Norden 2019

Der Regen bringt Tiere

Blaesodactylus ambonihazo

In der Nacht hat es stundenlang geregnet. Nein, eigentlich hat es geschüttet. Das habe ich hier im Trockenwald zum Ende der Regenzeit noch nicht erlebt. Regen war hier, wenn ich da war, überhaupt eher selten. Als die Hähne zu krähen beginnen, schlafe ich gerade ein. Wenig später werde ich geweckt und wandele etwas schlaftrunken zum Frühstück hinüber. Die Coquerel-Sifakas sind auch schon wach, eine kleine Familie springt über dem Klo- und Duschhäuschen herum.

Ostküste 2018

Am Strand von Mahambo

Mahambo

Irgendwann relativ spät stehe ich auf. Es ist warm, der Sand unter meinen Füßen ist längst aufgeheizt. Die Wellen des Meeres schwappen sanft an den Strand und sind gerade im Begriff, zu verschwinden. Etliche Mynahs, mittelgroße schwarze Vögel, die mit den Beos verwandt sind, krähen von den Dächern des Nachbarhauses.

Nordosten 2015

Brückentag

Phelsuma lineata

Der Morgen beginnt spät, oder zumindest sehr spät für Madagaskar. Ich schlafe bis neun Uhr aus. Als ich die Tür des Bungalows öffne und den bunten Vorhang zur Seite schiebe, strahlt die Sonne vom wolkenlosen, azurblauen Himmel. Zeit für einen schönen Spaziergang! Bevor ich aber weg komme, treffe ich vor der Hoteltür die Frau mit dem grünen Eimer voller Mangostan wieder. Was ein Glück, die Gute hat tatsächlich verstanden, was wir ihr mit Händen und Füßen zu erklären versucht haben.

Nordosten 2015

Das Abenteuer wartet

Flugzeug nach Tamatave

Der Tag beginnt selbst für Madagaskar extrem früh. Um Vier stehe ich auf und stehe kurz darauf mit fertig gepackten Sachen auf den Stufen vor dem Raphia. Selbst der Nachtwächter wundert sich, das große Tor ist noch verschlossen. Dimby und seine Mutter sind sogar schon seit zwei oder drei Uhr auf den Beinen. Sie holen Tanala und mich in einem kleinen Bus ab und fahren zum Flughafen. Heute geht es in den Norden, genauer gesagt nach Maroantsetra, über Tamatave.

Nordosten 2014

Ein himmlischer Chamäleontag

Parsons Baby

Viel zu spät erscheine ich zum Frühstück. Ich war um halb sechs heute morgen schon einmal auf, in der Hoffnung auf Nebel für tolle Regenwaldfotos. Leider war wieder kein Nebel da, also bin ich nochmal ins Bett gegangen, und prompt tief und fest eingeschlafen. Bei dem brettharten Bett ist das schon eine gewisse Kunst.

Nordosten 2014

Mit Popcorntüte im Regenwald

Der Regenwald von Andasibe-Mantadia

Das Feon’ny Ala hat immernoch bleischwere Decken, die viel dünner aussehen als sie sind. Ich wühle mich aus den Decken und dem Moksitonetz, und wenig später sitze ich bei einem Zebu-Sandwich (was sonst) auf der Terasse des Restaurants.

Heute führt uns der Weg in den Analamazaotra Nationalpark, dessen Eingang knapp zwei Kilometer vom Feon’ny Ala entfernt liegt. Kaum sind wir am Park Office angekommen, fällt mir auch hier einiges Neues auf: Die Gebäude sind in einem leuchtenden Orange gestrichen, der Weg in den Park ist mit einem breiten Tor verschlossen und vor dem Office muss man nun durch eine Art Kuhgitter laufen, um dann durch das kleine Museum und zur Hintertür hinaus in den Park zu gelagen. Sogar der Zaun entlang der Straße ist repariert. Ich staune. Und ein neues Schild gibt es auch: Man darf jetzt hier nicht mehr barfuß laufen. Oder so.

Nordosten 2014

Über den Wolken nach Maroantsetra

Mein Bungalow im Hotel Coco Beach

Der Tag beginnt zwar heute relativ spät, aber schon um acht Uhr morgens ist das Klima völlig unerträglich. Es ist locker über 35°C warm und die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, dass es eigentlich jeden Moment regnen müsste. Ein Dampfbad ist nichts dagegen!

Norden 2013

Cholesterin-U-Boote und gelber Regen

Wald in Analamazaotra

Auch der heutige Tag startet erstmal mit einem Zebu-Sandwich, liebevoll Cholesterin-U-Boot getauft. So könnte jeder Tag anfangen! Anto, Andrea und ich fahren mit Patrice und Daddy zum Nationalpark Analamazaotra. Vor dem Parkeingang liegt ein großer Parkplatz, und der ein oder andere französische Tourist scheint sich auch hierhin verirrt zu haben. Ein kleines Museum und ein Toilettenhaus, das war’s. Anmelden muss man sich trotzdem. Praktischerweise sitzt direkt vor dem Eingang schon ein Calumma brevicorne-Weibchen, was sich mächtig über uns aufregt.