Norden 2019

Begegnungen unter Wasser

Meer vor Nosy Tanikely

Zum ersten Mal in diesem Urlaub wache ich auf, als gerade erst die Sonne langsam aufgeht. Obwohl es noch nicht mal sechs Uhr ist, bin ich schon total ausgeschlafen. Auf dem Meer tuckert gerade die alte, rostige Fähre nach Nosy Be vorbei. Ich ziehe meinen Bikini an und plantsche ein bisschen im Wasser. Vor der Tür des Bungalows sitzen zwei Schildraben, die sich immer wieder der verspiegelten Tür nähern und dann wieder wegflattern.

Norden 2019

Von blauen Pantherchamäleons und weißen Stränden

Nosy Faly

Bestens ausgeschlafen stehe ich am frühen Morgen auf. Das riesige Bett mit dem genauso riesigen, nirgends auf einen herunter hängendem Moskitonetz ist wirklich eine Wohltat. Noch ist niemand draußen unterwegs. Das Meer liegt völlig still da, kaum eine Welle kräuselt die Oberfläche des Wassers. Ich gehe eine Runde Schwimmen und genieße die morgendliche Stille.

Norden 2019

Vorbei an Djangoahely

Pantherchamäleon

Irgendwann heute Nacht ist leider die Klimaanlage ausgegangen. Als die Zimmertemperatur gemütliche 35 Grad erreichte, bin ich aufgestanden und habe wirr auf den Knöpfen der Fernbedienung herumegdrückt. Entgegen meiner Erwartungen ging die Klimaanlage wieder an. Und kühlte auf eisige 25 Grad. Ich bin dann nochmal aufgestanden, um mich mit Antibrumm einzudieseln. Die Mücken hier sind fies.

Norden 2017

Im Wohnzimmer von Mama Be

Ankify

Die Nacht war etwas länger als gedacht. Mein Kopf fühlt sich entsprechend nicht ganz so gut, als das Nachbarhotel etwas weiter unten am Strand eine verfrühte Osterparty einläutet. An Ostern wird auf Madagaskar traditionell am Strand gegrillt, und die ersten Großfamilien sind schon mit dem Sonnenaufgang zum Picknicken eingetrudelt. Dazu wird der Strand mit Hyper, hyper! von Scooter beschallt. Ich schleiche mich um kurz nach Sechs bis zum Restaurant, um eine Flasche Wasser zu holen. Auf dem Weg begegne ich bereits einem fröhlich winkenden Eric. Alle anderen haben gestern Abend mehr dem Rum zugesprochen und sind nicht auffindbar.

Südwesten 2017

Von Antsokay nach Ifaty

Toliara

Am Morgen ist Zeit zum Ausschlafen. Das heißt auf Madagaskar, dass ich um halb Sieben wach bin. Ich bewundere eine Termitenstraße an einem der Holzpfosten im Bad, und begebe mich nach der allmorgendlichen Dusche zum Frühstück. Zum Abschied von Antsokay gibt es eine bunte Obstmischung mit Papaya, sowas-wie-Maracuja, Ananas und Bananen.

Südwesten 2017

Der heißeste Ort Madagaskars

Baobab-Allee

Kurz nach sechs Uhr stehe ich auf. Die Nacht war bescheiden. Eine Unmenge Stechmücken war unterwegs, und gefühlt sind alle abwechselnd mit fiesem Summen um meinen Kopf geflogen. Nachts fing dann auch noch der Hund des Nachbarn an zu bellen, ungefähr alle fünf Minuten. Und als der still war, fing es an zu regnen, und die Tropfen prasselten laut auf das Blechdach.

Das Frühstück bei Mirana sorgt aber direkt wieder für gute Laune. Die kleine Bäckerei und Konditorei riecht schon beim Betreten nach frischen Croissants. Wir setzen uns im Erdgeschoss an eine lange Tafel. Die Wandfliesen sind handbemalt mit Palmen, Sonnenuntergang und Walen – erinnert mich ein bisschen an meinen Kindergarten früher, da hatten wir auch so Wandmalereien. Der ältere Herr, der uns bedient, versichert mir erst, sie hätten bestimmt keine Zitronentörtchen hier. Aber da ich sie schon in der Auslage erspäht habe, kann ich ihn doch davon überzeugen, dass es die bei Mirana auch heute gibt. Megalecker… und weil es so lecker riecht und frisch aus dem Backofen kommt, folgt der Tarte au citron direkt noch ein duftendes, warmes Pain au chocolat.

Norden 2016

Die Insel der Tischdecken

Nosy Komba

Frühstück gibt es für mich heute wieder am Hafen. Fast die gleiche Gruppe aus Tanala, Ines, Steffi, Stefan und den Jungs sitzt wieder auf den zusammengesuchten Stühlen und Bänkchen von Mama Be im Hafen von Ankify. Für mich gibt es Bananen, für Tanala scharfen Sakay-Fisch frisch vom Grill. Die anderen werden später im Hotel abgeholt, für einige war das gestrige Frühstück wohl „zu einfach“. Ich finde es genau richtig.

Norden 2016

Schnorcheln mit Meeresschildkröten

Meeresschildkröte vor Nosy Tanikely

Heute früh verzichte ich mal wieder auf das Frühstück im Hotel. Der Großteil der Gruppe fährt mit den Jungs zum Hafen, um dort „ein bisschen anders“ zu frühstücken. Wer lieber im Hotel essen will, wird später abgeholt. Ich fahre natürlich mit an den Hafen. Wir lassen die Autos auf schrägen Parkplätzen vor einer Betonmauer stehen, und laufen ein paar Meter an Ständen vorbei und eine Treppe herunter zum kleinen Markt des Hafens. Mama Be, eine große, dicke und ältere Frau mit Zigarettenkippe im Mundwinkel, sitzt auf einem winzigen Hocker vor einem rosa Eimer mit Fischen und einer kleinen Feuerstelle mit Grill.

Norden 2016

Mit dem Boot nach Nosy Be

Ankify

Ich wache noch vor Sonnenaufgang auf, weil vor dem Bungalow Stimmen zu hören sind. Im gedämpften Ton – der offenbar nichts nutzt, ich bin ja schon wach – unterhalten sich mindestens zwei oder drei Leute direkt auf der Terasse des Bungalows. Es sind José, Ines und Tanala, die Fotos des Sonnenaufgangs machen wollen. Ich drehe mich nochmal um und schlafe weiter.

Norden 2016

Zwischen Geckos und Stechmücken

Goldstaub-Taggecko

Um sieben Uhr bin ich ausgeschlafen. Das muss man im Urlaub auch erstmal schaffen. Ich öffne die Tür des Bungalows und stolpere fast über die kläglichen Überreste einer Krabbe. Eine weiße Katze mit bunten Flecken sitzt daneben und beäugt die Beute. Na, vielen Dank auch. Ich finde lebende Krabben hübscher.