Norden 2019

Die Stadt der langsamen Minuten

Das Straßenschild von Ambilobe ist nicht mehr lesbar

Wer früh schafen geht, ist früh wach. Irgendwann gegen Fünf bin ich wach, die Sonne geht gerade auf. Irgendwo kräht ein Hahn. Die ganze Nacht über haben kleine Hausgeckos im Bungalow gerufen und gekeckert. Dafür sind die beiden Schildraben vor der Tür weg.

Norden 2017

Es war einmal eine Straße

Auf dem Weg zum Montagne d'Ambre

Das Frühstück dauert mir heute zu lange, denn ich möchte gerne so schnell es geht zum Montagne d’Ambre. Ich bestelle wieder Khimo, und das kommt auch – das Brot dazu aber nicht. Die Annahme, das Brot wäre ausgegangen und die Küche müsse erst neues holen, erweist sich zum Glück aber als falsch. Sie haben es einfach nur vergessen.

Als wir Ambilobe verlassen, überholt uns in einem sehr waghalsigem Manöver ein dunkelblaues Taxibrousse mit mehr Rost als Blech. Es hat außerdem keine einzige Fensterscheibe und keine Windschutz- oder Heckscheibe mehr. Fröhlich winken  zwei Frauen aus dem offenen Fenster, links hängt eine Tasche heraus. Ein Cabrio-Taxibrousse sozusagen. Dürfte zugig werden bei dem Fahrstil, ist aber bei der Hitze in Ambilobe vielleicht gar nicht verkehrt.

Norden 2016

Schlaglochpiste zum Montagne d‘Ambre

Auf dem Weg zum Montagne d'Ambre

Der Tag beginnt mit dem altbekannten Frühstück auf dem Markt von Ambilobe. Danach geht es den gleichen Weg wie gestern weiter Richtung Ankarana. Die Landcruiser kurven entlang der Marktstände Ambilobes. Es ist früh am Morgen, die Stadt ist voller Menschen. Gelbe Tuk-Tuks drängeln sich über die Straße, Renault R4s tuckern uns entgegen. Ein Mann trägt Luftballons, gruselige aufgeblasene Ballon-Puppen mit grünen Füßen und allerlei Plastikkrempel von Auto zu Auto, um es den Beifahrern anzubieten. Wir fahren vorbei an den Holzwerkstätten. Ganze Bettgestelle liegen und stehen verteilt zwischen fertigen und halbfertigen Stühlen, Tischen und anderem Schreinerhandwerk unter provisorischen Wellblechdächern.

Norden 2016

Das Farbenspiel Ambilobes

Ambilobe

Irgendwann war der Stromgenerator gestern Abend endlich aus, und damit leider auch der Strom. Es wurde wieder heimelig warm – um nicht zu sagen kochend heiß – im Raum und der Schlaf hielt sich bei 32° eher in Grenzen. Als die Sonne aufgeht, stehe ich auf. Es ist unerträglich warm im Zimmer, und draußen zumindest zwei oder drei Grad kühler.

Gegen Sieben holen die Jungs uns mit den Landcruisern ab. Wir fahren auf der Hauptstraße und über eine Metallbrücke nach Ambilobe rein. In Ambilobe selbst parken alle Geländewägen gegenüber der Markthalle. Kleine Läden mit allem möglichen Krempel, von Seife über Alutöpfe und Schöpfkellen bis zu Schuhen, reihen sich eng an eng entlang der gegenüber liegenden Straßenseite.

Norden 2013

Bunt, bunter, Pantherchamäleon

Fotografieren mit Dimby auf der Straße zwischen Ambilobe und Sirama

Ich habe geschlafen wie ein Stein. Nur mittig auf der Matratze, aber immerhin lief die Klimaanlage – zumindest mehrheitlich – die Nacht durch. Diesmal bin ich also quasi mehr als munter, als wir wieder auf den Markt Ambilobes zum Frühstück gehen. Auch heute morgen gibt es die extrem leckeren, frisch frittierten Bananen und Makasoka. Noch eine Cola, dann kann es losgehen in Richtung Sirama. Die Straße ist bekannt für ihre vielen, knallbunten Pantherchamäleons.