Nordwesten 2020

Dann bleiben wir eben hier

Schon kurz nach Sonnenaufgang bin ich wach. Auf dem Meer tuckert die uralte, schrottreife Fähre nach Nosy Be langsam ihrem Ziel entgegen. Die Wellen plätschern gegen die steinerne Befestigung des Bungalows. Es ist bereits richtig warm, eine Dusche lohnt sich schon.

Nordwesten 2020

Bootsfahrt mit Hindernissen

Unser Plan für heute war: Sieben Uhr Frühstück, acht Uhr am Boot. Um sieben sind alle Deutschen und Amerikaner da (zu warm zum Schlafen), nur die Madagassen sind noch nicht mal aufgestanden. Das tut der guten Laune der Gruppe keinen Abbruch. Das Frühstück dauert ja eh länger. Es gibt exakt drei Croissants und „echtes“ Brot lange nach den Omelettes. Danach geht es ans Rechnung bezahlen und auch das dauert auf Katsepy lange. Eine ganze Reihe junger Männer aus dem Dorf sind heute sehr gut gelaunt und tragen derweil schon mal Gepäck zum Boot.

Nordwesten 2020

Ein wiederentdecktes Chamäleon

Voeltzkows Chamäleon

Ich bin mal wieder sehr früh wach. Nach einer kurzen Dusche und Zähneputzen schlendere ich zum Niedrigdachrestaurant rüber. Weit und breit ist niemand zu sehen. Ich setze mich auf den Betonboden direkt vor der Hütte und schreibe an meinem Tagebuch. Ein paar Bienenfresser fiepen in den Bäumen kein zehn Meter von mir. Etliche Segler sind unterwegs, aber ich kenne die Art nicht. Es sind graue Vögel mit auffällig roten Schwingen. Vom Sturm in der Nacht ist nur ein laues Lüftchen geblieben. Dimby und José stehen gerade auf, etwas später setzen sie sich auf die alte Schaukeln gegenüber des Restaurants. Und warten ebenfalls.

Nordwesten 2020

Schlange am Spieß

Der Tag beginnt völlig in Ruhe. Um Neun stehe ich langsam auf, frühstücke in einem abgetrennten Teil des Hotel-Restaurants – es wird gerade renoviert – und schaue kurz mal durch den Garten. Apropos renovieren, es tut sich gerade sehr viel im Raphia.

Norden 2019

Die Geheimnisse von Nosy Hara

Aussicht von Nosy Hara

Sehr früh bin ich wach. Der Tag beginnt damit, dass ich einen Eimer vom Klohäuschen hole und ans Meer laufe, um mit dem vollen Eimer Meerwasser wieder zurück zum Klo zu laufen. Eine Spülung mit Süßwasser gibt es nicht, deshalb muss man hier von Hand per Eimer voll Salzwasser spülen. Das machen wir jetzt fröhlich alle im Wechsel. Also, nicht ganz alle. Manche mehr und manche weniger.

Norden 2019

Ein verwunschenes Inselparadies

Nosy Hara

Mit dem Sonnenaufgang stehe ich auf. Als die Sonne über die Baumwipfel reicht, beginnt der nasse Waldboden zu dampfen. Wasser tropft von den Bäumen, ganze Dampfschwaden ziehen über den Campground. Einzelne Sonnenstrahlen leuchten dazwischen. Es sieht einfach irre aus. Und trotzdem ist es heute Zeit, diesen zauberhaften Ort zu verlassen und aufzubrechen.

Norden 2019

Moorbad-Füße

Brookesia ebenaui

Ich bin früh wach und bleibe einfach noch ein bisschen auf der Matratze liegen. Draußen klimpert Christian mit Geschirr, es ist kühl und feucht. Ich lausche eine Weile dem noch leisen Treiben auf dem Campground, bevor ich selbst auch aufstehe. Dichter Nebel hängt über dem Wald, die Spitzen der Bäume um den Campground sind nicht zu erkennen. Alles ist nass.

Norden 2019

Farbexplosionen      

Pantherchamäleon nahe Ambilobe

Die Nacht war heiß. Die Klimaanlage war zwischen drei und sechs Uhr aus. Sie springt wieder an, als ich gerade aufstehe. Schon jetzt, gerade Mal sechs Uhr in der Frühe, herrscht eine Bullenhitze in Ambilobe.

Norden 2019

Begegnungen unter Wasser

Meer vor Nosy Tanikely

Zum ersten Mal in diesem Urlaub wache ich auf, als gerade erst die Sonne langsam aufgeht. Obwohl es noch nicht mal sechs Uhr ist, bin ich schon total ausgeschlafen. Auf dem Meer tuckert gerade die alte, rostige Fähre nach Nosy Be vorbei. Ich ziehe meinen Bikini an und plantsche ein bisschen im Wasser. Vor der Tür des Bungalows sitzen zwei Schildraben, die sich immer wieder der verspiegelten Tür nähern und dann wieder wegflattern.

Norden 2019

Von blauen Pantherchamäleons und weißen Stränden

Nosy Faly

Bestens ausgeschlafen stehe ich am frühen Morgen auf. Das riesige Bett mit dem genauso riesigen, nirgends auf einen herunter hängendem Moskitonetz ist wirklich eine Wohltat. Noch ist niemand draußen unterwegs. Das Meer liegt völlig still da, kaum eine Welle kräuselt die Oberfläche des Wassers. Ich gehe eine Runde Schwimmen und genieße die morgendliche Stille.