{"id":2151,"date":"2016-03-21T20:02:12","date_gmt":"2016-03-21T19:02:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.masika-sipa.de\/?p=2151"},"modified":"2021-03-23T21:15:12","modified_gmt":"2021-03-23T20:15:12","slug":"ueber-tamatave-nach-mahavelona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/2016\/03\/21\/ueber-tamatave-nach-mahavelona\/","title":{"rendered":"\u00dcber Tamatave nach Mahavelona"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu meinem gro\u00dfen Erstaunen geht es meinem Kopf heute Morgen erstaunlich gut. Mir ist etwas schwindelig, aber bei den Mengen Rum, die gestern geflossen sind, h\u00e4tte ich eher mit \u00dcbelkeit und Schlimmeren gerechnet. Kann ja doch nicht so viel Alkohol im Ananasrum gewesen sein. Als Tanala und ich beim Fr\u00fchst\u00fcck auftauchen und uns zu Ines, Markus und Chrissi an den Tisch setzen, wird hinter der Bar vielsagend gegrinst. Olivier schl\u00e4ft wohl noch, den haben die drei Gl\u00e4schen wohl umgehauen. Bruno sieht auch nicht so frisch aus wie sonst. Zum Verabschieden schaffen es aber doch alle an den Bootssteg.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Boot bringt uns heute nicht zur\u00fcck nach Manambato, sondern in die entgegensetzte Richtung nach Toamasina (franz\u00f6sisch Tamatave). Durch diverse Seen schippern wir entlang des Canal des Pangalanes auf dem ruhigen Wasser. Viele Fischreusen stehen im Wasser, die meisten h\u00e4ngen aber unbenutzt zum Trocknen auf Pf\u00e4hlen. Ab und zu begegnen uns vollbeladene Boote oder vielmehr Flo\u00dfkonstruktionen, auf denen M\u00e4nner Baumaterial f\u00fcr H\u00fctten, vor allem f\u00fcr D\u00e4cher, transportieren. Sobald wir einem der Fl\u00f6\u00dfe oder einer Piroge begegnen, drosselt unser Bootsfahrer das Tempo, um nicht zu hohe Wellen zu produzieren. \u00dcbrigens hat jemand heute seine ollen Gummistiefel ganz vorne ins Boot gestellt. Die stinken erb\u00e4rmlich, und bei jedem Windhauch tr\u00e4gt es den Gestank einmal \u00fcber das ganze Boot. Der Besitzer der Gummistiefel schl\u00e4ft derweil.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2152\" aria-describedby=\"caption-attachment-2152\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-2152\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/27A1310-1024x683.jpg\" alt=\"Canal des Pangalanes\" width=\"980\" height=\"654\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2152\" class=\"wp-caption-text\">Auf dem Canal des Pangalanes<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Je n\u00e4her wir Tamatave kommen, desto schmutziger wird das Wasser. Bambusrohre schwimmen am Ufer herum, \u00d6lschlieren ziehen sich \u00fcber die Wasseroberfl\u00e4che. Scheinbar leiten einige der Firmen entlang des Kanals ihr Abwasser direkt hier hinein. Dass wir in Tamatave sind, erkennt man dann vor allem am vielen M\u00fcll im Wasser und den \u00e4rmlichen H\u00fctten am Ufer. Wir erreichen schlie\u00dflich ein kleines Hafenbecken. Ein halbversunkenes Boot liegt am Ufer. Das Boot h\u00e4lt an einem Steg, und oben am Ufer erwartet uns schon das Tanalahorizon-Team: Mika, Jonathan, Tinah und Gris (der eigentlich Chris geschrieben, aber eben wie Franz\u00f6sisch \u201eGris\u201c ausgesprochen wird) sind mit ihren Landcruisern gekommen, um uns abzuholen. Sie helfen nach einer herzlichen Begr\u00fc\u00dfung auch, das Gep\u00e4ck vom Boot auf die D\u00e4cher der Autos zu verladen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer kleinen franz\u00f6sischen Bar essen wir eine Kleinigkeit, dann fahren wir zum Bazary Be durch die Stadt. Tamatave ist vor allem gro\u00df und schmutzig. LKWs verstopfen \u00fcberall die Stra\u00dfen. Am gro\u00dfen Markt decken wir uns mit Basttaschen und Gew\u00fcrzen ein, wobei die Vanille echt teuer geworden ist. Zu Hause 780 \u20ac pro Kilo, hier 200.000 Ariary pro 200 g, also rund 350 \u20ac pro Kilo. Dann geht die gro\u00dfe Reise los. Wir wollen nach Manompana oben an der Ostk\u00fcste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinter Tamatave wird die Landschaft schnell wieder gr\u00fcner. Kleine H\u00fctten und viel Geb\u00fcsch s\u00e4umt den Weg. Immer wieder kann man auf\u2019s Meer schauen. Ich sitze mit Chrissi und Alejandro bei Tinah im Auto, der mit Abstand der erfahrenste Fahrer auf dieser Route ist. Er f\u00e4hrt sie mehrmals im Jahr, und f\u00e4hrt deshalb auch Voraus. Alejandro ist \u00fcbrigens ein super Mitfahrer \u2013 er schl\u00e4ft n\u00e4mlich die meiste Zeit, und wer schl\u00e4ft, st\u00f6rt auch nicht. Die Stra\u00dfe ist in relativ gutem Zustand, fast durchgehend asphaltiert, und wir kommen z\u00fcgig voran. Immer wieder kann man die sch\u00f6ne Aussicht auf den Indischen Ozean genie\u00dfen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2154\" aria-describedby=\"caption-attachment-2154\" style=\"width: 418px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2154\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/27A1329-683x1024.jpg\" alt=\"Canal des Pangalanes\" width=\"418\" height=\"627\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2154\" class=\"wp-caption-text\">Irgendwo am Wegesrand<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am sp\u00e4ten Nachmittag kommen wir in Mahavelona an. Mahavelona ist ein K\u00fcstenort, der bei den Madagassen als Urlaubsort sehr beliebt ist. Viele Leute aus Tana und Tamatave machen hier Strandurlaub, und entsprechend ist das Dorf in wenigen Jahren zu einer kleinen Stadt gewachsen. Nachdem vor einigen Jahren ein Feuer fast alles abbrannte, wurde es relativ chaotisch wieder aufgebaut. Die Stra\u00dfen laufen kreuz und quer, wie biegen irgendwo entlang einer wei\u00dfen Mauer ab.\u00a0 Jedes zweite Grundst\u00fcck scheint zum Verkauf zu stehen. An jeder Ecke gibt es gelbe Plastik-Schwimmenten und Schwimmringe zu kaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Gel\u00e4ndewagen halten im <em>Manda Beach<\/em>, einem Hotel direkt am Strand. Leider treffen wir hier auch die Russen oder Tschechen wieder, die im Palmarium zum Gl\u00fcck nur f\u00fcr einen Tagesausflug waren. Und es ist gerade Ebbe, so dass mit Schwimmen im Meer leider heute nichts mehr ist. Wir gehen stattdessen in den Pool, werden aber schon um Sieben herausgebeten, da der \u201ePool schlie\u00dft\u201c. Aaaaha. Das Restaurant ist riesig, und die Hitze darin ist unertr\u00e4glich. Ebenso gruselig wird dann das Essen: Zwischen abgez\u00e4hlten Pommes und neongr\u00fcnem Plutoniumkuchen ohne Geschmack sehne ich mich wieder zur\u00fcck ins Palmarium\u2026<\/p>\n<figure id=\"attachment_2160\" aria-describedby=\"caption-attachment-2160\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-2160\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/20160321_202818-1024x576.jpg\" alt=\"Der Plutonium-Kuchen\" width=\"980\" height=\"551\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/20160321_202818-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/20160321_202818-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/20160321_202818-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/20160321_202818-940x529.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/20160321_202818-500x281.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/20160321_202818.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2160\" class=\"wp-caption-text\">Der Plutonium-Kuchen<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tanala und ich haben eines der Zimmer im Erdgeschoss, nur leider wurde dort gerade alles frisch lackiert. Es riecht selbst bei offenem Fenster extrem nach Farbe. Das freut den Alkohol-maltr\u00e4tierten Kopf. Aber ich schlafe zum Gl\u00fcck schnell ein.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in Deutsch.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2155,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[276,122,275,103,444,277,443,269,268],"class_list":["post-2151","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ostkueste-2016","tag-akaninny-nofy","tag-bootsfahrt","tag-canal-des-pangalanes","tag-kulinarisches","tag-mahavelona","tag-palmarium","tag-rn5","tag-tamatave","tag-toamasina"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2151","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2151"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2151\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5735,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2151\/revisions\/5735"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2155"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2151"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2151"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2151"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}