Ostküste 2018

Chamäleon-Glück in Ranomafana

Calumma fallax

Der Tag beginnt mit einem Sandwich complét, was soviel heißt wie: Alles, was in der Küche aufzutreiben war, hat den Weg auf mein Baguette gefunden. Inklusive einer Art Mayonnaise, die aber, wie mir versichert wird, soviel Konservierungsmittel enthält, dass die garantiert nicht umkippt. Und rohe Eier sind da sowieso nicht drin. Naja, mein Magen hat letztes Jahr auch schon rohes Ei in Tagliatelle à la Carbonara überlebt.

Norden 2017

Ein Märchenwald voller Tiere

Calumma parsonii cristifer

Der Tag beginnt am frühen Morgen im kleinen, kommunal geführtem Park von V.O.I.M.M.A. mit Julienne, einem kleinen alten Mann. Eigentlich sollten Markus, Chrissi, Ines, Katja und ich heute mit Edwin unterwegs sein. Aber wir wollten in den kleinen Community Park und Julienne auch, er war dort nämlich gestern schon zwecks Tiersichtung fleißig unterwegs.

Südwesten 2017

Der Zebumarkt von Ambalavao

Ambalavao

Heute beginnt der Tag verhältnismäßig spät für Madagaskar – erst um Sieben. Irgendwie schläft es sich nicht so gut auf mit Stroh gefüllten Kopfkissen und mit nassen Haaren. Meine Schulter ist inzwischen dunkellila. Und ich habe Muskelkater in jeder Faser meines Körpers, sogar im Daumen. Ich wusste nicht mal, das man in den Fingern Muskelkater haben kann… vermutlich kommt das vom vielen Fotografieren.

Ostküste 2016

Alles voller Brookesia

Junges Parsons Chamäleon

Es ist früh am Morgen. Der Nebel hängt tief über dem Regenwald, und ich sitze beim üblichen Zebu-Sandwich und einer Cola auf der Terrasse des Feon’ny Ala. Chrissi hat sich auch ein Zebu-Sandwich bestellt, Tanala nimmt eines „ohne Hecke“, also ohne Tomaten, Zwiebeln und Salat, und Ines schließt sich dem an. Rakoto liefert alles exakt wie bestellt an den Tisch, während im Wald die Indris singen. Sie scheinen gar nicht so weit weg zu sein, denn man hört sie relativ laut rufen. So kann der Tag ja nur gut starten.

Ostküste 2016

Zurück im Königreich der Stufen

Ranomafana

Als ich am Morgen die hölzerne Tür des Bungalows öffne, schaue ich direkt auf die in Nebel gehüllten grünen Hügel auf der anderen Seite des Flusses. Ich mache mich schnell fertig und sortiere dann den Fotorucksack, so dass ich möglichst alles dabei habe für den Tag. Im besten Fall muss ich bis heute Abend kein einziges Mal die ganzen Stufen bis zum Bungalow hochlaufen. Varinia und Gunther winken schon von einem Baum wenige Meter entfernt. Sie haben einen Kometenfalter gefunden, der gerade zum Trocknen ruhig auf einem Blatt sitzt.

Nordosten 2015

Der Tag der blauen Couas

Seidensifakas

Es ist früh am Morgen, die Sonne ist gerade aufgegangen. Ich ziehe den Reißverschluss des Zeltes auf, und schnuppere die kühle Luft des Regenwaldes. Dann döse ich noch ein bisschen bei offenem Zelt, während Tanala schonmal Zähne putzen geht. Kurz nach Sechs sitze ich schon beim Frühstück mit Baguette und Rührei in der Gemeinschaftshütte.

Nestor, der kleine, drahtige Kerl mit dem Fußballtrikot, ist schon wieder seit zwei Stunden unterwegs. Er sucht die Sifaka-Gruppe, die er gestern am späten Nachmittag verlassen hat. Wenn einer die Tiere findet, dann Nestor. Er hat ein unglaubliches Gespür für die Sifakas und kennt sich im Wald aus wie kein anderer. Heute versuchen wir, Nestor  – und damit die Seidensifakas – in den Tiefen des Urwaldes zu finden.

Nordosten 2014

Auf Indrisuche in V.O.I.M.M.A.

Libelle in V.O.I.M.M.A.

Ich werde um kurz nach Fünf von langem, ausdauerndem Hundegebell geweckt. Diesmal sind es keine Lemuren, und bestimmt zwanzig Minuten lang geht das Hörspiel mit Gezeter, Gebelle, Radau und Theater. Anscheinend streiten sich etliche Vierbeiner, entweder um ihre Reviere oder – wesentlich wahrscheinlicher – um Essensreste aus der Küche. Als ich aufstehe, empfängt mich draußen ein konstanter Nieselregen. Nach gut einer Stunde wird es trockener, und es ist Zeit, den Tag mit neuen Entdeckungen zu füllen. Die Indris rufen wieder lange, aber sie sind auch wieder sehr weit weg.

Norden 2013

Cholesterin-U-Boote und gelber Regen

Wald in Analamazaotra

Auch der heutige Tag startet erstmal mit einem Zebu-Sandwich, liebevoll Cholesterin-U-Boot getauft. So könnte jeder Tag anfangen! Anto, Andrea und ich fahren mit Patrice und Daddy zum Nationalpark Analamazaotra. Vor dem Parkeingang liegt ein großer Parkplatz, und der ein oder andere französische Tourist scheint sich auch hierhin verirrt zu haben. Ein kleines Museum und ein Toilettenhaus, das war’s. Anmelden muss man sich trotzdem. Praktischerweise sitzt direkt vor dem Eingang schon ein Calumma brevicorne-Weibchen, was sich mächtig über uns aufregt.