Ostküste 2018

Viel Regen im Reich der vielen Treppen

Uroplatus phantasticus

Der Tag beginnt nach ausgiebigem Frühstück auf der Hotelveranda mit dem üblichen vorbeifahrendem halben Schwein. Danach geht es früh in den Nationalpark. Unser Guide Diamondra wartet bereits auf uns, wir sammeln ihn unterwegs an seinem Haus auf. Ihn und seinen hübschen rosa Regenschirm.

Norden 2017

Ein Märchenwald voller Tiere

Calumma parsonii cristifer

Der Tag beginnt am frühen Morgen im kleinen, kommunal geführtem Park von V.O.I.M.M.A. mit Julienne, einem kleinen alten Mann. Eigentlich sollten Markus, Chrissi, Ines, Katja und ich heute mit Edwin unterwegs sein. Aber wir wollten in den kleinen Community Park und Julienne auch, er war dort nämlich gestern schon zwecks Tiersichtung fleißig unterwegs.

Südwesten 2017

Von Tanala bei Tag und Tanalahy bei Nacht

Furcifer balteatus

Ich wache früh morgens auf. Regen prasselt auf das Dach des Bungalows. Es hat die ganze Nacht über geregnet. Dunkle Wolken hängen tief über den Hängen, der Fluss ist vor lauter Nebel kaum zu sehen. Meine Trekkingschuhe sind nur unwesentlich trockener als gestern. Eigentlich sind sie immer noch so nass, dass man das Wasser aus dem Leder drücken kann. Als ich mich zum Frühstücken auf die kleine Terrasse vor das Restaurant setze, nieselt es nur noch. Das halbe Schwein fährt vorbei, wir frühstücken, und fahren danach wieder los in Richtung Nationalpark. Auch heute gabeln wir unterwegs Diamondra auf, der nur schulterzuckend meint, es habe in der Regenzeit schonmal mehr geregnet. Und heute niesele es ja nur.

Norden 2016

In Boxershorts der Fossa gegenüber

Uroplatus finiavana

In der Nacht hat es reichlich gestürmt und geregnet. Tatsächlich war es gut, die Zelte verschoben zu haben. Etliche große Äste sind abgebrochen und auf die Lichtung gestürzt. Angeluc und Angelin bestätigen, dass auch im übrigen Wald einige Bäume dem Wind nicht standhalten konnten. Überall liegen Äste und Blätter kreuz und quer. Der Campground-Wächter ist bereits mit einer Machete bewaffnet unterwegs, sammelt hier Äste auf und hackt dort einen Ast klein.

Norden 2016

Wie man einen Blattschwanzgecko bestellt

Das ist eher kein Blattschwanzgecko, aber ein winziges Erdchamäleon

Es ist früh am Morgen, als ich mich aus dem Zelt wurstele. Alles ist nass draußen, Nebel hängt über den Bäumen des Regenwaldes. Wasser tropft von den ausladenden Ästen der umliegenden Bäume auf das Zeltdach. Auf einem Bein hüpfend versuche ich, meine Hose, Socken und Trekkingschuhe anzuziehen, ohne nasse Füße zu bekommen. Dann wandere ich mit Zahnbürste und Kulturbeutel zum Wasserhahn zum Zähne putzen, und danach quer über den Campground bis zum Klohäuschen. Irgendwer scheint zu duschen, jedenfalls kommen schrille Quiektöne aus der Dusche. Das Duschwasser kommt direkt aus dem Berg, und es ist… naja, ein bisschen kühl?

Ostküste 2016

Die Magie der Diademsifakas

Ich liege noch im Bett, als ich die Indris rufen höre. Leise singen sie im Regenwald, und ich beschließe, dass das der richtige Soundtrack zum Aufstehen ist. Nach einer warmen Dusche und Anziehen laufe ich mit Tanala zum Restaurant, wo noch niemand außer uns ist. Nach und nach trudeln alle ein. Während ich gerade in mein Baguette beiße, sehe ich im Augenwinkel etwas gegenüber im Wald hupfen. Bestimmt wieder die Makis, denke ich noch. Aber nein, es sind drei Indris, die sich ausnahmsweise mal am Waldrand gegenüber des Hotels durch die Bäume bewegen.

Ostküste 2016

Alles voller Brookesia

Junges Parsons Chamäleon

Es ist früh am Morgen. Der Nebel hängt tief über dem Regenwald, und ich sitze beim üblichen Zebu-Sandwich und einer Cola auf der Terrasse des Feon’ny Ala. Chrissi hat sich auch ein Zebu-Sandwich bestellt, Tanala nimmt eines „ohne Hecke“, also ohne Tomaten, Zwiebeln und Salat, und Ines schließt sich dem an. Rakoto liefert alles exakt wie bestellt an den Tisch, während im Wald die Indris singen. Sie scheinen gar nicht so weit weg zu sein, denn man hört sie relativ laut rufen. So kann der Tag ja nur gut starten.

Ostküste 2016

Zurück im Königreich der Stufen

Ranomafana

Als ich am Morgen die hölzerne Tür des Bungalows öffne, schaue ich direkt auf die in Nebel gehüllten grünen Hügel auf der anderen Seite des Flusses. Ich mache mich schnell fertig und sortiere dann den Fotorucksack, so dass ich möglichst alles dabei habe für den Tag. Im besten Fall muss ich bis heute Abend kein einziges Mal die ganzen Stufen bis zum Bungalow hochlaufen. Varinia und Gunther winken schon von einem Baum wenige Meter entfernt. Sie haben einen Kometenfalter gefunden, der gerade zum Trocknen ruhig auf einem Blatt sitzt.

Nordosten 2015

Fotofieber im Regenwald der Träume

Ich habe bestens geschlafen. Die Nacht war angenehm kühl und es ist bis auf den leichten Nieselregen am Abend recht trocken geblieben. Tanala will schon um sechs Uhr aufstehen. Aber selbst um Sieben ist in der Gemeinschaftshütte außer den Guides und ein paar Köchen noch keine Menschenseele zu sehen. Ich setze mich auf einer schmalen Bank in die Küchenrunde, und bekomme prompt schon eine Tasse Tee vor die Nase gestellt. Dankbar lächelnd trinke ich einen Schluck. Die Sonne scheint auf den Berg, der heute ausnahmsweise nicht in Wolken gehüllt daliegt. Einer der Köche tippt mich plötzlich an und zeigt in den Wald: Ein blauer Coua sitzt inmitten der fantastischen Regenwaldkulisse. Was ein traumhafter Morgen.