{"id":2005,"date":"2016-03-14T20:02:45","date_gmt":"2016-03-14T19:02:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.masika-sipa.de\/?p=2005"},"modified":"2017-10-18T17:57:23","modified_gmt":"2017-10-18T15:57:23","slug":"durchs-hochland-nach-andasibe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/2016\/03\/14\/durchs-hochland-nach-andasibe\/","title":{"rendered":"Durch&#8217;s Hochland nach Andasibe"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe sehr gut geschlafen. Kaum Stechm\u00fccken, ein einigerma\u00dfen gutes Bett und die k\u00fchle Luft des Hochlandes haben sicher dazu beigetragen. Ein Moskito-Netz w\u00e4re eh nicht da gewesen. Zum Fr\u00fchst\u00fcck bringt uns der Bus zu einer kleinen B\u00e4ckerei und Konditorei, <em>Mirana<\/em>. Hinter halbhohen Glasscheiben liegen frische, duftende Croissants, gro\u00dfe <em>Pain au chocolat<\/em> (Schokocroissants), verschiedene Kuchen und andere Leckereien aus. Auch meine geliebten Zitronent\u00f6rtchen gibt es. Es duftet nach frischen Croissants, und gerade bringt eine Frau in Sch\u00fcrze ein ganzes Blech voller frischer Backwaren nach vorne.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir setzen uns auf die \u00fcberdachte Terrasse im ersten Stock, und sofort kommt ein Kellner geeilt, um unsere Bestellungen aufzunehmen. Bei den besten <em>Pain au chocolat<\/em> in ganz Antsirabe und echter hei\u00dfer Schokolade kann der Morgen nur gut beginnen. Vielleicht hab ich ein ganz bisschen zuviel bestellt. Wer h\u00e4tte auch ahnen k\u00f6nnen, dass ein einzelnes Schokocroissant so gro\u00df ist wie mein ganzer Teller? Ich glaube, zum Mittagessen brauche ich heute gar nichts mehr.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-2009\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/27A0256-1024x683.jpg\" alt=\"Ambatolampy\" width=\"980\" height=\"654\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir brechen auf. Heute wollen wir nicht nur bis zur Hauptstadt fahren, sondern noch ins \u00f6stliche Hochland, in die Regenw\u00e4lder von Andasibe. Als wir Antsirabe verlassen, begr\u00fc\u00dfen uns schon die gelb leuchtenden Reisfelder zu beiden Seiten der Stra\u00dfe. Langsam werden sie zum gewohnten Anblick. Drei Fahrradfahrer \u00fcberholen wir nach und nach. Alle drei transportieren Unmengen Schuhe auf ihren Gep\u00e4cktr\u00e4gern, die sich bis weit \u00fcber ihre K\u00f6pfe auft\u00fcrmen und sicher dreimal so breit wie Fahrrad und Fahrer selbst sind. Ein Schuhverk\u00e4ufer-Triple?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An mehreren gro\u00dfen Gem\u00fcsest\u00e4nden an der Stra\u00dfe wird angehalten. Dimby kauft einen Rettich, der anschlie\u00dfend im Bus fr\u00f6hlich hin- und herrollt. Au\u00dferdem gibt es an den St\u00e4nden in Stufen aufgeschichtet \u00c4pfel, Christophines, Kartoffeln und eine ganze Menge Karotten. Alles ist fein s\u00e4uberlich auf umgedrehte Bastk\u00f6rbe drapiert. Eine Frau bietet uns Erdn\u00fcsse aus einem Bastkorb an, die sie mittels einer alten Blechdose abmisst. Leider sind die Erdn\u00fcsse aber noch roh \u2013 ger\u00f6stete w\u00fcrde ich durchaus nehmen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-2008\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/27A0252-1024x683.jpg\" alt=\"Hochland\" width=\"980\" height=\"654\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich erreichen wir Ambatolampy, eine kleine Stadt etwa 80 km vor Antananarivo. Hier besichtigen wir die Alufabrik, in den wir auch letztes Jahr waren. Sauberer oder ungef\u00e4hrlicher ist die nicht geworden. Ich schaue lieber den Markt nebenan n\u00e4her an, der klein, aber vollgestopft mit Menschen und Reiss\u00e4cken, Gem\u00fcse und Enten ist. Martin schaut derweil auf dem P\u00e9tanque-Platz gegen\u00fcber vorbei, wo etliche Gruppen Kugeln werfen. P\u00e9tanque ist eine Art Landessport auf Madagaskar, und wird fast \u00fcberall auf der Insel gespielt. Wir spazieren langsam \u00fcber den lehmigen Weg zum Bus zur\u00fcck. Ein Metzger in einem steinernen H\u00e4uschen l\u00e4sst uns gerne einige Fotos schie\u00dfen. Um seine Fleischauslage schwirren bei 26\u00b0C die Fliegen. Ein Strommast nebenan wird offenbar von etlichen Leuten angezapft und hat abenteuerlich in alle Richtungen abgehende Kabel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Ambatolampy essen wir auch zu Mittag. Also, alle au\u00dfer mir, ich hatte zu viel Fr\u00fchst\u00fcck. Im ersten Stock eines sehr einfachen Hauses gibt es Min Sao und Reis mit wahlweise Rind, Huhn oder Fisch. Die Toilette ist quasi auf dem Balkon, oder jedenfalls au\u00dfen am Haus. Von dort kann man in einen betonierten Innenhof gucken, wo gerade zwei Frauen Rinderm\u00e4gen zerteilen, und abwechselnd in eine blaue und eine rote Plastikwanne schichten. Immerhin steht der \u00fcbelriechende Pansen nicht auf der Speisekarte. Ich widme mich lieber den Getr\u00e4nken, da kann man nichts falsch machen. Dann setze ich mich auf die Stufen zwischen Restaurant und dem kleinen Parkplatz. Ein hutzeliger, kleiner, alter Mann mit schmutzigem Pullover und sehr wenigen Z\u00e4hnen kommt angelaufen und bietet mir freundlich geschnittene, riesige Aloe-Bl\u00e4tter an. Er zeigt auch mit Gesten und wenigen W\u00f6rtern Malagasy, wof\u00fcr man die Bl\u00e4tter benutzen kann. Kurz gefasst, Hautpflege. Leider brauche ich keine Aloen, und lehne dankend ab. Nicht nur ich finde den alten Mann aber sehr h\u00f6flich und es sch\u00f6n, dass er nicht einfach bettelt, sondern etwas verkauft \u2013 auch wenn es \u201enur\u201c Aloe-Bl\u00e4tter sind. Tanala dr\u00fcckt ihm sp\u00e4ter einen gro\u00dfen Schein in die Hand, und der Mann bedankt sich sehr herzlich.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0257-1-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Alufabrik in Ampatolampy\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0257-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0257-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0257-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0257-1-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0257-1-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0257-1-e1508341913800.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0259-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Metzgerei in Ambatolampy\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0259-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0259-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0259-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0259-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0259-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0259-e1508341875754.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure>\r\n\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Dunkeln erreichen wir erst Andasibe. Der Weg war lang, den ganzen Tag sind wir gefahren und gefahren. Ich freue mich schon auf das Abendessen. Wir werden von den Hotelangestellten freudig begr\u00fc\u00dft, und die Tr\u00e4ger schleppen unser Gep\u00e4ck zu den Bungalows.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Essen wollen Tanala, Ines, Markus, Martin, Chrissi, Dimby und ich noch mal entlang der Stra\u00dfe nach Tieren Ausschau halten. Es ist relativ trocken, und so entdecken wir erstmal gar nichts. Bis im Schein der Taschenlampe ein Baby-<em>Calumma brevicorne<\/em> auftaucht, das auf einem d\u00fcnnen Ast schl\u00e4ft. Etwas weiter die Stra\u00dfe entlang taucht ein Mausmaki auf, verschwindet aber wieder, als jemand zu nahe dran geht. Markus will schauen, wo der Mausmaki hin verschwunden ist, und wagt sich n\u00e4her ans Geb\u00fcsch. Statt dem Lemuren findet er eine junge <em>Sanzinia madagascariensis<\/em>, die sich um einen Baumstamm geschlungen hat. Und was f\u00fcr eine h\u00fcbsche! Sp\u00e4ter f\u00fchrt uns der Weg wieder zur\u00fcck zum Hotel. Im Restaurant ist alles schon dunkel, und so verabschieden auch wir uns bald in die Betten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2006\" aria-describedby=\"caption-attachment-2006\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-2006\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/27A0284-Medium-1024x760.jpg\" alt=\"Sanzinia madagascariensis\" width=\"980\" height=\"727\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/27A0284-Medium-1024x760.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/27A0284-Medium-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/27A0284-Medium-768x570.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/27A0284-Medium-940x698.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/27A0284-Medium-500x371.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/27A0284-Medium.jpg 1035w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2006\" class=\"wp-caption-text\"><em>Sanzinia madagascariensis<\/em><\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe sehr gut geschlafen. Kaum Stechm\u00fccken, ein einigerma\u00dfen gutes Bett und die k\u00fchle Luft des Hochlandes haben sicher dazu beigetragen. Ein Moskito-Netz w\u00e4re eh&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2018,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[6],"tags":[304,303,10,305,32,73,264,429,37,153,307,31],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2005"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2005"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2005\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2029,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2005\/revisions\/2029"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2018"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}