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Hallo, lieber Besucher!

Willkommen auf meiner Website rund um meine Reisen auf Madagaskar. Hier schreibe ich die kleinen und großen Dinge auf, die ich auf der roten Insel im Indischen Ozean erlebe. Ursprünglich kam ich wegen der Chamäleons nach Madagaskar, aber inzwischen komme ich auch wegen der Menschen, der Lemuren und der Natur jedes Jahr wieder zurück.

Die feine Reisekunst besteht darin,
zu einigen besonders schönen Plätzen
immer wieder einmal zurückzukehren,
bis sich in uns eine Art Heimatgefühl entwickelt,
das sie doppelt kostbar macht.
– Sigmund Graff

Madagaskar ist inzwischen so etwas wie meine zweite Heimat geworden. Und ich kann die Insel nur jedem empfehlen, der sich auf ein Abenteuer einlassen will. Aber Vorsicht: Madagaskar macht süchtig. Und falls Dir etwas hier im Blog gefällt, freue ich mich natürlich sehr über Kommentare.

Viel Spaß beim Lesen!

Ostküste 2018

Eine kaputte Brücke und Huhn am Stock

Teppichchamäleon-Weibchen

Um Acht wäre eigentlich Frühstücken angesagt – Markus, Tanala und ich sind schon um Viertel vor Sieben da. Was zu Verwirrung führt, weil die Bedienung nicht nach den Zimmernummern fragt, und Martins Omelette auch schon mal vorbeibringt. Der sitzt aber noch gar nicht am Tisch. Als wir erklärt haben, dass die beiden Herren nicht gemeinsam wohnen, nimmt die Dame des Hauses das Omelette wieder mit. Hoffentlich kriegt Martin später noch ein neues Omelette und nicht das kalte wieder gebracht. 😀

Ostküste 2018

Schätze im Hochland

Reisfelder im südlichen Hochland

Die Nacht war eher so lala. Das Bett hat zwar eine Matratze, aber gefühlt habe ich die Nacht mit Rückenschmerzen auf blankem Holz verbracht. Um kurz vor Sieben klingelt der Wecker. Ich tappe ins Bad – falle dabei fast über meine überall im Zimmer verstreuten Sachen – und stelle mich erstmal unter die Dusche. Dann sortiere ich die 61 kg Gepäck neu, oder zumindest alles, was nicht zu den 15 kg Fotorucksack zählt. Meine eigene Tasche wiegt am Schluss keine zehn Kilo, und ist fein säuberlich sortiert. Für sechs Wochen sind die Klamotten etwas sparsam eingepackt, aber die Entscheidung zur Verlängerung des Urlaubs fiel ja etwas kurzfristig. Und irgendwo wird sich sicher jemand finden, der ab und zu die Socken wäscht.

Ostküste 2018

Analakely und der traditionelle erste Sonnenbrand

Das älteste Haus von Tana

Da ich heute Nacht erst gegen halb Drei ins Bett gegangen wird, stehe ich heute Morgen etwas später auf. Gegen halb Zehn schaffe ich es unter die Dusche, und freue mich direkt über die klempnerischen Höchstleistungen, die hier vollbracht wurden. Die Dusche funktioniert heute nur, wenn man den undichten Schlauch vorne zusammenkringelt und gleichzeitig hinten an die Wand drückt. Im Klo läuft das Wasser dafür quasi ohne Unterbrechung, und im Waschbecken läuft das Wasser nicht ab, wenn es erstmal drin ist, weil der Siphon höher liegt als das Waschbecken. Hier wäre dann doch mal ein guter Klempner gefragt. Als ich mein Handtuch auf den Handtuchhalter legen will, fällt der Halter einfach komplett aus der Wand. Die Schraube links war irgendwie ohne Dübel einfach nur in die Wand gesteckt, und die rechte ist bereits durch einen zehn Zentimeter langen Nagel ersetzt. Konnte ja gar nicht halten.

Ostküste 2018

Wer zahlt, gewinnt

Essen bei Air France

Endlich mal wieder ein Direktflug, dachte ich mir noch beim Buchen. Um vier Uhr heute Morgen sind Tanala und ich aufgestanden, über Frankfurt nach Paris geflogen und von dort mittags direkt mit Air France nach Antananarivo. Der Flug war schön ruhig, und ich hatte einen Platz in Reihe 18. Das ist die erste Reihe hinter der Business Class, wo man so schön viel Beinfreiheit hat. Das Essen war erstaunlich gut und nachmittags gab es sogar Eis und Rum. Als das Flugzeug in Tana wieder auf dem Boden aufsetzt, bin ich trotzdem erleichtert. Fliegen ist nicht so meins.

Norden 2017

Zwischen Panthern und halben Hühnchen

Zwischen Ambilobe und Sirama

Die Nacht war megawarm. Nein, heiß. Rich-tig heiß. Affenhitze. Trotz der Klimaanlage und einem laut scheppernd rotierendem Ventilator an der Decke. Es gab übrigens – wie immer in Ambilobe – doch noch ein paar Stromausfälle in der Nacht. Aber, oh Wunder, diesmal wurde das Notstromaggregat quasi simultan angeschaltet. Als das Wummern des Aggregats langsam verebbt und es hell wird, stehe ich auf. Eine recht große Schabe wohnt seit heute Nacht im Bad. Ich habe sie Elvis getauft. Leider will Elvis heute Morgen einen Ausflug in Tanalas Gepäck unternehmen, weshalb er kurzerhand vor die Tür gesetzt wird. Unser Raum hat außerdem ein kleines Termitenproblem. Überall rieselt schwarzbrauner Staub von der Holzdecke herunter. Wie feiner Sand sind alle Fliesen davon bedeckt. Ich dusche ohne Elvis, dafür mit einem Hauch mehr Wasser als gestern.

Norden 2017

Das Osterwunder von Ambilobe

Pantherchamäleon in den Kakaoplantagen von Ambanja

Es ist Karfreitag. In der Nacht hat sich das Gewitter über Ankify entladen und einen ordentlichen Regenguss über Strand und Hotel gebracht. Der Sand ist noch nass, als ich barfuß in Richtung Parkplatz laufe. Gris und noch irgendwer haben neben den Autos offenbar spontan ein Zelt aufgeschlagen, als es ihnen heute Nacht im Zimmer zu schwülwarm geworden ist. Leider hat auch jemand – und ich hoffe, die zwei waren es nicht – hinter einen unserer Toyota Landcruiser gekackt, entsprechend riecht es auf dem Parkplatz. Nach und nach tauchen Tanala und die Chicken Group ohne Markus auf, dafür gewinnt der morgendliche Frühstücksausflug René und Julia dazu. Die Jungs sind vollzählig, und gemeinsam fahren wir in drei Landcruisern zum Hafen von Ankify.

Norden 2017

Im Wohnzimmer von Mama Be

Ankify

Die Nacht war etwas länger als gedacht. Mein Kopf fühlt sich entsprechend nicht ganz so gut, als das Nachbarhotel etwas weiter unten am Strand eine verfrühte Osterparty einläutet. An Ostern wird auf Madagaskar traditionell am Strand gegrillt, und die ersten Großfamilien sind schon mit dem Sonnenaufgang zum Picknicken eingetrudelt. Dazu wird der Strand mit Hyper, hyper! von Scooter beschallt. Ich schleiche mich um kurz nach Sechs bis zum Restaurant, um eine Flasche Wasser zu holen. Auf dem Weg begegne ich bereits einem fröhlich winkenden Eric. Alle anderen haben gestern Abend mehr dem Rum zugesprochen und sind nicht auffindbar.

Norden 2017

Das Unterwasser-Paradies von Nosy Tanikely und Feiern unter Freunden

Meeresschildkröten im Korallengarten von Nosy Tanikely

Nachdem ich den ganzen gestrigen Tag effektiv gar nichts gemacht habe außer am Strand zu liegen und ab und zu im Meer herum zu dümpeln, ist es heute Zeit für einen Ausflug. Nach Nosy Tanikley soll es gehen, einer kleinen Trauminsel in der Nähe von Nosy Be. Schon um halb Sieben stehe ich mit gepacktem Fotorucksack am Parkplatz des Hotels, wo die Landcruiser der Jungs stehe. Mit Tanala, Chrissi, Katja, Markus stehe ich nur wenige Minuten auf dem Kies, da sind schon alle im Anmarsch: Mika, Choa, Gris, Dimby, Mamy, Andry, Eric und José verteilen sich auf die Autos und wir rumpeln über den sandigen Weg vom Hotels hinunter in Richtung des Hafen von Ankify. Wenn’s um die morgendliche Portion Reis geht, kommt keiner zu spät! Die anderen der Gruppe wollten lieber im Restaurant frühstücken, das ist ein bisschen schicker und zugegeben, weniger dreckig. Dafür aber auch wesentlich weniger lustig und weniger Madagaskar.

Norden 2017

Auf zu den Pantherchamäleons

Pantherchamäleon aus Ankaramibe

Das Frühstück nehmen wir heute bei Mamie ein. Gestern sind wir von Ankarafantsika nach Antsohihy gefahren, und eigentlich habe ich den ganzen Tag geschlafen. Abendessen gab es dann bei Mamie, einem kleinen Restaurant am Ortseingang von Antsohihy, und da sind wir auch jetzt schon wieder. Es gibt Baguette mit Omelettes, die Madagassen nehmen lieber Reissuppe mit Zebuspießen. Der Vasa-Papagei vom letzten Jahr scheint übrigens entweder verstorben oder entflohen zu sein. Jedenfalls ist der Käfig, in dem er saß, weg. Stattdessen springt jetzt eine sehr anhängliche Hündin unter dem Vordach zwischen Tischen und Stühlen umher. Sie wirft sich schon auf den Boden, sobald man sich umdreht, und genießt sichtlich das viele Bauchkraulen.