Norden 2013

Mein erster Tag auf Madagaskar

Der erste Eindruck von Madagaskar

Der Flug war ätzend. Ich hatte zum Glück war zwei Plätze statt einem und saß sogar am Fenster, aber leider auch direkt über den Turbinen. Während knapp 11 h Flug mit Air Austral gab es nicht wirklich Schlaf. Nie wieder sooo ein ätzender Langstreckenflug! Bei der Landung auf Réunion wurde mir richtig schlecht. Der erste Schritt nach draußen… ich laufe wie gegen eine warme, feuchte Wand.

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Ein Paradies für Chamäleons

Pantherchamäleon in Vohimana

Der Tag beginnt um 5:30, der Hahn aus dem Nachbardorf kräht lang und ausdauernd. Irgendein Hund bellt sich die Seele aus dem Leib – wie ich später erfahre, ist es nicht nur ein Hund, sondern auch eine Gruppe streitender Lemuren. Alles klebt. Ich hab jetzt schon mehr Mückenstiche als ich für gesund befinde. Trotz Moskitonetz, aber dessen Technik hab ich sowieso noch nicht so ganz durchschaut.

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Cholesterin-U-Boote und gelber Regen

Wald in Analamazaotra

Auch der heutige Tag startet erstmal mit einem Zebu-Sandwich, liebevoll Cholesterin-U-Boot getauft. So könnte jeder Tag anfangen! Anto, Andrea und ich fahren mit Patrice und Daddy zum Nationalpark Analamazaotra. Vor dem Parkeingang liegt ein großer Parkplatz, und der ein oder andere französische Tourist scheint sich auch hierhin verirrt zu haben. Ein kleines Museum und ein Toilettenhaus, das war’s. Anmelden muss man sich trotzdem. Praktischerweise sitzt direkt vor dem Eingang schon ein Calumma brevicorne-Weibchen, was sich mächtig über uns aufregt.

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Sonne, Hitze, Nachzuchtfarm

Blick auf den See vom Frühstück aus

Kurz nach 6 Uhr, es ist gerade hell – und VERDAMMT KALT.  Jetzt weiß ich auch, warum in dem Bungalow drei Decken übereinander liegen. Haare waschen fällt aus, ohne Föhn frier ich mir da ja das Gehirn weg. Kurz vor Sieben: Fällt doch nicht aus. Es wird schon wärmer. Übrigens habe ich einen gewissen Vorteil, so weit oben zu wohnen und jeden Tag zigmal die steilen Treppen zu erklimmen: Ich krieg als erstes warmes Wasser, weil der Warmwassertank direkt hinter meinem Bungalow steht. 

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Madagaskars Toiletten

Nördliches Hochland

Um sieben Uhr treffen wir uns zum Frühstück. Wie überall in Madagaskar dauert es, bis alle ihr Morgenmampf haben, die Küchen sind nicht so groß und eilig hat’s auch keiner.  Irgendwann sind aber trotzdem alle mit Tee, Saft, Rühreiern und Baguette versorgt. Die Jungs verpacken derweil kunstvoll unser Gepäck in Planen auf den Dächern der sechs Toyota Landcruiser, mit denen wir ab jetzt unterwegs sein werden.  Ich fahre mit Dimby, Antonella und Andrea – und darf dankenswerterweise den Beifahrersitz besetzen.

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Die Rache des Frosches

Lac Ravelobe

Die ganze Nacht ging es mir ziemlich bescheiden. Kreislauf, Magenkrämpfe, Übelkeit – die späte Rache des Frosches? Keine Ahnung. Morgens geht es wieder, aber schwindelig ist mir immernoch. Aber zumindest kann ich sagen, dass die Sterne über Ankarafantsika der Wahnsinn sind – Zeit genug, die zu beobachten, hatte ich heute Nacht ja.

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Duschen mit Gecko

Zonosaurus laticaudatus

Ein neuer Tag, nochmal um den See. Frühstück mit Makasoka und Cola. Diesmal geht’s mir aber blendend – und es ist sehr erstaunlich, wie schnell man in normalem Tempo plötzlich um den Lac Ravelobe kommt! Nur geht es diesmal andersrum um den Ravelobe.

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Mittagessen mit Hirn

Auf dem Weg nach Antsohihy

Früh am Morgen wird gepackt. Nachdem ich mit dem Sandkasten um mein Zelt einfach nicht sonderlich gut umgehen kann, werfe ich die mitzunehmenden Sachen und alles, was eingerollt werden muss, einfach aus dem Zelt raus auf die Betonfläche zwecks Entsandung. Luftmatratze, Schlafsack, Pulli, der Rucksack bekommt eine vorsichtigere Behandlung wegen des Fotoequipments, dann fliegen Kopfkissen und Handy hinterher.

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Im Reich der Pantherchamäleons

Pantherchamäleon aus Ankaramibe

Was ich gestern Abend noch nicht wusste: Mit Schlafen ist bei 30,9°C und ohne Klimaanlage sowieso nicht viel. Die Luft ist so extrem stickig, dass ich gegen drei Uhr nachts irgendwann das Fenster aufreiße, weil es einfach nicht aushaltbar ist in der Hitze. Das hat zur Folge, dass eine Million Stechmücken dem leckeren Geruch von Mensch folgen. Ich verbringe die nächsten zwei Stunden damit, mit Antibrumm, dem Ventilator, den Stechmücken und der Hitze zu kämpfen.

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Ein Besuch auf Nosy Faly

Pantherchamäleon auf Nosy Faly

Der Tag beginnt mit einem kleinen Frühstück. Im offenen Restaurant gibt es Baguette, Honig und Rührei. Dazu bekommt man ein Glas voll dicklicher, weiß-grünlicher Flüssigkeit. Soll Corasol sein oder sowas. Schmecken tut es, als habe man irgendeine Pflanze mit Wasser verrührt, nicht so mein Ding. Ich trinke es mal mutig trotzdem aus, irgendwer behauptet, es würde vor Krebs schützen (na, wenn das mal die böse Pharmaindustrie erfährt! 😉 ).