{"id":710,"date":"2014-04-03T20:25:17","date_gmt":"2014-04-03T18:25:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.masika-sipa.de\/?p=710"},"modified":"2021-03-28T14:07:46","modified_gmt":"2021-03-28T12:07:46","slug":"im-nest-der-traeume","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/2014\/04\/03\/im-nest-der-traeume\/","title":{"rendered":"Im Nest der Tr\u00e4ume"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Morgens um Sieben h\u00fcpfe ich aus dem Bett \u2013 hier soll es Lemuren geben, und die muss ich sehen! Dass sie gleich vor meiner T\u00fcr sitzen, habe ich dann aber doch nicht erwartet. Drei rote, kleine Lemuren sitzen zwischen unserer und der Veranda gegen\u00fcber. Es sind Kronenmaki-Mohrenmaki-Mischlinge, die angelockt von Bj\u00f6rns Bananen auf der Veranda herumspazieren und zwischen den B\u00e4umen umher springen. Und sie sind rotzfrech! <!--more-->Kaum habe ich ein paar Rambutan ausgepackt, sitzen mir die Jungs schon auf der Schulter und angeln frech nach dem Obst in meinen Fingern. Als sie entdecken, dass eine ganze Bananenstaude sich hinter der T\u00fcr von Stefans und Bj\u00f6rns Bungalow verbirgt, greifen sie mit den H\u00e4nden sogar durch die Fenster und warten vor der T\u00fcr auf jeden kleinsten T\u00fcrspalt, durch den sie eine Banane ergattern k\u00f6nnten. Unter Begleitung der drei Lemurenbr\u00fcder geht es zum Fr\u00fchst\u00fcck, und auch hier ist Luxus angesagt: K\u00e4se habe ich auf ganz Madagaskar noch nicht gesehen, dazu gibt es eine ganze Schale voll Obst, Marmelade mit Zimt und Vanille, Jus naturelle, selbst gebackenes Brot, und und und&#8230; Einer der Hotelangestellten steht mit einem bunten Stock, der ein bisschen an ein Laserschwert aus Star Wars erinnert, vor der offenen Veranda des Restaurants. Wenig sp\u00e4ter verstehe ich auch, warum \u2013 er vertreibt die Lemuren, wenn sie doch zu frech werden und auf den Fr\u00fchst\u00fcckstisch zu springen versuchen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_745\" aria-describedby=\"caption-attachment-745\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-745\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8752-1024x651.jpg\" alt=\"Fr\u00fchst\u00fcck\" width=\"980\" height=\"623\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8752-1024x651.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8752-300x191.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8752-768x489.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8752-940x598.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8752-500x318.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-745\" class=\"wp-caption-text\">Darauf hat es der ein oder andere Lemur abgesehen<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck steht ein erster Ausflug in den Tieflandregenwald an. Bevor wir aber losgehen, gibt es aber schon mehr Tiere, als meine Kamera aufnehmen kann: Ein kleines <em>Furcifer pardalis<\/em> wackelt \u00fcber einen Ast und direkt gegen\u00fcber sitzt eine <em>Langaha madagascariensis<\/em> ruhig in einem Busch. Und die \u201eSchn\u00fcrsenkel\u201c-Schlange mit der bizarren Nase ist nicht nur wundersch\u00f6n, sondern auch f\u00fcr ihre Art enorm geduldig und ruhig. Normal kenne ich aufgew\u00e4rmte<em> Langaha<\/em> als sehr flinke, schnelle und neugierige, wenn auch nicht aggressive Trugnattern. Diese hier jedoch schl\u00e4ngelt sich zwar flink durch den Busch, h\u00e4lt aber immer wieder lange inne und zeigt wenig Tendenz, sich die Zweibeiner genauer anschauen zu wollen. Keine zwei Meter weiter findet Dimby einige kleine, bunte Fr\u00f6sche \u2013 so langsam werde ich doch noch zum Froschfan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als w\u00e4re das nicht genug, kommt zu der kleinen Ansammlung von Menschen und Tieren dann auch noch eine Gruppe Makis, darunter ein Kronenmaki-Weibchen mit einem kleinen Baby, das an ihrem Bauch h\u00e4ngt und sich nur selten auf den R\u00fccken traut. Das kleine Ding mit seinen gro\u00dfen, neugierigen Augen und der kleinen Nase ist die Niedlichkeit in Person und sofort mein pers\u00f6nlicher Favorit der Gruppe. Zum Gl\u00fcck ist seine Mama ein absoluter Obstjunkie, und springt sogar mit Nachwuchs auf die ein oder andere Schulter herum, um an Rambutan zu kommen. Der Papa des Kleinen, ein schwarzes Mohrenmaki-M\u00e4nnchen, ist auch in der N\u00e4he, traut sich aber nur auf wenige Meter heran und beobachtet uns lieber mit Sicherheitsabstand. Solange Menschen in der N\u00e4he sind, f\u00fchlen sich die Makis anscheinend sicher vor Schlangen und Co, und so steigt pl\u00f6tzlich das Makibaby vom sicheren Bauch seiner Mama und wagt die ersten Schritte allein auf einer riesgen Ravenala. Als die Makibande dann jedoch weiterzieht, sitzt der kleine Kerl j\u00e4mmerlich quiekend immernoch auf der gro\u00dfen Pflanze, und wei\u00df einfach nicht, wie er weiterkommt. Nach unten will das Baby nicht, und springen kann es noch nicht weit genug. Der Versuch, sich vorsichtig an einer Blattspitze entlang zum n\u00e4chsten Baum zu hangeln, misslingt und endet fast mit einem Absturz. Also sitzt es und fiept, bis nach gut einer Viertelstunde doch noch seine Mama kommt und ihr Baby wieder mitnimmt. Sonja k\u00e4mpft w\u00e4hrenddessen mit den frechen Makijungs, die ihr auf die Schulter gesprungen sind und ihr den Hintern ins Gesicht halten. \u201eBoah, hoffentlich pinkelt der jetzt nicht!\u201c -spricht&#8217;s und im gleichen Moment wird es feucht auf Sonjas T-Shirt.<\/p>\n<div id='gallery-4' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"655\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/me_mamaundbaby.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/me_mamaundbaby.jpg 1000w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/me_mamaundbaby-300x200.jpg 300w, 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Olivier nimmt eine kleine Basttasche mit zwei oder drei Bananen mit. Ein ebener, simpler und breiter Weg f\u00fchrt in den Regenwald. Nenneswerte Steigungen gibt es nicht, und so wird es ein sehr bequemer, leichter Spaziergang. Am Wegesrand entdecke ich hier und da eine Stabschrecke, w\u00e4hrend Olivier mit lauten Rufen versucht, eine bestimmte Gruppe Indris anzulocken. Seine Rufe klingen dabei erstaunlich echt \u2013 w\u00fcrden sie sich nicht immer wieder sehr exakt wiederholen, w\u00fcrde ich ihn fast f\u00fcr einen Indri halten. An einer Weg-Abzweigung folgen wir einem schmalen Trampelpfad in den Wald, aber auch hier bleibt das Gel\u00e4nde eben und einfach. Vielleicht kommt einem das nach Marojejy auch einfach nur vor, aber jeder Wald, den ich mir beim Laufen anschauen kann, hat definitiv einen geringeren Schwierigkeitsgrad!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind vielleicht 200 m gelaufen, da passiert das Unfassbare: Wir h\u00f6ren Indris antworten. Sie rufen, und die Rufe kommen n\u00e4her. Noch ein paar Meter laufen wir, dann sehen wir Indris durch die Baumwipfel springen. Wow! Diese beeindruckenden Tiere aus einer solchen N\u00e4he. Und es kommt noch besser: Als die Tiere Olivier entdecken, z\u00f6gern sie einen kurzen Moment, dann kommen sie n\u00e4her und springen an den B\u00e4umen herunter, bis sie auf Augenh\u00f6he mit Tanala, Manfred, Annemarie und mir sind. Ein unglaubliches Gef\u00fchl. Es sind zwei noch nicht ausgewachsene Jungs, deren Schwester und ein ausgewachsenes Weibchen, die Mama der drei. Ganz zutraulich beobachten sie uns und lassen sich von Olivier winzige St\u00fcckchen Banane geben. Dann gibt er mir ein St\u00fcck Banane in die Hand. Ich halte es dem gro\u00dfen Indriweibchen hin, und sie greift mit weichen Fingern meine Hand, zieht sie zu sich heran und nimmt mit ihren knallrosa Lippen ganz sanft das kleine Bananenst\u00fcck herunter. Es ist eine fantastische Erfahrung, dem gr\u00f6\u00dften lebenden Lemuren der Welt so nahe zu kommen. Das Fell der Indris ist seidenweich und fluffig, und ihre H\u00e4nde mit den winzigen Fingern\u00e4geln sind sanft wie kleine Samthandschuhe. Das kleine Makibaby hat soeben un\u00fcberwindliche Konkurrenz bekommen.<\/p>\n<div id='gallery-5' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"729\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_7932-Gro\u00df-729x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Indri indri\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_7932-Gro\u00df-729x1024.jpg 729w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_7932-Gro\u00df-214x300.jpg 214w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_7932-Gro\u00df-768x1079.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_7932-Gro\u00df-500x702.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_7932-Gro\u00df.jpg 769w\" sizes=\"auto, (max-width: 729px) 100vw, 729px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"708\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_7966-Gro\u00df-e1506698257553-708x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Indri indri\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure>\r\n\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Die drei Jungtiere sind noch sehr verspielt, sie springen die B\u00e4ume hoch und herunter, trauen sich mal n\u00e4her heran und hupfen wieder zur\u00fcck. Ihre Mama ist etwas abgekl\u00e4rter und beobachtet einfach nur die Menschen um sie herum aus ihren gr\u00fcnen Augen. Die Zeit vergeht wie im Flug, und es kommt mir wie gerade mal f\u00fcnf Minuten vor, als zwei ganze Bananen verf\u00fcttert sind und Olivier den vier Indris seine leeren H\u00e4nde zeigt. Einen Moment noch bleiben sie in unserer N\u00e4he, dann springen sie wieder in die Wipfel der B\u00e4ume und davon. Der Zauber ist vorbei. Immernoch v\u00f6llig beeindruckt laufen wir zur\u00fcck auf einen der breiten Hauptwege des Reservats. F\u00fcr den Rest des Tages ist ein seliges L\u00e4cheln auf meinem Gesicht. In einem anderen Teil des Regenwaldes ruft Olivier mit einem anderen Lockruf nach den Sifakas, aber sie scheinen nicht in der N\u00e4he zu sein. Niemand antwortet auf die lustig klingenden Rufe, die teilweise \u00c4hnlichkeit mit einem pfeifenden Teekessel haben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_733\" aria-describedby=\"caption-attachment-733\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-733\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8084-Gro\u00df-1024x658.jpg\" alt=\"Furcifer pardalis\" width=\"980\" height=\"630\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8084-Gro\u00df-1024x658.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8084-Gro\u00df-300x193.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8084-Gro\u00df-768x493.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8084-Gro\u00df-940x604.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8084-Gro\u00df-500x321.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8084-Gro\u00df.jpg 1681w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-733\" class=\"wp-caption-text\"><em>Furcifer pardalis<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Mittagessen sind wir zur\u00fcck am Restraurant und den Bungalows. Das Mittagessen f\u00e4llt f\u00fcr mich aus, ich gehe lieber den Rest des Tages auf dem weitl\u00e4ufigen Gel\u00e4nde nach Tieren suchen. Gleich neben der Sitzgelegenheit am Restaurant findet sich ein <em>Furcifer oustaleti<\/em> auf einem d\u00fcrren B\u00e4umchen. Etwas fotogener sind die kleinen Madagaskar-Baumleguane, die sich auf Steinen und an B\u00e4umen sonnen. Auch mehr Panthercham\u00e4leons finden sich, und die Jungs vom Hotel sagen im Laufe des Tages immer mal wieder Bescheid, wenn (und vor allem wo) sie ein weiteres Tier entdeckt haben. Die Panthercham\u00e4leons hier sind \u00e4hnlich Sambava rot und gr\u00fcn, eines davon hat zus\u00e4tzlich sehr viel Wei\u00df (das gef\u00e4llt mir besonders gut). Am Nachmittag sehe ich irgendwann pl\u00f6tzlich gro\u00dfe, schwarz-wei\u00dfe Gestalten durch die B\u00e4ume springen. Es sind zwei schwarz-wei\u00dfe Varis und etwa doppelt so gro\u00df wie die kleinen Makis, die sie auch vehement vertreiben. Daf\u00fcr sind sie um einiges scheuer als die kleinen frechen Makis. Ich biete beiden eine Rambutan an, aber nur einer der Varis traut sich, sich vorsichtig kopf\u00fcber vom Ast herunterzulassen, und mir die Frucht aus der Hand zu nehmen. Der andere m\u00f6chte zwar sehr offensichtlich auch gerne vom s\u00fc\u00dfen Obst profitieren, kommt aber nicht n\u00e4her als auf drei Meter heran. Als mein kleiner Vorrat aufgebraucht ist, laufen die beiden Varis hin\u00fcber zum Restaurant. Ungest\u00f6rt springen sie auf die Theke der Bar und schauen sich dahinter um. Anscheinend gibt es dort aber nichts Spannendes, und so setzt sich einer der beiden schwarz-wei\u00dfen Lemuren zwischen Restauran und Bar ins Dach und der andere erkundet die Theke des Restaurants, direkt vor der K\u00fcche. Als er dann jedoch seine Nase in den Vorhang zur K\u00fcche steckt, entdeckt R\u00e9mis den vierbeinigen Besucher und scheucht ihn mit lauten Rufen und Armgefuchtel nach drau\u00dfen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_734\" aria-describedby=\"caption-attachment-734\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-734\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8164-Gro\u00df-1024x678.jpg\" alt=\"Schwarz-wei\u00dfer Vari\" width=\"980\" height=\"649\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8164-Gro\u00df-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8164-Gro\u00df-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8164-Gro\u00df-768x509.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8164-Gro\u00df-940x623.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8164-Gro\u00df-500x331.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8164-Gro\u00df.jpg 1630w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-734\" class=\"wp-caption-text\">Schwarz-wei\u00dfer Vari auf dem Toilettenr\u00e4umchen<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Rest des Nachmittags verbringe ich ganz entspannt bei blauem Himmel im warmen Wasser des Sees. Das Wasser ist klar, nicht besonders tief und man kann \u00fcberall bis auf den Boden schauen. Ich schwimme ein paar Runden in der N\u00e4he des Stegs, beobachte ein paar Frauen aus dem Nachbardorf beim Fischen am Rand des Sees und steige um kurz vor F\u00fcnf aus dem Wasser, um mich abzutrocknen. Denn p\u00fcnktlich um kurz nach F\u00fcnf wollen wir los zu den Aye-Ayes. Dimby, Tanala, ich und Pascale steigen ins Boot. Wir nehmen eine Fischerfamilie aus einem benachbarten Dorf mit hin\u00fcber zu dem Gel\u00e4nde, wo wir die Tiere zu finden hoffen. Die Mutter in braunen Rock und einfacher Wickelbluse hat einen kleinen Jungen auf dem Scho\u00df, und ein etwas \u00e4lterer kleiner Junge in schmutzigem T-Shirt sitzt auf dem Hocker neben ihr. Das Baby auf dem Scho\u00df beobachtet die wei\u00dfen hinter sich mit gro\u00dfen, schwarzen Kulleraugen. Und irgendwann l\u00e4chelt es sogar mal ganz vorsichtig. Wir fahren eine ganze Zeit \u00fcber den See. Wovon die kleine Familie wohl lebt? Gr\u00f6\u00dfer k\u00f6nnte der Unterschied in einem einzigen Boot nicht sein: Wir, die wir hier Urlaub machen und wegen bestimmter Tiere mit einem Boot herumfahren, und diese kleine Familie, die ohne das Boot Kilometer weit zu Fu\u00df nach Hause laufen m\u00fcsste und das sicher auch oft genug muss. Die Bewohner der D\u00f6rfer hier in der Gegend leben meist von der Fischerei und den Fr\u00fcchten, die man hier ernten kann. Die n\u00e4chste gr\u00f6\u00dfere Stadt, Tamatave, ist \u00fcber 100 km entfernt, was f\u00fcr die Menschen hier mit ihrem kaum vorhandenen Einkommen eine fast unbezahlbare Weltreise darstellt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_747\" aria-describedby=\"caption-attachment-747\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-747\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8167-Gro\u00df-1024x683.jpg\" alt=\"Lac Ampitabe\" width=\"980\" height=\"654\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8167-Gro\u00df-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8167-Gro\u00df-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8167-Gro\u00df-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8167-Gro\u00df-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8167-Gro\u00df-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8167-Gro\u00df.jpg 1620w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-747\" class=\"wp-caption-text\">Am Bootssteg mit Blick auf den Ampitabe<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als wir das sandige Ufer erreichen, verabschiedet sich die kleine Familie. Durch das h\u00fcfthohe Wasser waten sie durch einen schmalen Flussabschnitt an das gegen\u00fcberliegende Ufer. Wir treffen auf vier M\u00e4nner, die sich seit einiger Zeit um die hier lebenden Aye-Ayes k\u00fcmmern und darauf achten, dass sie in Frieden gelassen werden. Das Gel\u00e4nde geh\u00f6rt zwar zum Reservat und ist damit in Privatbesitz, doch die Fingertiere sind bei den meisten Madagassen sehr unbeliebt. Zum einen sind es sehr unheimliche Tiere, die dem Glauben nach Ungl\u00fcck bringen, zum anderen r\u00e4ubern die Tiere angeblich in Maisfeldern und Kokosnuss-Plantagen. Das Gel\u00e4nde ist toll angelegt. Wei\u00dfe Sandwege f\u00fchren einmal im Kreis, einen H\u00fcgel nach oben und wieder herunter. Es ist gerade noch hell und wir schauen uns ein wenig um. Etliche Fressspuren finden sich an verschiedenen B\u00e4umen. Ein Aye-Aye entdecken wir jedoch nicht. Die Sonne geht unter und so setzen Dimby, Tanala und ich uns auf den sandigen Boden. Jetzt macht der Sand auch Sinn: Ber\u00fchrt man das Laub au\u00dferhalb der Wege, raschelt es verr\u00e4terisch \u2013 man w\u00fcrde damit die Tiere verscheuchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin gespannt, ob wir ein Aye-Aye zu Gesicht bekommen und wenn ja, ob es erwartungsgem\u00e4\u00df in 20 Metern Entfernung als Schatten vorbeihuscht oder sogar etwas n\u00e4her kommt. Schnell wird es dunkel und die Taschenlampen bleiben aus. Trotz langer Kleidung und einer beeindruckenden Menge Anti-Brumm werde ich von Stechm\u00fccken fast aufgefressen. Im Stockfinstern sitze ich hier mucksm\u00e4uschenstill im Sand und r\u00fchre mich nicht. Man kann schon auf bl\u00f6de Ideen in seinem Urlaub kommen! Fast eine halbe Stunde sitzen wir schweigend und bewegungslos auf dem Boden. Nicht mal meine H\u00e4nde sehe ich in der Finsternis. So langsam glaube ich, dass wir hier noch ewig warten k\u00f6nnen \u2013 woher sollen wir wissen, dass irgendwo ein Aye-Aye sitzt? Die k\u00f6nnten 10 cm vor meiner Nase sitzen und ich w\u00fcrde sie nicht sehen. Zumal wir zu den ersten geh\u00f6ren, die hierher kommen. Vielleicht sind die Tiere so scheu, dass sie gar nicht n\u00e4her kommen?<\/p>\n<figure id=\"attachment_735\" aria-describedby=\"caption-attachment-735\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-735\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8177-Gro\u00df-1024x622.jpg\" alt=\"Aye-Ayes\" width=\"980\" height=\"595\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8177-Gro\u00df-1024x622.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8177-Gro\u00df-300x182.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8177-Gro\u00df-768x467.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8177-Gro\u00df-940x571.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8177-Gro\u00df-500x304.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8177-Gro\u00df.jpg 1777w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-735\" class=\"wp-caption-text\">Ein unglaublicher Augenblick&#8230; ein Aye-Aye in der freien Natur!<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pl\u00f6tzlich raschelt es leise. Einer der M\u00e4nner hinter uns knipst die Taschenlampe an \u2013 und direkt vor uns im Baum sitzt ein Aye-Aye und fingert hochinteressiert an der ausgelegten Kokosnuss herum. Wow! So nah! Diese Begegnung \u00fcbertrifft alle Erwartungen \u2013 und es wird noch viel besser. Nicht nur ein Tier wuselt herum, sondern mehrere. Nach und nach trauen sie sich nacheinander heran. In Sekundenschnelle schaben sie mit ihren Biber-\u00e4hnlichen Z\u00e4hnen die Kokosn\u00fcsse auf, verschwinden dann mit ihnen in die B\u00e4ume und stecken den gruseligen verl\u00e4ngerten Mittelfinger in das Loch der Kokosnuss hinein und wieder heraus, um den Saft davon abzulecken. Okay, und sie lassen die leere Kokosnuss dann auch aus f\u00fcnf Metern H\u00f6he einfach nach unten plumpsen. Krach! Das will ich nicht auf den Kopf kriegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unglaublich leise bewegen die Aye-Ayes sich springend zwischen den B\u00e4umen. Nur hier und da ein leises Rascheln, das ist alles. Es sind wirklich kleine Waldgeister. Zumal ich sagen muss, dass ich pl\u00f6tzlich jeden Madagassen verstehe, der dieses bizarre Fabelwesen f\u00fcr einen Ungl\u00fccksbringer h\u00e4lt. Sie sind wirklich sagenhaft h\u00e4sslich: Wabbelige schwarze Lederohren, ein rosa Gesicht mit Pigmentflecken, riesige Biberz\u00e4hne, gelbe kugelrunde Glupschaugen, lange graue Haare im Fell und dieser wahnsinnig lange, extrem gut bewegliche Mittelfinger. Doch so h\u00e4sslich sie sind, so faszinierend und unglaublich sind die Aye-Ayes auch. In Sekunden ziehen sie uns alle in ihren Bann. Zu meinem v\u00f6lligen Erstaunen sind die Tiere mitnichten \u00e4ngstlich. Zwar sind sie sehr vorsichtig und n\u00e4hern sich nur langsam an, doch sobald sie merken, dass wir uns kaum bewegen und es lediglich immer mal wieder blitzt, trauen sie sich recht nahe heran und werden sogar regelrecht mutig. Ein gro\u00dfes M\u00e4nnchen ist so neugierig, dass es sogar vom Baum herabsteigt, auf dem Boden auf Dimby zul\u00e4uft und mit dem Finger an dessen externen Blitz klopft. Tocktocktocktocktock&#8230; vielleicht eine komisch geformte Kokosnuss? Im Gegensatz zu den Indris, die nie auf den Boden kommen, laufen die Aye-Ayes immer mal wieder recht ungest\u00f6rt auf den Wegen, und wir k\u00f6nnen manchen Tieren sogar vorsichtig folgen.<\/p>\n<div id='gallery-6' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"679\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8224-Gro\u00df-1024x710.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Aye-Ayes\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8224-Gro\u00df-1024x710.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8224-Gro\u00df-300x208.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8224-Gro\u00df-768x532.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8224-Gro\u00df-940x652.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8224-Gro\u00df-500x347.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8224-Gro\u00df.jpg 1558w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8189-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Aye-Ayes\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8189-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8189-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8189-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8189-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8189-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8189-e1505915237787.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"672\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8170-Gro\u00df-e1506698580551-1024x702.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Aye-Ayes\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8170-Gro\u00df-e1506698580551-1024x702.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8170-Gro\u00df-e1506698580551-300x206.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8170-Gro\u00df-e1506698580551-768x526.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8170-Gro\u00df-e1506698580551-940x644.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8170-Gro\u00df-e1506698580551-500x343.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8170-Gro\u00df-e1506698580551.jpg 1467w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8722-Gro\u00df-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Aye-Ayes\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8722-Gro\u00df-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8722-Gro\u00df-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8722-Gro\u00df-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8722-Gro\u00df-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8722-Gro\u00df-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8722-Gro\u00df.jpg 1620w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure>\r\n\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcbrigens: Die Tiere sind unglaublich schwierig zu fotografieren. Mein externer Blitz ist nicht einsetzbar, da er einfach zu lange zum Laden braucht. Aber auch mit dem internen Blitz ist es nicht einfach, die Taschenlampe einzuschalten, das Tier anzufokussieren, abzudr\u00fccken und dann noch einen sch\u00f6nen Moment erwischt zu haben. Die Aye-Ayes sind unglaublich flink, bewegen sich st\u00e4ndig und halten nur wenige Sekunden still. Nach einiger Zeit k\u00f6nnen wir die Tiere \u2013 und sie vermutlich uns \u2013 etwas einsch\u00e4tzen. Sie verschwinden nicht bei jeder Bewegung, man kann sich leise gegenseitig auf die Tiere aufmerksam machen oder nach Licht fragen. Die vielen Stechm\u00fccken sind l\u00e4ngst vergessen. Ich robbe mich \u00fcber den Boden, \u00fcberall habe ich Sand, knie auf einem Bein vor B\u00e4umen und krieche auf allen Vieren auf den Wegen. Es ist unbeschreiblich und ein fast zwei Stunden w\u00e4hrendes G\u00e4nsehaut-Erlebnis. Nie h\u00e4tte einer von uns erwartet, dass wir den Aye-Ayes so unglaublich nahe kommen. Selbst wenn die Fotos alle grottig sein sollten &#8211; allein das Erlebnis, diese kleinen Kobolde in ihrer nat\u00fcrlichen Umgebung zu erleben, ist einfach der Wahnsinn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendewann fl\u00fcstert Tanala, dass wir langsam wieder zur\u00fcck m\u00fcssen. Och, jetzt schon? Doch wir wollen die Tierchen nicht den ganzen Abend st\u00f6ren. Auf dem R\u00fcckweg zum Boot saust im Dunkeln pl\u00f6tzlich ein weiteres Aye-Aye \u00fcber unsere K\u00f6pfe und taucht direkt vor uns in Kopfh\u00f6he wieder auf. Als wir das Licht wieder anknipsen, l\u00e4sst das Tier ein erschrockenes Fauchen los, denn direkt vor ihm ist Tanalas Kopf aufgetaucht. Neugierig be\u00e4ugt uns das Tier, huscht hin und her und h\u00e4ngt kopf\u00fcber mal an diesem, mal an jenem Baumstamm. Dann entschlie\u00dft es sich, doch lieber nochmal nach den Kokosn\u00fcssen zu schauen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_749\" aria-describedby=\"caption-attachment-749\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-749 size-large\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8215-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"980\" height=\"654\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-749\" class=\"wp-caption-text\">Ein neugieriges Aye-Aye traut sich auf den Boden<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Stockfinstern besteigen wir das Boot. Pascale lenkt, und Dimby h\u00e4lt vorne eine Taschenlampe in Fahrtrichtung. Der Himmel ist sternenklar, und die kleine Sichel des Mondes h\u00e4ngt tief \u00fcber dem Horizont. Tausende von Sternen glitzern, w\u00e4hrend wir \u00fcber den schwarzen See fahren. In der Ferne sind winzig klein drei Lichter zu erkennen, es ist der Bootssteg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kaum haben wir den Steg erreicht, beginnt es zu regnen. Wir fl\u00fcchten ins Restaurant und genie\u00dfen erst einmal ein tolles Abendessen mit Zebu-Steak, Folienkartoffeln und Tomaten-Ei-Salat. Eine kleine Fledermaus flattert drau\u00dfen herum. Es war ein Traumtag heute, und die vielen Erlebnisse m\u00fcssen erst einmal verarbeitet werden. Tanala, Dimby, ich und Sylvain sitzen abends noch l\u00e4nger zusammen und bereden dies und jenes bei dem ein oder anderen Bier. Erst auf dem Weg zum Bungalow merke ich, dass ich todm\u00fcde bin. Akanin&#8217;ny Nofy, der Names dieses himmlichen St\u00fcckchen Erdes, bedeutet \u00fcbersetzt \u00fcbrigens &#8220;Nest der Tr\u00e4ume&#8221;. Und genau das ist es auch.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in Deutsch.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":720,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[276,253,28,280,281,29,83,17,284,265,41,42,279,283,278,282,285,277,18,254,255],"class_list":["post-710","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nordosten-2014","tag-akaninny-nofy","tag-aye-aye","tag-chamaeleons","tag-eulemur-coronatus","tag-eulemur-macaco","tag-froesche","tag-furcifer-oustaleti","tag-furcifer-pardalis","tag-heterixalus-betsileo","tag-heterixalus-madagascariensis","tag-indri","tag-indri-indri","tag-kronenmaki","tag-langaha-madagascariensis","tag-lemuren","tag-mohrenmaki","tag-oplurus","tag-palmarium","tag-pantherchamaeleon","tag-schwarz-weisse-varis","tag-varecia-variegata"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/710","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=710"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/710\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5882,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/710\/revisions\/5882"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/720"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=710"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=710"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=710"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}