, wässrige Brühe vorgesetzt. Ich vermute fast, das dürfte die gestern heiß angepriesene „Schokolade“ sein. Na gut, das mit der Milch ist ja so eine Sache auf Madagaskar. Und ohne Milch kriegt man eben keine gute Schokolade. Man kann nur hoffen, dass Tiko irgendwann wieder an den Markt kommt (die waren früher mal für Milchprodukte auf der Insel zuständig).