Nordosten 2015

Brückentag

Phelsuma lineata

Der Morgen beginnt spät, oder zumindest sehr spät für Madagaskar. Ich schlafe bis neun Uhr aus. Als ich die Tür des Bungalows öffne und den bunten Vorhang zur Seite schiebe, strahlt die Sonne vom wolkenlosen, azurblauen Himmel. Zeit für einen schönen Spaziergang! Bevor ich aber weg komme, treffe ich vor der Hoteltür die Frau mit dem grünen Eimer voller Mangostan wieder. Was ein Glück, die Gute hat tatsächlich verstanden, was wir ihr mit Händen und Füßen zu erklären versucht haben.

Nordosten 2014

Auf Indrisuche in V.O.I.M.M.A.

Libelle in V.O.I.M.M.A.

Ich werde um kurz nach Fünf von langem, ausdauerndem Hundegebell geweckt. Diesmal sind es keine Lemuren, und bestimmt zwanzig Minuten lang geht das Hörspiel mit Gezeter, Gebelle, Radau und Theater. Anscheinend streiten sich etliche Vierbeiner, entweder um ihre Reviere oder – wesentlich wahrscheinlicher – um Essensreste aus der Küche. Als ich aufstehe, empfängt mich draußen ein konstanter Nieselregen. Nach gut einer Stunde wird es trockener, und es ist Zeit, den Tag mit neuen Entdeckungen zu füllen. Die Indris rufen wieder lange, aber sie sind auch wieder sehr weit weg.

Nordosten 2014

Wo die Tomatenfrösche wohnen

Schild in Maroantsetra, auf dem "Schützt die Tomatenfrösche" steht

Das Frühstück im Hotel lasse ich heute aus. Nur ein paar Meter vor dem Hotel rechts den Sandweg entlang gibt es einige kleine Holzhütten, die Makasoka für 100 Ariary pro Stück anbieten. Mmmh… den gleichen Weg laufen wir später alle zusammen entlang, um Pantherchamäleons zu suchen. Unterwegs finden wir einen Zimtbaum, und die noch grüne Rinde riecht schon stark nach dem weihnachtlichen Gewürz. Hinter den letzten Ausläufern der Stadt ist das ideale Gelände für Chamäleons: Relativ offenes Gelände, Gebüsch, Bäume, wenige Hütten dazwischen, kein dichter Wald.