{"id":694,"date":"2014-04-02T21:11:51","date_gmt":"2014-04-02T19:11:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.masika-sipa.de\/?p=694"},"modified":"2021-03-28T13:02:55","modified_gmt":"2021-03-28T11:02:55","slug":"mit-flugzeug-auto-und-boot-unterwegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/2014\/04\/02\/mit-flugzeug-auto-und-boot-unterwegs\/","title":{"rendered":"Mit Flugzeug, Auto  und Boot unterwegs"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wetter zeigt sich auch heute nicht von seiner besten Seite. Heute ist fr\u00fches Aufstehen angesagt, denn der Flug nach Toamasina (Tamatave) wird nicht auf uns warten.\u00a0 Vor dem Hotel treffe ich auf einen Einheimischen, der auf einem langen Ast ein altes<em> Furcifer pardalis<\/em>-M\u00e4nnchen angeschleppt hat. Er hat gestern von den Leuten in der Stadt geh\u00f6rt, dass hier eine Gruppe Vazaha nach Cham\u00e4leons gesucht hat. <!--more-->Ich gebe ihm ein kleines Trinkgeld f\u00fcr die M\u00fche, kassiere daf\u00fcr allerdings das Tier ein, damit es nicht weiter durch die Gegend getragen wird. Es ist schon \u00e4lter und sieht etwas mitgenommen aus, hat dicke Gelenke und Anzeichen von Maulf\u00e4ule \u2013 vermutlich auch bei diesem Tier der Grund, weshalb es auffindbar im niedrigen Geb\u00fcsch sa\u00df. Fotos mache ich kaum, ich bringe den \u00e4lteren Cham\u00e4leonherr stattdessen zu einer Gruppe buschiger B\u00e4ume. Konkurrenz gibt es dort keine f\u00fcr ihn, daf\u00fcr aber reichlich Futter und Tr\u00e4nkem\u00f6glichkeiten. Vielleicht erholt er sich ja wieder.<\/p>\n<figure id=\"attachment_696\" aria-describedby=\"caption-attachment-696\" style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-696\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/10153615_10202560040416877_1981642284_n.jpg\" alt=\"Flughafen von Maroantsetra\" width=\"960\" height=\"720\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/10153615_10202560040416877_1981642284_n.jpg 960w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/10153615_10202560040416877_1981642284_n-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/10153615_10202560040416877_1981642284_n-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/10153615_10202560040416877_1981642284_n-940x705.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/10153615_10202560040416877_1981642284_n-500x375.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-696\" class=\"wp-caption-text\">Der Flug wird ausgeschrieben<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegen zehn Uhr ist alles Gep\u00e4ck zusammenger\u00f6delt und alle steigen in den Bus. Doch als wir losfahren wollen, stellen wir fest, dass Thomas fehlt. Eine kleine Ewigkeit sp\u00e4ter trudelt er auch ein \u2013 war noch duschen &#8211; und wir fahren mit dem Bus \u00fcber die holprige Stra\u00dfe zu Maroantsetras kleinem Flughafen. Dort angekommen, finden wir eine bis auf wenige Personen verwaiste Halle vor, in der ein paar H\u00fchner herumlaufen. Der Schalter ist unbesetzt und bis auf die Dame hinter dem Tresen der Snackbar und drei oder vier G\u00e4sten ist niemand da. Optimistisch stelle ich mein Gep\u00e4ck in die kleine Reihe vor den leeren Schalter, hinter dem eine offene T\u00fcr nach drau\u00dfen auf den\u00a0 &#8211; ebenfalls leeren \u2013 Parkplatz f\u00fchrt. Auf der alten gr\u00fcnen Tafel neben dem Schalter stehen mit Kreide noch die Fl\u00fcge von gestern, ein Flug f\u00fcr heute ist gar nicht eingetragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es dauert keine zehn Minuten, da brummt ein Gel\u00e4ndewagen auf den staubigen Parkplatz. Es steigen ein paar M\u00e4nner aus, die sich Warnwesten anziehen und damit spontan zu Flughafenpersonal mutieren. Einer der M\u00e4nner schnappt sich ein St\u00fcck Kreide und tr\u00e4gt langsam den heutigen Flug auf der Tafel ein. Erst schreibt er den falschen Tag auf, wird korrigiert, bedankt sich und wischt die Tafel wieder leer, um sie korrekt zu beschriften. Wenig sp\u00e4ter geht es ans Gep\u00e4ck wiegen. Aber nicht nur das Gep\u00e4ck wird gewogen, auch ich selbst und alle anderen G\u00e4ste m\u00fcssen auf die antike Waage steigen. Zumindest sorgt dieses Vorgehen f\u00fcr einiges Gel\u00e4chter, bis dann auch jedem klar wird, warum alles so genau abgewogen werden muss: Wir fliegen mit einer <em>Twin Otter<\/em>, und das winzige Flugzeug kann kein \u00dcbergewicht vertragen. \u201eGenau\u201c ist bei der Waage allerdings auch relativ, denn sie zeigt bei allen zwischen vier und sieben Kilo zu wenig an. Mein Handgep\u00e4ck muss ich direkt einem Mann mit Wanrweste an der offenen T\u00fcr zur Landebahn geben \u2013 damit keiner mehr noch mehr Gewicht ins Handgep\u00e4ck schmuggeln kann. Die Boardkarte ist handgeschrieben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_695\" aria-describedby=\"caption-attachment-695\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-695\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/MG_7742-Gro\u00df-1024x683.jpg\" alt=\"Die Waage am Flughafen von Maroantsetra\" width=\"980\" height=\"654\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/MG_7742-Gro\u00df-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/MG_7742-Gro\u00df-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/MG_7742-Gro\u00df-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/MG_7742-Gro\u00df-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/MG_7742-Gro\u00df-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/MG_7742-Gro\u00df.jpg 1620w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-695\" class=\"wp-caption-text\">Check-In mit antiker Waage am Flughafen von Maroantsetra<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein paar Stunden sp\u00e4ter trudelt eine winzige Maschine auf der Landebahn ein, nachdem das Flughafenpersonal die letzten Zebus von der Landebahn verscheucht hat. Eine Sirene braucht&#8217;s hier nicht. Die Angestellten des Flughafens schieben eine Art Tritthocker vor das winzige Flugzeug, und immerhin 12 Leute steigen aus. Ich sto\u00dfe mir beim Einsteigen erstmal den Kopf, was bei 1,65 m schon etwas hei\u00dfen will. Die Sitzreihen sehen aus wie 60er-Jahre-Campingst\u00fchle mit Lederpolster, sind zusammenklappbar &#8211; und reichlich eng. \u00dcber meinem Kopf h\u00e4ngen zwei rostige Schrauben aus der Decke und ich sitze direkt am Notausgang neben zwei dicken Metallringen, die das Sitzen nicht bequemer machen. Die T\u00fcr zum Piloten direkt vor mir hat aus unerfindlichen Gr\u00fcnden die Form eines Sarges.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich startet die Maschine \u2013 Sicherheitseinweisungen gibt es nicht, der Pilot schaut kurz nach hinten, versichert sich, dass die T\u00fcr zu ist und es geht los. Keine 100 Meter braucht die Twin Otter auf der Buckelpiste, dann ist sie schon in der Luft. Kaum sind wir \u00fcber den B\u00e4umen, endet der schr\u00e4ge Flug. Ist das schon die Endflugh\u00f6he? Etwas ungl\u00e4ubig gucke ich aus dem Fenster. Naja, falls wir abst\u00fcrzen, kann man so einfach auf den n\u00e4chsten Baum springen. Letzendlich verl\u00e4uft der Flug prima und die Landung ist sanfter als jede auf Madagaskar zuvor. Der Fluhafen in Toamasina ist deutlich gr\u00f6\u00dfer. Immerhin gibt es hier wieder ein Band f\u00fcr die Koffer, und bei den paar G\u00e4sten muss auch niemand die Gep\u00e4cknummern kontrollieren.<\/p>\n<div id='gallery-2' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"960\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/10169123_10202560046417027_1859690582_n.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Twin Otter\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/10169123_10202560046417027_1859690582_n.jpg 720w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/10169123_10202560046417027_1859690582_n-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/10169123_10202560046417027_1859690582_n-500x667.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_7745-Gro\u00df-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Twin Otter\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_7745-Gro\u00df-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_7745-Gro\u00df-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_7745-Gro\u00df-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_7745-Gro\u00df-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_7745-Gro\u00df-500x334.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_7745-Gro\u00df.jpg 1619w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"578\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/10153310_10202560046297024_323494920_n-e1506697749924.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Twin Otter\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/10153310_10202560046297024_323494920_n-e1506697749924.jpg 960w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/10153310_10202560046297024_323494920_n-e1506697749924-300x181.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/10153310_10202560046297024_323494920_n-e1506697749924-768x462.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/10153310_10202560046297024_323494920_n-e1506697749924-940x566.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/10153310_10202560046297024_323494920_n-e1506697749924-500x301.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure>\r\n\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Christian, Rapha und Dimby warten schon auf uns. Das Gep\u00e4ck wird auf dem Dach unseres lila Hyundai-Bus geladen, und los geht die Reise. Bevor wir zum 90 km entfernten Manambato aufbrechen, machen wir noch einen kurzen Zwischenstopp in einem Supermarkt in Tamatave. Am riesigen Hafen der Stadt vorbei geht es Richtung Innenstadt. Wir passieren eine schier endlose Reihe von Lkws mit Containern, die vor den Toren des Hafens warten. An einer gro\u00dfen Stra\u00dfe, eine Gruppe Palmen teilt die Fahrbahnen, halten wir an. Sofort sind wir umringt von Bettlern und Verk\u00e4ufern, die Valihas (ein madagassisches Musikinstrument) und Bilder anbieten. Bettler habe ich\u00a0 bisher nur in Tana gesehen, aber Tamatave ist eine \u00e4hnlich arme Gro\u00dfstadt mit sehr \u00e4hnlichen Problemen und ebenfalls hoher Armut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Weg nach Manambato dauert eine gute Stunde auf einer sehr gut asphaltierten Stra\u00dfe namens RN2 mit nur wenigen L\u00f6chern. Viele Lkws und Taxibrousse sind unterwegs auf dem Weg nach Tana und nach Tamatave. Irgendwo halten wir an einem riesigen Obststand zwischen zwei H\u00fcttend\u00f6rfern, und ich erstehe einen gro\u00dfen geflochtenen Bastkorb, in dessen gr\u00fcnen Bananenbl\u00e4tternjede Menge Rambutan liegen. Kostenpunkt: 2500 Ariary. Bj\u00f6rn erstehe eine Bananenstaude. Eine Jackfruit nehme ich am Ende doch nicht mit, einfach weil sie gro\u00df und schwer ist. Sieben Kilometer vor Manambato biegen wir links\u00a0 Richtung See der K\u00f6nige ein. Und hier beginnt die Katastrophe. Mit einem Bus auf nicht-asphaltierten Wegen zu fahren ist eine Sache, aber dieser Weg ist einfach komplett offroad. Immer wieder setzt der Bus auf, rutscht weg, bleibt in L\u00f6chern h\u00e4ngen und nimmt Geb\u00fcsch und \u00c4ste am Rand des Weges mit. Christian, unser Fahrer, beh\u00e4lt jedoch eine Seelenruhe: Er ist hier schon oft gefahren und will uns soweit wie m\u00f6glich bringen. Jeden Meter, den der Bus nicht schafft, m\u00fcssen wir inklusive ALLEM Gep\u00e4ck laufen. Sogar durch einen kleinen Fluss f\u00fchrt der Weg, aber der Hyundai-Bus ist wirklich haltbar. Nicht nur einmal halte ich die Luft an.<\/p>\n<figure id=\"attachment_771\" aria-describedby=\"caption-attachment-771\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-771\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/obststand-Gro\u00df-1024x768.jpg\" alt=\"Obst, so weit das Auge reicht\" width=\"980\" height=\"735\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/obststand-Gro\u00df-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/obststand-Gro\u00df-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/obststand-Gro\u00df-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/obststand-Gro\u00df-940x705.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/obststand-Gro\u00df-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/obststand-Gro\u00df.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-771\" class=\"wp-caption-text\">Obst, so weit das Auge reicht<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Endlich erreichen wir Manambato, ein winziges, langgezogenes Dorf direkt am See der K\u00f6nige, das nur aus Holzh\u00fctten besteht. Wir sind fast da! Im <em>Acasias<\/em>, einem Hotel direkt am Strand, steigt die ganze Gruppe in ein langes, gro\u00dfes Boot mit Sonnendach um. Wir werden dabei etwas argw\u00f6hnisch von einer Gruppe halbnackter, wei\u00dfh\u00e4utiger Damen be\u00e4ugt, die sich offensichtlich beim Sonnenbaden gest\u00f6rt f\u00fchlen. Wir fahren direkt los, denn es liegen noch 26 km auf dem Wasser vor uns und bald geht die Sonne unter. Doch kaum ist das Boot im Wasser, m\u00fcssen wir nochmal zur\u00fcck: Dimbys Wasser steht noch am Strand. Mit Vollspeed fahren wir \u00fcber den See und durch Reusen-\u00e4hnliche Anlagen in den Canal des Pangalanes. Die Sonne geht langsam unter und es ist einfach wundersch\u00f6n. Das Wasser liegt vollkommen ruhig da, und der dichte Urwald am Ufer spiegelt sich darin. Die Sonne malt orange-rote Schatten in den Himmel. Au\u00dfer uns ist keine Menschenseele unterwegs. Nach einer guten Stunde erreichen wir den Lac Ampitabe, an dem das Palmarium liegt. Nun zeigt sich, dass wir gerade so noch in der Zeit liegen \u2013 die letzten f\u00fcnf Minuten bis zum Bootssteg fahren wir im Dunkeln.<\/p>\n<figure id=\"attachment_708\" aria-describedby=\"caption-attachment-708\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-708\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8889-Gro\u00df-1024x683.jpg\" alt=\"Canal des Pangalanes\" width=\"980\" height=\"654\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8889-Gro\u00df-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8889-Gro\u00df-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8889-Gro\u00df-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8889-Gro\u00df-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8889-Gro\u00df-500x334.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/MG_8889-Gro\u00df.jpg 1619w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-708\" class=\"wp-caption-text\">Canal des Pangalanes<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Steg stehen eine Menge Leute, die uns beim Tragen des Gep\u00e4cks helfen und jeden herzlich willkommen hei\u00dfen. \u00dcber den Steg laufe ich an den wei\u00dfen Sandstrand und dann eine steile Treppe nach oben. Oben angekommen, geht es erstmal ins wenige Meter entfernte Restaurant, ein sch\u00f6nes Geb\u00e4ude aus dunklen Holzpf\u00e4hlen und Palmblattdach. Auf dem Tisch brennen Kerzen und sogar Strom gibt es. An der Bar werden wir schon erwartet und Sylvain dr\u00fcckt mir ein Glas Begr\u00fc\u00dfungsdrink mit Zuckerrand in die Hand. Mmh, so kann\u00a0 es weitergehen. Tut es dann auch:\u00a0 Die Bungalows sind luxuri\u00f6s, mit H\u00e4ngematte auf der Veranda, einem tollen Bad und gro\u00dfem, bequemen Bett. Als ich mein Gep\u00e4ck \u00f6ffne und hineingreife, gibt es dann noch eine unsch\u00f6ne \u00dcberraschung: Ich habe einen blinden Passagier mitgebracht, die gro\u00dfe Fauchschabe springt mir direkt in die Hand. Ich tr\u00f6ste mich damit, dass eine Schabe immernoch besser als der gro\u00dfe Achtbeiner aus Maroantsetra ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einer kleinen Pause zum Frischmachen laufe ich zur\u00fcck zum Restaurant. Auf dem Weg durch den alten botanischen Garten, um den die Bungalows angelegt wurden, schaue ich in den Himmel \u2013 ein wundersch\u00f6ner Sternenhimmel zieht sich das Hotel und den Regenwald dahinter. In vielleicht zehn Minuten sehe ich vier Sternschnuppen. Mein Hunger h\u00e4lt mich davon ab, noch weiter in den Himmel zu starren. Direkt vor dem Restaurant leuchte ich \u2013 nur um mal zu schauen, ob es vielleicht schon irgendwo ein Cham\u00e4leon gibt \u2013 in einen Baum. Ein grummeliges Brummen ist die Antwort, denn ich habe direkt auf einen gro\u00dfen schwarz-wei\u00dfen Vari geleuchtet. Und der ist \u00fcber die Ruhest\u00f6rung nicht besonders erfreut. Einen kleinen Moment grunzt er vor sich hin, dann sucht er sich einen neuen Schlafplatz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Abendessen ist grandios, es gibt Brochettes mit Pommes und zum Nachtisch flambierte Bananen, alles gekocht und serviert von K\u00fcchenchef R\u00e9mis. Aber damit ist der Tag dann auch lange genug gewesen \u2013 wenig sp\u00e4ter liege ich schon im Bett und schlafe den Schlaf der Gerechten.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in Deutsch.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":698,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[276,275,49,248,50,17,273,272,52,110,271,246,161,277,18,274,269,268,270],"class_list":["post-694","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nordosten-2014","tag-akaninny-nofy","tag-canal-des-pangalanes","tag-flug","tag-flughafen","tag-flugtag","tag-furcifer-pardalis","tag-lac-ampitabe","tag-lac-rasoabe","tag-langstreckenflug","tag-lokalformen","tag-manambato","tag-maroantsetra","tag-offroad","tag-palmarium","tag-pantherchamaeleon","tag-see-der-koenige","tag-tamatave","tag-toamasina","tag-twin-otter"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/694","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=694"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/694\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5878,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/694\/revisions\/5878"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/698"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=694"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=694"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}