{"id":3598,"date":"2017-04-07T18:39:32","date_gmt":"2017-04-07T16:39:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/?p=3598"},"modified":"2021-04-03T18:30:31","modified_gmt":"2021-04-03T16:30:31","slug":"von-schluchten-skinken-und-bierwetten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/2017\/04\/07\/von-schluchten-skinken-und-bierwetten\/","title":{"rendered":"Von Schluchten, Skinken und Bierwetten"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Nacht war eher unruhig. Um zwei war ich wach, weil jemand sehr laut geschnarcht hat. Um vier l\u00e4uft irgendein Vollpfosten laut quatschend um das Zelt. Und nebenbei ist die Luft komplett aus der nagelneuen Luftmatratze raus, weswegen Tanala und ich pl\u00f6tzlich auf Beton liegen. Super. Diverse fluchende Aufpumpversuche von Tanala sp\u00e4ter ist die Matratze wieder leer.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um sechs stehe ich auf, Tanala ist bereits auf dem Weg zum Z\u00e4hneputzen am Klo- und Duschh\u00e4uschen. Der Hahn im an den Park angrenzenden Dorf kr\u00e4ht schon seit einer halben Stunde. Wenigstens die Lemuren meinen es heute sehr gut mit mir: Schon vor Sieben sind Coquerel-Sifakas in den B\u00e4umen direkt am Campground. Eigentlich wollten wir um Sieben fr\u00fchst\u00fccken, das wird aber wegen akutem Lemurengucken verschoben. Mit gro\u00dfen Spr\u00fcngen bewegen sich die b\u00e4rchenhaften Lemuren mit dem wei\u00df-braunen Fell durch die hohen B\u00e4ume. Neugierig lugen sie durch die Bl\u00e4tter nach unten. Ein recht fotogener Trauerdrongo findet sich auch ein. Schlie\u00dflich verschwinden sie wieder in den Wald, und wir finden doch noch Zeit zum Fr\u00fchst\u00fccken.<\/p>\n<div id='gallery-5' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0008-683x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Drongo\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0008-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0008-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0008-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0008-940x1410.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0008-500x750.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0008-e1527612758420.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0003-683x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Coquerel-Sifaka\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0003-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0003-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0003-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0003-940x1410.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0003-500x750.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0003-e1527612776348.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure>\r\n\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwann sind dann auch alle fertig und es kann losgehen. Die Chicken Group ist unterwegs! Chrissi, Markus und Katja waren noch nicht hier, Ines und ich schon. Wir nehmen Mika mit, denn der hat sowas wie bionische Augen und ein Gesp\u00fcr f\u00fcr Cham\u00e4leons. Ndrema haben wir schon zum Fr\u00fchst\u00fcck herzlich begr\u00fc\u00dft. Er freut sich sehr, dass wir wieder hier sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir gehen heute ganz gem\u00fctlich zur Schlucht!\u201c, sagt er direkt beim Losgehen. Jaja, gem\u00fctlich und Ambalabongo-Canyon. Alles klar. Direkt hinter dem Campground f\u00fchrt Ndrema uns in den Trockenwald. Wir steigen ein paar flache Stufen nach oben. Mika entdeckt schon nach wenigen Metern ein weibliches <em>Furcifer rhinoeceratus<\/em> am Wegrand im Geb\u00fcsch. Es hat einen tollen orangefarbenen Schwanz und einen lila K\u00f6rper. Kurz dahinter entdecken wir an einem Baumstamm auf Kopfh\u00f6he einen riesigen Skink. Als Ndrema ihn sieht, freut er sich wie irre. Seit guten zehn Jahren hat er diese Art hier nicht mehr gesehen. Und wir entdecken so eine Seltenheit mal eben im Vorbeigehen am Baum! Es ist wohl aber nicht ganz gew\u00f6hnlich, dass der Skink so weit oben zu finden ist. Ndrema vermutet, dass irgendetwas ihn aufgescheucht hat.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3608\" aria-describedby=\"caption-attachment-3608\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3608 size-full\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0025-e1527613080918.jpg\" alt=\"Furcifer rhinoceratus\" width=\"1000\" height=\"667\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3608\" class=\"wp-caption-text\"><em>Furcifer rhinoceratus<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eigentlich wollten wir uns beeilen, um die Ambalabongo-Schlucht nicht erst gegen Mittag zu erreichen. Das klappt bisher eher so semi-gut. Ich lobe kurzerhand zwei THB f\u00fcr denjenigen aus, der heute ein M\u00e4nnchen von <em>Furcifer rhinoceratus<\/em> findet. Ich habe n\u00e4mlich bisher nur Jungtiere und Weibcen in Ankarafantsika gesehen und w\u00fcrde gerne mal so einen ausgewachsenen Nasentr\u00e4ger in seinem nat\u00fcrlichen Lebensraum beobachten. Ich habe das Angebot kaum ausgesprochen, da findet Ndrema auch prompt schon das erste M\u00e4nnchen. Es ist noch jung, aber das z\u00e4hlt trotzdem. Vom Alter hatte ich ja nichts laut gesagt\u2026<\/p>\n<div id='gallery-6' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0057-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Furcifer rhinoceratus\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0057-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0057-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0057-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0057-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0057-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0057-e1527613090751.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0036-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0036-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0036-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0036-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0036-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0036-500x333.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure>\r\n\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir tigern weiter bis an den Rand des Trockenwaldes. Etliche Hakennasennattern kreuzen den Weg. Sie sind hier blitzschnell durch die Hitze. Einer der Schlangen fehlt das rechte Auge, aber das scheint sie wenig zu st\u00f6ren. Sie bohrt gerade ihre Nase in den Boden, wahrscheinlich auf der Suche nach vergrabenen Eiern, die eine gute Mahlzeit abgeben w\u00fcrden. An einem dicken Baumstamm entdecken wir noch einen riesigen Madagaskarleguan, der gerade einen Skolopender verspeist. Leider erhasche ich kein Foto mehr. Da werden mir die <em>Oplurus<\/em> im Wald doch gleich noch sympathischer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich zeigt sich Licht am Waldrand. Vor uns liegt die Savanne. Ein breiter Weg aus rotem Laterit f\u00fchrt schr\u00e4g zwischen Zebugras in Richtung der Schlucht. Es ist inzwischen schon reichlich warm, und selbst der flache Weg bis hierhin bringt einen ins Schwitzen. Die Fotorucks\u00e4cke tun ihr \u00dcbriges dazu. Die Sonne steht immerhin noch nicht ganz oben am Himmel. Zu meinem Entz\u00fccken ist der Himmel v\u00f6llig wolkenverhangen. Das ist hier in der Savanne ein Segen, denn bei knallender Sonne ist die Hitze im kniehohen Gras fast unertr\u00e4glich. Das Laufen der paar Kilometer kann dann schnell zur Tortur werden. Heute aber nicht. Ein angenehmes L\u00fcftchen weht sogar, und der Weg zur Ambalabongo-Schlucht ist gut ertr\u00e4glich. Schwitzen tun wir nat\u00fcrlich trotzdem alle ziemlich viel, aber keiner f\u00e4llt um und keinem wird schlecht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ndrema zeigt uns kurz die Schlucht von oben. Wegen des unbest\u00e4ndigen Materials brechen immer mal wieder Teile der Schlucht w\u00e4hrend der Regenzeit ein. Genau dort, wo ich letztes Jahr Fotos gemacht habe, fehlen gute f\u00fcnfzig Meter Boden. Sie sind einfach in die Schlucht gerutscht. Wir laufen weiter zu der kleinen H\u00fctte am Waldrand, von der man in die Schlucht hinunter steigt. Bei einer kurzen Pause schaut Mika sich in den B\u00e4umen um die H\u00fctte um, und findet \u2013 zack! \u2013 noch ein <em>Furcifer rhinoceratus<\/em>-M\u00e4nnchen. Schon vier Bier weg, hui.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3612\" aria-describedby=\"caption-attachment-3612\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3612\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0093-e1527613102542.jpg\" alt=\"Furcifer rhinoceratus\" width=\"1000\" height=\"667\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3612\" class=\"wp-caption-text\"><em>Furcifer rhinoceratus<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Weg runter in die Schlucht ist inzwischen nur noch ein Hang voll Sand. Die Treppenstufen, die letztes Jahr zumindest noch rudiment\u00e4r vorhanden waren, sind inzwischen vollst\u00e4ndig verschwunden. Nicht mal mehr die Holzstecken, die von den Stufen \u00fcbrig geblieben waren, sind noch zu erkennen. Ich rutsche und gleite mit den Schuhen den Sand herunter, ganze Berge von Sand mitnehmend. Die anderen machen es genauso. Runter geht es leicht!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unten in der Schlucht ist es echt warm. Z\u00fcgig l\u00e4uft Ndrema voran bis zu einer Wand mit einem schmalen Saum von Schatten davor. Viele kleinere und gr\u00f6\u00dfere Erdrutsche haben die Schlucht ver\u00e4ndert. Auch an der Wand, in der ich schon mehrfach gesessen habe, ist nur noch halb so viel Platz. Wir reihen uns im Schatten auf und verschnaufen erstmal. Die Farben der Schlucht sind der helle Wahnsinn. Rot und orange leuchten die W\u00e4nde. Am Boden haben sich bizarre kleine Figuren gebildet. Ein Wunderwerk der Natur.<\/p>\n<blockquote class=\"ricoh-theta-spherical-image\" data-width=\"850\" data-height=\"550\"><p>Ambalabongo-Schlucht im Nationalpark Ankarafantsika, Region Boeny, West-Madagaskar , April 2017 &#8211; <a href=\"https:\/\/theta360.com\/s\/2eVqZcjTg5AFJItWTtuPL8A9A\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Spherical Image &#8211; RICOH THETA<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/theta360.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber der Schlucht kreisen Schieferfalken. Zwei lassen sich sogar sehr fotogen in der Schlucht nieder, aber es ist einfach zu warm f\u00fcr Fotos. An dieser Stelle ein kleines Lob auf die Chilly\u2019s bottle: Ich hatte noch nie eine Flasche, die Getr\u00e4nke so hervorragend \u00fcber 48 Stunden kalt gehalten hat. Ich gebe die Flasche herum, und jeder genie\u00dft einen Schluck Cola aus der eiskalten Flasche. Das tut hier unten echt gut!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bevor bei allen die totale M\u00fcdigkeit von der Mittagshitze einsetzt, machen wir uns wieder auf den Weg. Markus klettert am Ende der Schlucht gerade auf den brusthohen Laterith\u00fcgel, hinter dem der Sandpfad nach oben beginnt, als er das vierte <em>Furcifer rhinoceratus<\/em> des Tages entdeckt. Und, wen wundert\u2019s, es ist ebenfalls ein M\u00e4nnchen. Mit einer \u00e4u\u00dferst beeindruckend gro\u00dfen Nase. Das scheint heute ein teurer Tag f\u00fcr mich zu werden.<\/p>\n<blockquote class=\"ricoh-theta-spherical-image\" data-width=\"850\" data-height=\"550\"><p>Ambalabongo-Schlucht im Nationalpark Ankarafantsika, Region Boeny, West-Madagaskar , April 2017 &#8211; <a href=\"https:\/\/theta360.com\/s\/lHU63bYrdxNbOmMDjHd3wU4wa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Spherical Image &#8211; RICOH THETA<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/theta360.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da Ndrema sich mit Grauen an meinen letzten Aufstieg aus der Schlucht erinnert, \u00fcbernimmt er freiweillig meinen Rucksack, und stapft seelenruhig damit durch den Sand nach oben. Er ist hager und sehnig, und wiegt wahrscheinlich etliche Kilo weniger als ich, obwohl er deutlich gr\u00f6\u00dfer ist. Nix au\u00dfer ein paar Muskeln dran. Damit kommt man allerdings den Weg von der Ambalabongo-Schlucht deutlich besser nach oben. F\u00fcr mich wird\u2019s eher b\u00f6se. Mit diversen Pausen, weil mein Kreislauf einfach gar keine Lust mehr hat, krabbele ich auf allen Vieren nach oben. Die 200 Meter steil den Hang hinauf ziehen sich, und im Sand rutschen meine F\u00fc\u00dfe immer wieder einfach zur\u00fcck. Ich habe das Gef\u00fchl, doppelt so weit zu laufen wie der Weg eigentlich ist. Mika grinst in sich Hinein und wartet geduldig, bis ich mich bis zur H\u00fctte nach oben gearbeitet habe. Oben ist erst einmal eine lange Pause angesagt. Ich trinke mein Wasser aus und sch\u00fctte mir einen Teil noch \u00fcber den Kopf. Dann ist es auch wieder gut mit dem Kreislauf.<\/p>\n<div id='gallery-7' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"735\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0042-1024x768.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"In der Ambalabongo-Schlucht\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0042-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0042-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0042-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0042-940x705.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0042-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0042.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"551\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0063-1024x576.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"In der Ambalabongo-Schlucht\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0063-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0063-940x529.jpg 940w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure>\r\n\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Weg durch die Savanne zur\u00fcck in den Trockenwald ist anstrengend, aber es geht ganz gut. Eine gro\u00dfe Gruppe Sch\u00fcler kommt uns entgegen, die H\u00e4lfte in Jeans und Flip-Flops. Rot-goldene Minikleider scheinen auch gerade angesagt zu sein. Ndrema erkl\u00e4rt, dass die Sch\u00fcler offenbar immer noch nicht gesagt bekommen, wann sie einen Ausflug machen. Entsprechend kommen sie morgen in Schulkleidung und gehen dann auch genauso \u2013 unvorbereitet &#8211; in den Wald. Wir stapfen freundlich gr\u00fc\u00dfend in unseren Trekkingklamotten an der Schulklasse vorbei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf einer Holzbank am Waldrand pausieren wir gleich nochmal, und allen l\u00e4uft inzwischen der Schwei\u00df in Str\u00f6men. Ich kippe mir den letzten Rest Wasser in den Nacken. Eigentlich k\u00f6nnte ich meinen Rucksack auch l\u00e4ngst wieder selbst tragen, aber irgendwie m\u00f6chte Ndrema ihn nicht wieder zur\u00fcckgeben. Na, mir soll es Recht sein. Der Wald l\u00e4sst sich mit 15 kg weniger auf dem R\u00fccken gleich viel besser genie\u00dfen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3600\" aria-describedby=\"caption-attachment-3600\" style=\"width: 1280px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3600\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0043.jpg\" alt=\"In der Ambalabongo-Schlucht\" width=\"1280\" height=\"960\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0043.jpg 1280w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0043-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0043-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0043-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0043-940x705.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG-20170409-WA0043-500x375.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3600\" class=\"wp-caption-text\">Gruppenfoto am Waldrand nach der Ambalabongo-Schlucht<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Ruhe laufen wir den sandigen Waldweg zur\u00fcck Richtung Campground. Hier und da sitzen Madagaskarleguane an Baumst\u00e4mmen. Ndrema meint irgendwo, wir sollen kurz auf ihn warten, und verschwindet zwischen den B\u00e4umen. Wenig sp\u00e4ter holt er uns ab und f\u00fchrt uns durch Gestr\u00fcpp und Geb\u00fcsch bis zu einem hohen Baum. An dessen Spitze lugt ein kleines, felliges Gesicht mit gro\u00dfen Augen aus einem Astloch: Ein Wieselmaki oder <em>sportive lemur<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Nachmittag sind wir zur\u00fcck im Camp. Sechs<em> Furcifer rhinoceratus <\/em>haben wir auf unserer Wanderung entdeckt. Ich begebe mich erstmal ins Restaurant, um meine THB-Schulden bei Markus, Ndrema und Mika zu begleichen. Mir selbst spendiere ich auch eines, auch wenn ich selbst nur Weibchen gefunden habe. Erneut sind wir die letzten, die von unseren drei Gr\u00fcppchen zur\u00fcck ins Camp kommen. Eric und Andry spurten sogleich los, um uns noch ein sp\u00e4tes Mittagessen zu servieren.<\/p>\n<div id='gallery-8' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0075-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Furcifer rhinoceratus\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0075-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0075-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0075-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0075-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0075-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0075-e1527613114924.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0133-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Furcifer rhinoceratus\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0133-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0133-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0133-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0133-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0133-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/27A0133-e1527613126163.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure>\r\n\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t\t<\/div>\n\n<figure id=\"attachment_3602\" aria-describedby=\"caption-attachment-3602\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3602\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG_3089-e1527612408782-225x300.jpg\" alt=\"In der Ambalabongo-Schlucht\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG_3089-e1527612408782-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG_3089-e1527612408782-500x667.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/IMG_3089-e1527612408782.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3602\" class=\"wp-caption-text\">Offenbar hatte ich Socken an.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ersch\u00f6pft lassen wir uns auf die St\u00fchle der Essensh\u00fctte fallen. Es gibt kleine Schnitzel, das beste Pfefferfleisch der Welt mit Reis, Ingwer-Karotten und Ingwer-Karotten. Ein Genuss! Hungrig leeren alle die Teller. W\u00e4hrenddessen erreicht auch die Schulklasse, der wir vorhin begegnet sind, den Campground. Schnatternd und quietschend besetzen die 15- und 16j\u00e4hrigen die Duschen. Also bilden wir eine Duschschlange, bis irgendwann mal eine Dusche wieder frei wird. Drinnen stinkt es wie im Pumak\u00e4fig und Strom gibt es noch nicht. Also dusche ich im Dustern, was allerdings dazu f\u00fchrt, das meine aus unerfindlichen Gr\u00fcnden dunkelrot verf\u00e4rbten Beine nicht so richtig sauber werden. Ich vermute, der Dreck ist beim Aufstieg aus der Ambalabongo-Schlucht in meine Hosenbeine geweht. Egal. Die Dusche hat sich trotzdem gut angef\u00fchlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bald schon ist es dunkel. Ich bastele im Schein der kleinen Gl\u00fchbirne \u00fcber dem Essentisch den Fieldguide f\u00fcr Ndrema fertig. Es soll eine kleine \u00dcberraschung werden. Nach dem Abendessen merken dann doch alle, dass der Tag anstrengender war als gedacht. Fr\u00fch geht es in die Zelte und auf die Luftmatratzen.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in Deutsch.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3615,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[312],"tags":[582,93,77,78,286,563,87,285,287,523,326,581,343,557,147],"class_list":["post-3598","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-norden-2017","tag-360-aufnahmen","tag-ambalabongo-schlucht","tag-ankarafantsika","tag-camping","tag-coquerel-sifakas","tag-drongo","tag-furcifer-rhinoceratus","tag-oplurus","tag-propithecus-coquereli","tag-schieferfalke","tag-skink","tag-skolopender","tag-trockenwald","tag-voegel","tag-wieselmaki"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3598","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3598"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3598\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6041,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3598\/revisions\/6041"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3615"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3598"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3598"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3598"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}