Ostküste 2018

Durch den Fluss nach Vohimana

Ich habe geschlafen wie ein Stein. Der Wecker klingelt zu meinem Leidwesen bereits um sechs Uhr. Eigentlich möchte ich ganz gerne weiter schlafen, aber es gibt da nicht sonderlich viele Optionen heute.

Ostküste 2018

Rambutan und rote Panther

Pantherchamäleon

Ich sitze gerade an meinem Zebu-Sandwich, als die Indris leise aus dem Regenwald zu hören sind. Ihr Gesang untermalt mein Frühstück hervorragend, auch wenn es eigentlich wie immer viel zu früh ist.

Ostküste 2018

Bananen-Schwund

Schwarz-weißer Vari, Madagaskar

Bis zum Morgen hat sich meine Tüte mit den Guaven, die auf der Terrasse lag, auf wundersame Weise geleert. Wie genau diese wundersame Leerung von statten ging, kann ich nach dem Aufstehen bei offener Bungalowtür live und in Farbe bewundern.

Ostküste 2018

Field Work

Beim Frühstück sorgt eine Hamburgerin unfreiwillig für den Lacher am Morgen, als sich herausstellt, dass sie dachte, es gäbe hier Waschmaschinen. Naja, was soll man sagen – eher nicht so. Man wäscht hier eher noch ganz klassisch mit Hand und Seife. Vor allem mangels Strom, aber auch und vor allem mangels Waschmaschinen.

Ostküste 2018

Der Regen kommt

Palmarium

Der eigentliche Plan für heute sieht einen Ausflug zum Palmarium Beach, dem zweiten Standort des Palmarium ein paar Kilometer am Strand entlang vor, und danach einen Abstecher zum Vohibola Reserver. Das man übrigens auf Madagassisch „Wui-Bu“ ausspricht. Allerdings macht der Regen uns schnell einen Strich durch die Rechnung. Zyklon Eliakim schickt seine Vorboten und damit einen ordentlichen Sturm. Unser Bootsmann mag nicht nach Vohibola fahren.

Ostküste 2018

Warten im Zyklon

Rum am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen

Am Morgen herrscht immer noch Sturm. Der See schlägt riesige Wellen und sieht vom Bungalow fast aus wie das Meer. Selbst die Lemuren haben sich in den Wald zurückgezogen. Der Wind weht die Hängematte auf der Terrasse spielend durch die Luft, reißt an den Bäumen und zerrt an den Blättern des Dachs. Ich packe meine Reisetasche und flitze in meine Jacke gehüllt durch den Nieselregen zum Frühstück.

Ostküste 2018

Hochwasser

Hochwasser nach Zyklon Eliakim

Als ich aufstehe, ist der See relativ ruhig. Der Sturm hat sich gelegt, es regnet mäßig. Die Lemuren sind wieder unterwegs, der Zyklon scheint also vorbei zu sein. Rattie, das unförmig große graue Hybridenweibchen, versucht gemeinsam mit einem braunen Maki-Männchen namens Houdini, Bananen von der Terrasse zu klauen. (Pro-Tipp: Als Tierarzt darf man Namen vergeben, wenn man die Tierchen kennzeichnet.) Sonst ist weit und breit niemand in Sichtweite.

Ostküste 2018

Hinter den Kaffeeplantagen von Vavatenina

Calumma parsonii parsonii

Kaum bin ich aufgewacht, bin ich schon wieder nass geschwitzt. Eigentlich habe ich die Nacht über gefühlt durchgehend geschwitzt. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch und die Temperaturen liegen schon jetzt – kurz nach 6 – gut um die 30 Grad. Gefrühstückt wird heute nicht im Hotel, sondern auf der Straße. Mit den beiden Starex fahren wir aus Mahambo heraus und folgen den Asphaltresten der RN2 ein kleines Stück, bis wir an eine Kreuzung gelangen.

Ostküste 2018

Am Strand von Mahambo

Mahambo

Irgendwann relativ spät stehe ich auf. Es ist warm, der Sand unter meinen Füßen ist längst aufgeheizt. Die Wellen des Meeres schwappen sanft an den Strand und sind gerade im Begriff, zu verschwinden. Etliche Mynahs, mittelgroße schwarze Vögel, die mit den Beos verwandt sind, krähen von den Dächern des Nachbarhauses.

Ostküste 2018

Erdrutsche

Kurz nach Sonnenaufgang geht’s schon los. Ohne Frühstück fahren wir mit den beiden Starex aus Mahambo heraus. Die Straße ist auf den ersten Kilometern erträglich gut. Jede Menge Schulkinder kommen uns auf der Straße entgegen, alle in hellblauen Uniformen, aber barfuß. Vor einem Zaun hinter Antaratasy stehen Frauen und ein Junge mit Wäschekörben voll meeresfrischem Fang. Die Frauen bieten Krebse und Langusten an, der Junge hat kleine Fische an einer Schnur.