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Hallo, lieber Besucher!

Willkommen auf meiner Website rund um meine Reisen auf Madagaskar. Hier schreibe ich die kleinen und großen Dinge auf, die ich auf der roten Insel im Indischen Ozean erlebe. Ursprünglich kam ich wegen der Chamäleons nach Madagaskar, aber inzwischen komme ich auch wegen der Menschen, der Lemuren und der Natur jedes Jahr wieder zurück.

Die feine Reisekunst besteht darin,
zu einigen besonders schönen Plätzen
immer wieder einmal zurückzukehren,
bis sich in uns eine Art Heimatgefühl entwickelt,
das sie doppelt kostbar macht.
– Sigmund Graff

Madagaskar ist inzwischen so etwas wie meine zweite Heimat geworden. Und ich kann die Insel nur jedem empfehlen, der sich auf ein Abenteuer einlassen will. Aber Vorsicht: Madagaskar macht süchtig. Und falls Dir etwas hier im Blog gefällt, freue ich mich natürlich sehr über Kommentare.

Viel Spaß beim Lesen!

Norden 2019

Die Stadt der langsamen Minuten

Das Straßenschild von Ambilobe ist nicht mehr lesbar

Wer früh schafen geht, ist früh wach. Irgendwann gegen Fünf bin ich wach, die Sonne geht gerade auf. Irgendwo kräht ein Hahn. Die ganze Nacht über haben kleine Hausgeckos im Bungalow gerufen und gekeckert. Dafür sind die beiden Schildraben vor der Tür weg.

Norden 2019

Spaziergang mit Geckos

Ankify

Heute gibt es kein „Programm“, sozusagen ein reisegruppenfreier Tag. Jeder kann tun und lassen, was er möchte. Aber unsere Gruppe ist ziemlich gut, deshalb habe ich gar keine Ambitionen, etwas alleine zu unternehmen.

Norden 2019

Begegnungen unter Wasser

Meer vor Nosy Tanikely

Zum ersten Mal in diesem Urlaub wache ich auf, als gerade erst die Sonne langsam aufgeht. Obwohl es noch nicht mal sechs Uhr ist, bin ich schon total ausgeschlafen. Auf dem Meer tuckert gerade die alte, rostige Fähre nach Nosy Be vorbei. Ich ziehe meinen Bikini an und plantsche ein bisschen im Wasser. Vor der Tür des Bungalows sitzen zwei Schildraben, die sich immer wieder der verspiegelten Tür nähern und dann wieder wegflattern.

Norden 2019

Von blauen Pantherchamäleons und weißen Stränden

Nosy Faly

Bestens ausgeschlafen stehe ich am frühen Morgen auf. Das riesige Bett mit dem genauso riesigen, nirgends auf einen herunter hängendem Moskitonetz ist wirklich eine Wohltat. Noch ist niemand draußen unterwegs. Das Meer liegt völlig still da, kaum eine Welle kräuselt die Oberfläche des Wassers. Ich gehe eine Runde Schwimmen und genieße die morgendliche Stille.

Norden 2019

Vorbei an Djangoahely

Pantherchamäleon

Irgendwann heute Nacht ist leider die Klimaanlage ausgegangen. Als die Zimmertemperatur gemütliche 35 Grad erreichte, bin ich aufgestanden und habe wirr auf den Knöpfen der Fernbedienung herumegdrückt. Entgegen meiner Erwartungen ging die Klimaanlage wieder an. Und kühlte auf eisige 25 Grad. Ich bin dann nochmal aufgestanden, um mich mit Antibrumm einzudieseln. Die Mücken hier sind fies.

Norden 2019

Auf in den Norden

Auf dem Weg nach Antsohihy

Früh bin ich – mit fertig gepacktem Gepäck vor dem Zelt – auf den Beinen. Direkt vor unserem Gemeinschafts-Unterstand springen Coquerel-Sifakas zwischen zwei toten Bäumen umher. In einem anderen, sehr hohen Baum sitzt ein „Zimtroller“. Der lustige Name bezeichnet einen eher langweilig rostbraunen Vogel mit gelbem Schnabel, Eurystomus glaucurus. Ob er tatsächlich Zimt aus Baumrinde rollt – die passenden Bäume gäbe es hier – bleibt für heute ungeklärt. Ganz kurz gesellen sich zwei Grauköpfchen etwas tiefer im Baum dazu.

Norden 2019

Der Regen bringt Tiere

Blaesodactylus ambonihazo

In der Nacht hat es stundenlang geregnet. Nein, eigentlich hat es geschüttet. Das habe ich hier im Trockenwald zum Ende der Regenzeit noch nicht erlebt. Regen war hier, wenn ich da war, überhaupt eher selten. Als die Hähne zu krähen beginnen, schlafe ich gerade ein. Wenig später werde ich geweckt und wandele etwas schlaftrunken zum Frühstück hinüber. Die Coquerel-Sifakas sind auch schon wach, eine kleine Familie springt über dem Klo- und Duschhäuschen herum.

Norden 2019

Miniaturwunder und Duschen mit Huntsman

Phelsuma kochi

Als der erste Hahn kräht, ist es noch stockfinster. Hahn zwei, drei und vier machen es ihm nach und krähen durch die Finsternis. Dadurch wird es aber immer noch nicht hell. Als es irgendwann schließlich dämmert, stehe ich auf. Ich schnappe meinen Kulturbeutel und ein Handtuch und laufe in Flip-Flops zum Klohäuschen. Rechts daneben hüpft etwas durch die Bäume, die Coquerel-Sifakas sind scheinbar schon wach.

Norden 2019

Erste Chamäleons

Hochland

Nach geschätzten zwei Stunden Schlaf ist bereits wieder Aufstehen angesagt. Ich bin total gerädert. Pünktlich um Sieben sind alle fertig. Das Gepäck steht verladefertig vor der Tür, die Rucksäcke liegen griffbereit. Und dann passiert erstmal… Nichts. Gar nichts. Der Verkehr in Antananarivo hat Dimby und die anderen Jungs fest im Griff. Oder eher der Stau. Naja, da lernen gleich alle Neuen, was es mit Mora, mora auf Madagaskar so auf sich hat. Schließlich trudeln doch noch alle ein: Gris, Dimby, José, Fitah, Léon und Mamy als altbekannte Mannschaft.