{"id":3318,"date":"2017-03-26T21:34:54","date_gmt":"2017-03-26T19:34:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.masika-sipa.de\/?p=3318"},"modified":"2021-03-29T20:37:28","modified_gmt":"2021-03-29T18:37:28","slug":"sonntags-traegt-man-axt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/2017\/03\/26\/sonntags-traegt-man-axt\/","title":{"rendered":"Sonntags tr\u00e4gt man Axt"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sonne steht schon hoch am Himmel, als wir am Vormittag Ranohira verlassen. An einem kleinen L\u00e4dchen mitten in der kleinen Stadt haben wir noch Getr\u00e4nke eingekauft. Allerdings scheint mein Wasser schon offen gewesen zu sein, weshalb ich es erstmal nicht trinke. Andry lenkt den kleinen Bus \u00fcber die langen, scheinbar ins Endlose reichenden Stra\u00dfen raus aus dem Isalogebirge. Die bizarren Felsformationen begleiten uns noch eine ganze Weile, und nat\u00fcrlich halten wir unterwegs f\u00fcr ein paar Fotos. Es ist schon unglaublich hei\u00df, die Sonne brennt vom Himmel auf das noch von der Regenzeit gr\u00fcne Gras der Savanne und kocht jeden, der sich ohne Kopfbedeckung auf die Stra\u00dfe wagt. <!--more-->Als ich gerade an der K\u00f6nigin von Isalo ein Foto mache, kommt ein gelber Lkw vorbeigefahren. Auf der Seite prangt eine mir wohlbekannte Aufschrift \u201eDie Post\u201c. Achja. Deutschland exportiert ganz sch\u00f6n viele LKWs hierher. Auch einem Edeka-Laster bin ich auf der Insel schon begegnet. Umlackieren wird einfach \u00fcberbewertet. Wegen des Tipps eines anderen Madagaskarreisenden laufe ich ein wenig am Stra\u00dfenrand herum auf der Suche nach <em>Typhlops<\/em>. Allerdings finde ich so gut wie keine Steine, die man umdrehen k\u00f6nnte. Was herumliegt, ist entweder Kies oder viel zu gro\u00df, um es auch nur anzustupsen.<\/p>\n<div id='gallery-4' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"615\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8226-e1526934031994-1024x643.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Isalogebirge\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8226-e1526934031994-1024x643.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8226-e1526934031994-940x590.jpg 940w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8232-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Isalo\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8232-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8232-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8232-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8232-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8232-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8232-e1526934098135.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure>\r\n\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Die beiden Baobabfr\u00fcchte, die Dimby in Morondava gekauft hatte, liegen immer noch im Auto. Jos\u00e9 \u00f6ffnet eine, indem er mit der Handkante eine Bruchlinie exakt in der Mitte der Frucht schl\u00e4gt. Wir teilen, jeder bekommt eine H\u00e4lfte. Dann wird w\u00e4hrend des Fahrens Baobabfrucht gemampft. Das Fruchtfleisch ist gelblich und hat eine Konsistenz, die Moosgummi oder Schaumstoff \u00e4hnelt. Im Fruchtfleisch liegen Unmengen dicker Kerne, die ich flei\u00dfig ablutsche, um sie sp\u00e4ter aus Versehen in meinen Hosentaschen nach Hause mitzunehmen. Das Baobab-Fruchtfleisch schmeckt leicht s\u00e4uerlich, \u00e4hnlich dem von Tamarinden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3324\" aria-describedby=\"caption-attachment-3324\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3324\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8236-1-e1526934161657.jpg\" alt=\"Baobabfrucht\" width=\"1000\" height=\"667\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3324\" class=\"wp-caption-text\">Baobabfrucht, in zwei H\u00e4lftchen gebrochen<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Landschaft s\u00fcdlich von Isalo wird karger und karger. Endlose Savanne, ab und zu sieht man Zebuherden vorbeiziehen. Ilakaka, die Stadt der Saphire, ist weiter gewachsen. Und irgendwer kam auf die glorreiche Idee, Betonschwellen auf der Route nationale durch die Stadt zu installieren. Das freut in der Hochburg der Kriminalit\u00e4t ungemein, den durchschnittlichen Reisenden eher weniger. Andry st\u00f6rt sich, wie wir schon seit Morondava wissen, eher wenig an Bodenschwellen und rast relativ ungebremst dar\u00fcber hinweg. Gut, dass ich klein bin und daher nicht jedes Mal mit dem Kopf ans Dach sto\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die n\u00e4chst gr\u00f6\u00dfere Stadt ist Sakaraha. Man merkt, dass so langsam der S\u00fcden und damit eine v\u00f6llig andere Mentalit\u00e4t \u00fcbernimmt. Es ist Sonntag, und offenbar geht man sonntags in Sakaraha gerne mit seiner Waffe spazieren. Jede Menge M\u00e4nner flanieren entlang der staubigen Stra\u00dfe, mit uralten Gewehren, die vermutlich seit Jahren nicht mehr geradeaus schie\u00dfen. Der ein oder andere tr\u00e4gt einen selbst gebastelten Speer, und wer kein Geld f\u00fcr eine \u201erichtige\u201c Waffe hat, zeigt wenigstens seine Machete her. Bei manchen tut es auch eine klobige Axt, oder man nimmt gleich Axt und Machete zusammen. Macht wohl mehr her. Selbst junge M\u00e4nner tragen \u00fcber ihren feinen Stoffhosen, die sie extra f\u00fcr Sonntage aufbewahren, wenigstens ein kleines Messer. Man gr\u00fc\u00dft sich h\u00f6flich, in dem man den Hut antippt und dabei versucht, seine Waffe nicht herunterfallen zu lassen. An der Ostk\u00fcste oder im zentralen Hochland gibt es solche skurrilen Verhaltenweisen nicht, aber da gibt es auch in der Regel keine <em>dahalos<\/em>, Diebesbanden. Die klauen seit einigen Jahren nicht mehr nur Vieh, wie es fr\u00fcher der Fall war, sondern gerne auch mal andere Wertgegenst\u00e4nde. Entsprechend tut man im S\u00fcden gut daran, eine Waffe sein eigen zu nennen und so wenigstens vorzugeben, dass man wehrhaft w\u00e4re. Mich irritiert der Waffenauflauf.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3325\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8246-e1526934141979.jpg\" alt=\"in Zombitse\" width=\"1000\" height=\"667\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz hinter Sakaraha steigt meine Irritation ins Unermessliche, als uns ein uraltes Auto entgegenkommt, das gerade so noch nicht auseinander f\u00e4llt. Der Rost hat gro\u00dfe Teile des Peugeot-Oldtimers weggefressen, die Reifen sind fast platt, der Auspuff qualmt schwarz. Aber das ist es nicht, was meine Aufmerksamkeit erregt. Nein, es ist das Dach, oder eher der Aufbau darauf. Auf dem Dach des Peugeots sind alte Holzst\u00fchle befestigt, auf denen sechs oder acht M\u00e4nner sitzen und gr\u00f6hlend-lachend ihre Gewehre schwenken. In der Mitte des Ganzen thront eine ausgefranste Madagaskarflagge an einem br\u00fcchigen Ast. Gruselig, irgendwie, aber auch so skurril, dass ich lachen muss. Ich bin so perplex, dass ich nicht einmal ein Foto mache.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Weg zieht sich unendlich. Irgendwo flankieren pl\u00f6tzlich wie aus dem Nichts B\u00e4ume, ein ganzer Wald, die Route nationale. Es ist Zombitse, ein Nationalpark. Genauso pl\u00f6tzlich, wie der kleine Wald aufgetaucht ist, verschwindet er nach ein paar Hundert Metern auch wieder. Zur\u00fcck bleibt nur das karge Gras und dorniges Geb\u00fcsch neben der Stra\u00dfe, und hier und da eine einsame Palme oder ein knorriges B\u00e4umchen. Noch ist alles recht gr\u00fcn, in wenigen Wochen wird alles wieder ausgetrocknet und gelb sein.<\/p>\n<div id='gallery-5' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8253-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8253-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8253-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8253-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8253-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8253-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8253-e1526934281161.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8284-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"nahe Toliara\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8284-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8284-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8284-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8284-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8284-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8284.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure>\r\n\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach vielen Stunden Fahrt kommt Toliara so langsam in Sichtweite. Die Hitze br\u00fctet auf der Stra\u00dfe, in der Ferne flimmert die Luft und wirft Trugbilder auf den gl\u00fchend hei\u00dfen Asphalt. Je n\u00e4her man Toliara kommt, desto \u00e4rmer werden die H\u00fctten, und auch die Menschen, die darin wohnen. Zu meinem v\u00f6lligen Entsetzen entdecken wir Frauen, die nach einem kurzen Regenschutz Wasser aus Pf\u00fctzen von der Stra\u00dfe sch\u00f6pfen. Wasser. Aus nicht mal einen Zentimeter hohen Pf\u00fctzen. Ich verschenke bei einem kurzen Halt flaschenweise Wasser, alles, was ich noch dabei habe. Die Frauen sind enorm dankbar, sch\u00e4men sich aber offenbar daf\u00fcr, dass sie nicht die vielen Kilometer zu einer Wasserstelle gelaufen sind. Die H\u00fctten, in denen die Menschen im S\u00fcden Madagaskars wohnen, sind genauso karg wie die Landschaft. Sie sind klein und aus gras\u00e4hnlichem Material gebaut, instabil und wenn es hoch kommt, gerade Mal kopfhoch. Einzelne Unterst\u00e4nde sind kaum h\u00fcfthoch und es liegen wirklich Menschen zum Schlafen oder Ausruhen darin. Auch andere Regionen Madagaskars sind arm, das kann man nicht bestreiten. Aber hier hat die Armut Ausma\u00dfe, die fast unertr\u00e4glich sind. Viele Gedanken h\u00e4ngen mir nach, als wir, die \u201ereichen\u201c Reisenden, in unser schickes Hotel fahren.<\/p>\n<div id='gallery-6' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8257-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"nahe Toliara\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8257-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8257-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8257-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8257-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8257-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8257-e1526934063536.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8256-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"nahe Toliara\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8256-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8256-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8256-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8256-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8256-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8256-e1526934074926.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure>\r\n\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Rund 15 Kilometer vor Toliara biegt Andry links auf eine rote Staubpiste ab. Rechts stehen diverse Backstein-Haufen. Im Vorbeifahren entdeckt Dimby Bienenfresser an einem kleinen Hochstand. Nur wenige Minuten durchfahren wir das gelbe Buschwerk, dann stehen wir auf dem Parkplatz des Arboretum Antsokay. Es sieht enorm schick aus. Ein rundes Restaurant mit bodentiefen Fenstern steht hinter einem offenen Restaurantbereich mit Tischen und St\u00fchlen im Sand. Alles ist schick eingedeckt, und \u00f6ffnet sich zu einer Seite zu einem ebenso schicken Poolbereich mit Dusche und Sonnenliegen. Ein freundlicher Angestellter f\u00fchrt uns rechts am Restaurant vorbei \u00fcber einen Weg aus Steinplatten bis zu den Bungalows. Tanala und ich haben Nr. 5, das hinterste Bungalow. Und das ist wirklich super sch\u00f6n! Es ist wohl eines der kleineren, aber sauber und einfach sch\u00f6n. Die Bungalows sind oben zwischen W\u00e4nden und Dach offen, so dass ein angenehmer Wind geht. Die Brise ist auch dringend n\u00f6tig, denn hier hat es Hitze. Es hat locker 34\u00b0C im Schatten, eher mehr. Gemessen habe ich irgendwann am Vormittag zuletzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem sich alle eingerichtet haben, treffen wir uns wieder im Restaurant zu einem gediegenen Mittagessen. Das Essen ist fein, und ein \u00e4u\u00dferst geschicktes Gesch\u00e4ftsmodell bez\u00fcglich der Getr\u00e4nke gibt es auch: Sie haben hier nur kleine Flaschen. Bei der Hitze trinkt man da schon mal 10-15 am Tag. Nach zwei Stunden haben wir leider alle Wasserflaschen ausgetrunken. Dank der N\u00e4he zu Toliara verspricht uns einer der Angestellten aber, dass die n\u00e4chste Lieferung noch heute Nachmittag kommt. Bizarr, wenn man daran denkt, dass ein paar hundert Kilometer weiter Menschen aus Pf\u00fctzen trinken\u2026<\/p>\n<figure id=\"attachment_3333\" aria-describedby=\"caption-attachment-3333\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3333\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/IMG-20170327-WA0013-e1526934569585.jpeg\" alt=\"Antsokay\" width=\"1000\" height=\"563\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3333\" class=\"wp-caption-text\">Der Poolbereich der Auberge de la Table, die zum Arboretum Antsokay geh\u00f6rt<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Pool ist super, zwar badewannenwarm, aber trotzdem erfrischend. Der Rest des Tages ist nur f\u00fcr Entspannung vorgesehen. Selbst Wlan gibt es im Hotel. Unser lokaler Guide, Jeanto, stellt sich am Abend noch vor. Er zeigt uns auch gleich eine Fledermaus im angrenzenden Haus, das in das Arboretum selbst f\u00fchrt und einen kleinen Laden beherbergt. Anna hat ebenfalls Flederm\u00e4use im Bungalow. Die Hinterlassenschaften sammeln sich vor ihrem Bett, und es gibt nachts ein reges Ein- und Ausfliegen. Ich beneide sie ein wenig um die Flederm\u00e4use, um die Fledermauskacke weniger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Abendessen gibt es hervorragenden Ziegenk\u00e4se an Tomaten und Pesto, ein Gedicht. Wer h\u00e4tte ahnen k\u00f6nnen, dass man im S\u00fcden so gut essen und wohnen kann. Als ich zum Pool schaue, entdecke ich zwei Madagaskarfalken auf einem kahlen Baum. Begeistert schie\u00dfe ich noch ein paar Fotos im Dunkeln. Um acht Uhr verschwinden alle ins Bett. Die Hitze macht m\u00fcde. Und es ist schon zwei Stunden dunkel.<\/p>\n<p><figure id=\"attachment_3331\" aria-describedby=\"caption-attachment-3331\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3331\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/27A8293-e1526934180740.jpg\" alt=\"Madagaskarfalken\" width=\"1000\" height=\"667\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3331\" class=\"wp-caption-text\">Die beiden Madagaskarfalken<\/figcaption><\/figure><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in German.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3321,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[45],"tags":[554,556,395,81,207,373,351,553,552,555],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3318"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3318"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3318\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6001,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3318\/revisions\/6001"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3321"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3318"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3318"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3318"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}