{"id":569,"date":"2014-03-28T21:04:31","date_gmt":"2014-03-28T20:04:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.masika-sipa.de\/?p=569"},"modified":"2021-03-28T12:17:18","modified_gmt":"2021-03-28T10:17:18","slug":"die-insel-der-blattschwanzgeckos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/2014\/03\/28\/die-insel-der-blattschwanzgeckos\/","title":{"rendered":"Die Insel der Blattschwanzgeckos"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe grandios erholsam geschlafen. Um halb sechs schon kr\u00e4ht \u2013 gef\u00fchlt direkt neben dem Bett \u2013 ein Hahn laut und ausgiebig. In das Morgenkonzert mischt sich das Gebell einiger Hunde, die sich entweder gerade pr\u00fcgeln oder gerade einen ungebetenen Gast entdeckt haben. Gegen sieben Uhr steige ich aus dem Bett, die Matratze ist im Gegensatz zu Sambava geradezu ein Wellnessbereich. F\u00fcr gro\u00dfe Menschen ist sie aber nicht gemacht, denn ich erreiche mit mein 1,65 m ohne die Arme auszustrecken sowohl das Kopf- als auch das Fu\u00dfende des Bettes. Der achtbeinige Besucher von gestern ist wieder an seinem angestammmten Platz im Bad, und wieder l\u00e4sst er sich zumindest leicht an seinen Zweitplatz au\u00dfer Sichtweite vertreiben. <!--more-->Angenehmer wird das Tierchen nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Fr\u00fchst\u00fcck reichen die wei\u00df besch\u00fcrzten M\u00e4dchen des Hauses einen orangenen Saft, den ich irrt\u00fcmlich als sehr hellen Orangensaft interpretiere. Schmeckt aber eher nach Melone und ich erfahre nebenbei, dass <em>jus naturelle<\/em> so ziemlich aus jedem Obst hergestellt werden kann, das gerade Saison hat. Der Fluss hat durch die N\u00e4he zum Meer gerade Ebbe und mittendrin ist er so niedrig, dass einige Fischer durch das nicht mal mehr knietiefe Wasser waten, um ihre ausgelegten Reusen zu kontrollieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute muss erneut das Gep\u00e4ck abgespeckt werden: Nur Kleidung, die wir auf Nosy Mangabe auch brauchen, d\u00fcrfen mit in den roten Seesack. Ich sortiere gro\u00dfz\u00fcgig aus, wer braucht schon mehr als eine Hose? Patrick ist derweil bei Air Madagascar, um die Fl\u00fcge in ein paar Tagen abzusichern. Unsere Motorboote warten direkt am (frisch reparierten) Anleger des Hotels. Mit einem monotonen Klonk-Klonk-Klonk schwanken sie in der Str\u00f6mung. Inklusive der gestern vor dem Abendessen bestellten Getr\u00e4nke! Und Klopapier. Es dauert eine Weile, bis alle nach und nach die Boote bestiegen haben. Schwimmwesten gibt es auch, es ist nur nicht f\u00fcr alle eine da \u2013 macht aber nichts, hier im Meer gibt es ja sowieso alle m\u00f6glichen Arten von Haien. Sollte man also kentern, nutzen die Schwimmwesten vermutlich eh wenig. Wobei die Madagassen glaubw\u00fcrdig versichern, hier h\u00e4tte es noch nie Haie gegeben. Irgendwann legt das Motorboot ab und unser Fahrer lenkt uns unter der Br\u00fccke hindurch zum Hafen, wo wir links noch einmal halten. Madame Sandra, unsere K\u00f6chin f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage, fehlt noch. Langsam tuckern wir auf ein wei\u00df-graues Boot am Anleger zu \u2013 und dotzen mit Schwung dagegen. Unser Fahrer springt in das andere Boot und von dort aus auf den h\u00f6lzernen Steg, aber Madame Sandra kommt schon angelaufen. Ihre K\u00fcchenhilfe, ein junges sch\u00fcchternes M\u00e4dchen, hat sie gleich mitgebracht. Nur unser Guide Augustin fehlt noch! W\u00e4hrend wir warten, kommt die Sonne raus und schlagartig wird es wirklich warm im Boot. Ich creme mich mit Sonnencreme ein \u2013 einen zweiten Sonnenbrand brauche ich nicht \u2013 und beobachte das Treiben im Hafen. Gegen\u00fcber liegt eine kleine Werft, in der ein gr\u00f6\u00dferes Schiff auf dem Trockendock liegt. Daneben befindet sich ein nicht sonderlich hoher, langer Zaun aus Bast, hinter dem eine ganze Schar Enten vor sich hin quaken. Eine madagassische Entenzucht? Nach einer Weile taucht Augustin auf und es kann losgehen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_588\" aria-describedby=\"caption-attachment-588\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-588\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6746-Gro\u00df-1024x683.jpg\" alt=\"Fischer vor Nosy Mangabe\" width=\"980\" height=\"654\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6746-Gro\u00df-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6746-Gro\u00df-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6746-Gro\u00df-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6746-Gro\u00df-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6746-Gro\u00df-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6746-Gro\u00df.jpg 1620w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-588\" class=\"wp-caption-text\">Fischer mitten auf dem Meer<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch den Hafen fahren wir langsam auf&#8217;s Meer zu. Das Wasser ist hier stellenweise extrem niedrig, weshalb wir einen gro\u00dfen Bogen nach rechts auf einige bewohnte Strandausl\u00e4ufer zufahren und dann kurz vorher einen scharfen Schwenk nach links ins offene Meer machen. Nosy Mangabe liegt schon in Sichtweite direkt vor uns, eine komplett von Regenwald bewachsene, dunkelgr\u00fcne Insel mit einem relativ hohen Bergr\u00fccken. Das Boot nimmt Fahrt auf und wir passieren einge Gruppe von Fischern, die gemeinsam zwischen\u00a0 ihren Pirogen Netze auswerfen. Mit der Piroge braucht es gut eine Stunde bis hier hinaus, und die wackeligen schmalen Einb\u00e4ume erkl\u00e4ren mir auch, warum die Madagassen nicht an die hier vorkommenden Haie glauben. Besser ist das&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das aufspritzende Wasser ist warm und\u00a0 benetzt mein Gesicht. Eine Weile fahren wir entlang der K\u00fcste Nosy Mangabes entlang, dann biegen wir in eine Bucht ein und fahren direkt auf einen schmalen Strand zu. Um ehrlich zu sein, eigentlich ist gar kein Strand da. Vielleicht 20 cm goldfarbenen Sand sehe ich, dahinter ist direkt Regenwald. Jean-Emil, einer unserer Guides, ein drahtiger kleiner Kerl, wirft den Anker aus und das Boot landet langsam r\u00fcckw\u00e4rts am Ufer an. Nach und nach springen alle aus dem Boot ins wadentiefe, warme Meerwasser. Ich laufe ein paar Meter und stehe direkt vor dem Begr\u00fc\u00dfungsschild der Insel, und damit auch auf der Hauptlichtung, von der die Wanderwege abgehen. Hinter der Lichtung befindet sich ein langgezogenes, kleines Haus, in dem K\u00fcche und \u201eVerwaltung\u201c untergebracht sind. Links f\u00fchrt ein Weg zu Toiletten und Duschen, rechts geht, nur von Gestr\u00fcpp vom Ufer entfernt, ein schmaler Pfad parallel zum Strand. Er f\u00fchrt entlang einiger H\u00fctten, oder zumindest etwas, das \u00fcbrig ist davon. Es sind im Prinzip H\u00fctten auf Stelzen mit Dach, aber ohne W\u00e4nde. Einige abgeknipste Stromschalter an den Holzbalken zeugen davon, dass jemand hier mehr zu bauen vor hatte, aber offensichtlich daran gehindert wurde. Naja, jetzt jedenfalls kann man unter den D\u00e4chern wunderbar sein Zelt aufschlagen: Trocken, ein leichter Wind sorgt f\u00fcr frische Luft, um mich herum der Regenwald. Die Flut ist sehr hoch, sie reicht bis an die obere Kante des Strands und l\u00e4sst kaum Sand \u00fcbrig. Direkt auf den Wegen zu den H\u00fctten\u00a0 finde ich viele fingerdicke L\u00f6cher, die von riesigen roten Schlupfwespen umflogen werden. Die sind wirklich ein bisschen unheimlich, zumal sie f\u00fcr ihre eigene Gr\u00f6\u00dfe riesige Beutetiere in die L\u00f6cher schleppen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_586\" aria-describedby=\"caption-attachment-586\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-586\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6736-Gro\u00df-1024x683.jpg\" alt=\"Nosy Mangabe\" width=\"980\" height=\"654\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6736-Gro\u00df-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6736-Gro\u00df-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6736-Gro\u00df-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6736-Gro\u00df-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6736-Gro\u00df-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6736-Gro\u00df.jpg 1620w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-586\" class=\"wp-caption-text\">Fischer vor Nosy Mangabe<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter einer der ersten H\u00fctten stehen Tische und B\u00e4nke sowie einige St\u00fchle, und so wird diese H\u00fctte zu unserem \u201eGemeinschaftsraum\u201c. In kurzer Zeit hat Madame Sandra ein leckeres Mittagessen aus Gurkensalat, Thunfisch, Reis und zum Nachtisch Rhambutan gezaubert. Die stacheligen, rot-violetten Fr\u00fcchte sind am s\u00fc\u00dfesten, wenn sie gerade schwarz werden. K\u00f6nnte zu einer meiner Lieblings-Obst-Sorten avancieren. Sowas wird man zu Hause niemals im Handel finden, denn die wirklich leckeren Rhambutan w\u00fcrden sicherlich bei uns als faul weggeworfen. Einige gr\u00fcne Orangen liegen auch auf den Tellern, und sie schmecken auch tats\u00e4chlich nach Orangen \u2013 auch wenn sie aussehen wie Zitronen. Die K\u00fcche \u2013 nat\u00fcrlich schaue ich mal rein \u2013 ist gar nicht mal so schlecht ausgestattet mit verschiedenen Feuerstellen und rudiment\u00e4ren Regalen, auch wenn die wie immer leer sind. Madame Sandra und ihre junge Hilfe, deren Namen ich mir leider nicht merken kann, schnibbeln Gem\u00fcse f\u00fcr&#8217;s Abendessen und lassen mich bereitwillig in die T\u00f6pfe lugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegen drei Uhr treffe ich mich mit den anderen zu einem kleinen Spaziergang entlang des Rundweges, der vorwiegend parallel zum Strand verl\u00e4uft. Vorsichtshalber habe ich lange Hosen und das \u201edurchstichsichere\u201c Hemd (hust) angezogen, denn Moskitos gibt es hier im Regenwald ohne Ende. Anti-Brumm habe ich auch schon reichlich auf mir verteilt. Wir laufen los und tauchen ein in den fantastischen Regenwald. \u00dcberall quakt es, das Meer rauscht und Insekten surren durch die Luft. Die Wege sind breit und v\u00f6llig flach, viel bequemer kann man wohl kaum auf Reptiliensuche gehen. Schon nach wenigen hundert Metern best\u00e4tigt sich, dass Nosy Mangabe die \u201eInsel der Blattschwanzgeckos\u201c ist: Mehrere Uroplaten finden wir am helllichten Tage, und das, obwohl sie platt an die \u00c4ste gedr\u00fcckt wirklich verdammt gut getarnt sind. Auch von Fr\u00f6schen wimmelt es nur so. Bunte Mantellen und winzige, braune spitznasige kleine Kerlchen springen \u00fcberall im Laub herum.<\/p>\n<div id='gallery-2' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6706-Gro\u00df-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Uroplatus fimbriatus\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6706-Gro\u00df-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6706-Gro\u00df-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6706-Gro\u00df-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/MG_6706-Gro\u00df-940x627.jpg 940w, 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sehr typischen Form. Nosy Mangabe wurde urspr\u00fcnglich zum Schutz dieser faszinierenden Lemuren gegr\u00fcndet, aber sie hier zu sehen, ist kaum m\u00f6glich. Erst Recht, seit durch das Treiben diverser sehr bekannter Nicht-Madagassen Nachtexkursionen in allen Nationalparks verboten wurden. An einem kleinen St\u00fcck Wald, wo vor allem eingeschleppter Bambus w\u00e4chst, sind besonders viele Fr\u00f6sche unterwegs. Kurz dahinter t\u00f6nt auf einmal ein lautes Geschrei durch den Wald. Es sind schwarz-wei\u00dfe Varis, von denen es hier ein paar Gruppen gibt. Zu sehen bekommen wir sie nicht, aber ihr lautstarker Streit folgt uns eine ganze Weile am Ufer entlang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inzwischen wird es Zeit f\u00fcr die Ebbe, und der goldfarbene Strand wird sichtbar. Der Weg f\u00fchrt uns direkt an den Strand, bis zu ein paar zusammengezimmerten H\u00fctten aus Baumst\u00e4mmen und \u00c4sten, in denen ein paar Fischer ihren Fang r\u00e4uchern. Graue Rauchschwaden ziehen \u00fcber den Strand. Die Fischer sind hier geduldet, eigentlich ist es aber nicht erlaubt, im Nationalpark (die Insel geh\u00f6rt zu Masoala) H\u00fctten zu bauen. Barfu\u00df laufe ich \u00fcber den Strand und meine F\u00fc\u00dfe sinken in den grobk\u00f6rnigen Sand ein. Die B\u00e4ume des Regenwaldes reichen direkt an den Strand, und die riesigen Baumkronen h\u00e4ngen tief \u00fcber den Sand herunter. Wenn Flut ist, stehen viele B\u00e4ume direkt im Wasser. Zu meiner \u00dcberraschung sind die B\u00e4ume direkt am Wasser die leichteste M\u00f6glichkeit, auf der Insel <em>Furcifer pardalis<\/em> zu sichten. Hier sind sie tief genug und es ist leichter, sie auf einzelnen \u00c4sten zu finden. Da es schon bald dunkel wird, hat sich ein M\u00e4nnchen bereits zum Schlafen auf einen Ast zur\u00fcckgezogen. Tolle Farben haben die Panthercham\u00e4leons hier, ein wundersch\u00f6nes Rot an Kopf, Brust und Bauch, das in\u00a0 sattes Gr\u00fcn ausl\u00e4uft. Die gefallen mir richtig gut! Langsam tr\u00f6dele ich zur\u00fcck, meiner Gruppe hinterher. Die Aussicht am Strand entlang \u00fcber das Meer ist grandios.<\/p>\n<figure id=\"attachment_570\" aria-describedby=\"caption-attachment-570\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-570\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/94B14058-A34D-412E-9751-7112435205C4-1024x768.jpg\" alt=\"Zelt auf Nosy Mangabe\" width=\"980\" height=\"735\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/94B14058-A34D-412E-9751-7112435205C4-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/94B14058-A34D-412E-9751-7112435205C4-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/94B14058-A34D-412E-9751-7112435205C4-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/94B14058-A34D-412E-9751-7112435205C4-940x705.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/94B14058-A34D-412E-9751-7112435205C4-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/94B14058-A34D-412E-9751-7112435205C4.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-570\" class=\"wp-caption-text\">Unser Luxus-Zelt auf Nosy Mangabe<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur\u00fcck im Camp besuche ich den kleinen Wasserfall, auf den ich schon die ganze Zeit neugierig war. \u00dcber eine kleine, patschnasse und dementsprechend glitschige Holzbr\u00fccke und eine aus Natursteinen gebastelte Treppe gelangt man zu einigen gro\u00dfen Felsen, an deren oberen Ende sich ein kr\u00e4ftiger Wasserfall ergie\u00dft. Ich halte meine F\u00fc\u00dfe in das k\u00fchle Quellwasser und genie\u00dfe den Regenwald um mich herum. Hier k\u00f6nnte ich gut bleiben. Doch schon wird es dunkel, oder vielmehr: Das Licht geht einfach aus. Es ist nicht wie in Europa, wo die Sonne ewig Zeit ben\u00f6tigt, um den Horizont zu erreichen. Hier wird es innerhalb von 15 Minuten zappenduster, und dazu gibt es keinerlei Lichtquellen in der Umgebung. Das hei\u00dft: Wo kein Mond hinscheint (und aktuell ist der Mond eine schmale Sichel), ist es rabenschwarze Nacht. Bl\u00f6d, dass meine Stirnlampe kaputt ist. Zum Gl\u00fcck konnte mir Stefan eine kleine Taschenlampe als Ersatz leihen. Ich tapse durch das dicke Laub zum Abendessen, und passend zum Inselleben bekommen wir Crevetten serviert. Strom gibt es hier keinen, und so sitzen wir romantisch bei Kerzenlicht mitten im Regenwald. Schon kurze Zeit sp\u00e4ter treibt es die meisten in Richtung der Zelte. Ich bin auch m\u00fcde, aber richtig. Die tolle frische Seeluft macht auch m\u00fcde. Leider ist der Himmel immernoch bew\u00f6lkt, und so bleibt mir heute keine M\u00f6glichkeit, den Sternenhimmel zu bewundern. Um unser Zelt, das Tanala liebevoll zum Luxusresort umgebaut hat (30 cm hohe Luftmatratze, mehrere aufgeklappte Schlafs\u00e4cke, dicke Kissen), fliegen einige Gl\u00fchw\u00fcrmchen. Sie leuchten witzig durch das Geb\u00fcsch, aber irgendwie scheinen sie einen Wackelkontakt zu haben. Ich kenne Gl\u00fchw\u00fcrmchen nur als st\u00e4ndig leuchtende kleine Punkte, diese hier aber blinken munter durch die Dunkelheit. Wahrscheinlich haben auch die ein Problem mit ihren Stromgeneratoren.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in German.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":575,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[253,145,186,251,78,28,256,123,17,184,121,110,220,246,113,250,18,37,254,115,252,255,168,80],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/569"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=569"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/569\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5870,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/569\/revisions\/5870"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/575"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=569"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=569"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=569"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}