Norden 2017

Madagaskars Chamäleonparadies

Calumma ambreense

Ich habe super erholsam geschlafen. Allerdings fängt der Hahn, der wohl gestern im Dunkeln auf dem Dach eines Landcruisers vergessen wurde, schon um Fünf an zu krähen. Zu meinem Erstaunen wurde der Hahn nicht von der Fossa geholt, die hier gerne mal nachts um die Zelte schleicht. Eventuell ist daran der schwarze Hund beteiligt, der neuerdings im Wächterhäuschen schläft. Ich beschließe um halb sechs, den Köchen den Tipp zu geben, dass es heute Hähnchen geben könnte.

Norden 2017

Es war einmal eine Straße

Auf dem Weg zum Montagne d'Ambre

Das Frühstück dauert mir heute zu lange, denn ich möchte gerne so schnell es geht zum Montagne d’Ambre. Ich bestelle wieder Khimo, und das kommt auch – das Brot dazu aber nicht. Die Annahme, das Brot wäre ausgegangen und die Küche müsse erst neues holen, erweist sich zum Glück aber als falsch. Sie haben es einfach nur vergessen.

Als wir Ambilobe verlassen, überholt uns in einem sehr waghalsigem Manöver ein dunkelblaues Taxibrousse mit mehr Rost als Blech. Es hat außerdem keine einzige Fensterscheibe und keine Windschutz- oder Heckscheibe mehr. Fröhlich winken  zwei Frauen aus dem offenen Fenster, links hängt eine Tasche heraus. Ein Cabrio-Taxibrousse sozusagen. Dürfte zugig werden bei dem Fahrstil, ist aber bei der Hitze in Ambilobe vielleicht gar nicht verkehrt.

Norden 2017

Von Schluchten, Skinken und Bierwetten

Die Nacht war eher unruhig. Um zwei war ich wach, weil jemand sehr laut geschnarcht hat. Um vier läuft irgendein Vollpfosten laut quatschend um das Zelt. Und nebenbei ist die Luft komplett aus der nagelneuen Luftmatratze raus, weswegen Tanala und ich plötzlich auf Beton liegen. Super. Diverse fluchende Aufpumpversuche von Tanala später ist die Matratze wieder leer.

Norden 2017

Ein Märchenwald voller Tiere

Calumma parsonii cristifer

Der Tag beginnt am frühen Morgen im kleinen, kommunal geführtem Park von V.O.I.M.M.A. mit Julienne, einem kleinen alten Mann. Eigentlich sollten Markus, Chrissi, Ines, Katja und ich heute mit Edwin unterwegs sein. Aber wir wollten in den kleinen Community Park und Julienne auch, er war dort nämlich gestern schon zwecks Tiersichtung fleißig unterwegs.

Norden 2017

Ein Grillfest zur Begrüßung

Grillfest

Als die Sonne auf geht, bin ich längst wach. Neuer Tag, neue Tour! Ich bin schon seit drei Wochen auf Madagaskar, eigentlich drei einhalb, und ab morgen geht es in den Norden. Heute kommen noch ein paar Leute an, die mitreisen werden. Heute Nacht sind bereits einige altbekannte Freunde und ein paar neue Gäste angekommen, die meisten habe ich aber nicht mehr mitbekommen.

Südwesten 2017

Der späte Vogel fängt den Wurm

Bienenfresser

Heute startet der Tag noch früher als sonst. Um 05:30 Uhr, die Sonne ist nicht mal aufgegangen, stehe ich auf. Zum Birdwatchig. Vogelfotografie finde ich etwa so spannend wie Dung rollende Mistkäfer. Aber das Arboretum Antsokay ist berühmt für seine vielen gefiederten Bewohner, und soll ganz tolle Möglichkeiten zum Fotografieren bieten. Als unsere kleine Gruppe um sechs Uhr früh, mit Fotorucksäcken bewaffnet, im Dornwald des Arboretums steht, schläft alles noch. Auch die Vögel.