{"id":1939,"date":"2016-03-12T18:35:48","date_gmt":"2016-03-12T17:35:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.masika-sipa.de\/?p=1939"},"modified":"2021-03-23T14:58:08","modified_gmt":"2021-03-23T13:58:08","slug":"das-kaffeebohnen-erdchamaeleon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/2016\/03\/12\/das-kaffeebohnen-erdchamaeleon\/","title":{"rendered":"Das Kaffeebohnen-Erdcham\u00e4leon"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Morgen beginnt f\u00fcr mich mit einem Sandwich, w\u00e4hrend Chrissi Ananas auf der Karte gefunden hat. Sehr leckere, papps\u00fc\u00dfe Ananas. Vielleicht nehm ich die morgen! Gunther und Varinia waren schon wieder noch vor dem Fr\u00fchst\u00fcck \u00fcberall an den Bungalows unterwegs und haben nach Fotomotiven gesucht \u2013 mit einer gruseligen, riesigen Spinne und deren Heuschreckenbeute sind sie auch f\u00fcndig geworden. Ich besch\u00e4ftige mich lieber mit dem Fr\u00fchst\u00fcck. Wenn man sich mit dem R\u00fccken zum Restaurant setzt, kann man bei der Gelegenheit auch wunderbar die Stra\u00dfe beobachten. <!--more-->Da gibt es eigentlich immer irgendwas Lustiges zu beobachten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-1953\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/424FC8A9-72B6-4E65-A601-E48A89872FAB-1024x768.jpg\" alt=\"Roller mit Huhn\" width=\"980\" height=\"735\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/424FC8A9-72B6-4E65-A601-E48A89872FAB-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/424FC8A9-72B6-4E65-A601-E48A89872FAB-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/424FC8A9-72B6-4E65-A601-E48A89872FAB-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/424FC8A9-72B6-4E65-A601-E48A89872FAB-940x705.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/424FC8A9-72B6-4E65-A601-E48A89872FAB-500x375.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/424FC8A9-72B6-4E65-A601-E48A89872FAB.jpg 1632w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So auch heute: Vor dem Hotel h\u00e4lt ein Roller an, ein junger Mann springt ab und spurtet ins Hotel. Am Lenker h\u00e4ngt kopf\u00fcber ein lebendes Huhn. Als es gerade sieben ist, rollt auch das t\u00e4gliche halbe Schwein in Richtung Dorf. Chrissi hat es mir nicht geglaubt, aber hier f\u00e4hrt jeden Morgen zwischen Sieben und halb Acht ein aus Brettern zusammengebasteltes Gef\u00e4hrt auf Rollen vorbei, auf dem eine frisch geschlachtete Schweineh\u00e4lfte liegen. Zwei oder drei Jungs sitzen meist hintendrauf und lassen das ulkige Gef\u00e4hrt den H\u00fcgel herunterrollen, bis sie kurz vor dem Dorf wieder schieben m\u00fcssen. An Feier- oder Sonntagen k\u00f6nnen es auch mal zwei Schweineh\u00e4lften sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Tag im Nationalpark beginnt vielversprechend. Es geht wie immer die vielen Stufen nach unten, \u00fcber die gro\u00dfe Br\u00fccke \u2013 die \u00fcbrigens neu gestrichen wurde \u2013 und dann ab in den Regenwald. Heute wollen wir zum Wasserfall, und mich beschleicht eine dustere Erinnerung, dass das im letzten Jahr recht anstrengend war. Nach ein paar Metern finde ich einen winzigen Frosch in einem Bambusstumpf, und Diamondra entdeckt kurz danach das erste Erdcham\u00e4leon. Dann geht es weiter. Der Weg ist nur ein bisschen matschig, eigentlich l\u00e4uft es sich heute recht gut. Anstrengend wird es aber doch, und der Schwei\u00dft l\u00e4uft schnell in Str\u00f6men.<\/p>\n<div id='gallery-3' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A9962-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Schlange\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A9962-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A9962-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A9962-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A9962-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A9962-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A9962-e1507138315730.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A9955-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Anodonthyla\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A9955-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A9955-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A9955-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A9955-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A9955-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A9955-e1507138336139.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure>\r\n\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir \u00fcberqueren den kleinen Fluss und wieder beeindruckt mich der Regenwald. Jedes kleinste St\u00fcck Ast ist hier am Wasser mit Moosen bedeckt. Unmengen Luftwurzeln ranken sich von den Urwaldriesen nach unten. Farne wachsen auf den nassen Steinen Mit Fotos kann ich gar nicht festhalten, wie gigantisch das alles ist. Direkt auf dem lehmigen Boden neben dem Wasser kriecht eine kleine, schmale Schlange \u00fcber den Waldboden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwo im Wald auf dem Weg nach oben finden wir schon wieder ein <em>Brookesia superciliaris<\/em>, diesmal auf einer Pflanze mit ovalen, knallblauen Fr\u00fcchten. Angeblich ist das wilder Kaffee. Mit ernster Miene erkl\u00e4re ich, dass die Tiere deshalb die dreieckigen Forts\u00e4tze \u00fcber den Augen haben, damit sie die Kaffeebohnen besser transportieren k\u00f6nnen. In ihr Nest, wie Tanala hinzuf\u00fcgt. Sie betreiben n\u00e4mlich Brutpflege, wei\u00df Markus dazu noch, und f\u00fcttern die Jungtiere mit blauen Kaffeebohnen. Das Kaffeebohnen-Brookesia wird zu einer sehr eindr\u00fccklichen Erinnerung. Chrissi und Ines scheinen sich nicht ganz sicher zu sein, ob nicht doch was dran ist. Vielleicht kann man das einfach genug Leuten erz\u00e4hlen, und in f\u00fcnf Jahren erz\u00e4hlen es hier auch die Guides? Das w\u00e4re zumindest einen sehr am\u00fcsanten Versuch wert\u2026<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/a2SH6N9Fhrg?rel=0&amp;showinfo=0\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schnaufend wandern wir immer weiter nach oben durch den dichten Regenwald. Nach einer kleinen Ebene geht der Wald ebenso steil wieder nach unten, und dann stehen wir direkt vor dem gro\u00dfen Wasserfall, der laut rauschend vor unseren F\u00fc\u00dfen ankommt. Das Wasser spritzt bis zu den Steinen, \u00fcber die man zur Br\u00fccke auf die andere Seite klettern muss. Angeblich wimmelt es hier vor Blutegeln heute, ich kriege aber zum Gl\u00fcck keinen ab. Ines hat daf\u00fcr reichlich eingesammelt, einer klebt sogar in ihrem Bauchnabel und diverse drumherum. Das freut, wenn man mitten im Regenwald mal unfreiwillig das T-Shirt l\u00fcften muss und dann im BH da steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich geht es de vielen, vielen Treppen wieder nach unten, bis wir wieder die gro\u00dfe Br\u00fccke erreichen. Direkt dahinter bleibt Diamondra stehen und deutet mit vielsagendem Grinsen ins Geb\u00fcsch. Auf Kopfh\u00f6he. Ich sehe gar nichts. Auch nach zweitem Hingucken nicht. Nur tote Bl\u00e4tter und kleine \u00c4ste. Dann endlich kann ich die Silhouette eines Geckos erahnen, als der den Kopf leicht bewegt. Ein <em>Uroplatus phantasticus<\/em>! Der kr\u00f6nende Abschluss eines tollen Tags im Regenwald. Der kleine Gecko ist perfekt getarnt, und sieht auf den ersten Blick genauso aus wie die Bl\u00e4tter um ihn herum. Sogar kleine, gr\u00fcne Flecken imitiert er auf seiner braunen Haut. Der Regenwald von Ranomafana beherbergt schon sehr viele kleine Naturwunder.<\/p>\n<div id='gallery-4' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0002-683x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Uroplatus phantasticus\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0002-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0002-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0002-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0002-940x1410.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0002-500x750.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0002-e1507137584718.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"691\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0015-Medium-691x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Uroplatus phantasticus\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0015-Medium-691x1024.jpg 691w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0015-Medium-202x300.jpg 202w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0015-Medium.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0015-Medium-500x741.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 691px) 100vw, 691px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure>\r\n\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Mittag sind wir wieder im Hotel, denn nach dem Essen wollen wir heute noch eine zweite Expedition unternehmen. Wir folgen der Stra\u00dfe, die am Hotel vorbeif\u00fchrt und aus Ranomafana heraus. Der Regenwald verschwindet schnell, und zu beiden Seiten der Stra\u00dfe finden sich Reisfelder, Bananenplantagen und Ravenalas. Ab und zu ein kleiner Obststand. Alles drumherum ist Sekund\u00e4rvegetation, hier ist nichts vom urspr\u00fcnglichen Regenwald \u00fcbrig geblieben. Ganze H\u00fcgel sind kahl, nur von Gras bedeckt. Wir fahren bis zu dem kleinen Dorf mit der Familie, die sich um den Schutz des anliegenden, winzigen Waldes k\u00fcmmert. Als der Wald auftaucht, bin ich erleichtert. Hier hat sich nichts ver\u00e4ndert zu letztem Jahr. Der H\u00fcgel ist immer noch mit dem kleinen Regenwald bedeckt, und ich bin mir sicher, dass auch die Cham\u00e4leons noch da sind. Vor dem kleinen Haus am Zaun des Dorfes liegt jede Menge bunte W\u00e4sche auf der Wiese zum Trocknen aus. Auf einer kleinen Betonmauer hat jemand aus alten, abgeschnittenen Plastikkanistern Blument\u00f6pfe gebastelt und bepflanzt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1951\" aria-describedby=\"caption-attachment-1951\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-1951\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0056-1024x683.jpg\" alt=\"Ines mit Kindern\" width=\"980\" height=\"654\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1951\" class=\"wp-caption-text\">Ines mit den Kindern<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir klopfen wieder am Zaun, und wieder l\u00e4sst uns der kleine, alte Mann mit den wenigen Z\u00e4hnen herein. Er tr\u00e4gt jetzt eine\u00a0 Basecap, und pr\u00e4sentiert stolz wie ein K\u00f6nig seine neueste Errungenschaft: Auf zwei in den Boden gerammten Pf\u00e4hlen liegt ein dicker Ast quer, und er platziert wenig sp\u00e4ter ein <em>Calumma parsonii parsonii<\/em>-Weibchen darauf. Ein Laufsteg f\u00fcr Cham\u00e4leons. Gut, das brauch ich jetzt eher nicht. Eine Menge Kinder springt um uns herum. Ines freundet sich gleich mit ihnen an, und kann jede Menge Fotos von den begeisterten Kindern machen, die sich strahlend und lachend auf dem kleinen Display selbst bestaunen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einer der Jungs hat au\u00dfer einem m\u00e4nnlichen und einem weiblichen Parsons Cham\u00e4leon auch noch ein <em>Furcifer balteatus<\/em> gefunden, ein junges M\u00e4nnchen in wunderh\u00fcbschem Gr\u00fcn. Zwei der Tiere sind die gleichen wie im letzten Jahr, sie scheinen also hier in Dorfesn\u00e4he ganz gut auszukommen. Nach einer Weile verabschieden wir uns, verteilen ein paar Trinkgelder und der Chef des Dorfes \u00f6ffnet uns salutierend die T\u00fcr. Direkt gegen\u00fcber steht ein riesiger Jackfruit-Baum, an dem mehrere Kilo schwere Fr\u00fcchte h\u00e4ngen. Wie die sich am Ast halten, ist mir ein R\u00e4tsel.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1952\" aria-describedby=\"caption-attachment-1952\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-1952\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0035-1024x683.jpg\" alt=\"Furcifer balteatus\" width=\"980\" height=\"654\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1952\" class=\"wp-caption-text\">Furcifer balteatus<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem R\u00fcckweg halten wir rechts am Wegrand an einem der kleinen Ananasst\u00e4nde. Ordentlich nebeneinander aufgereiht stehen strahlend gelbe, dicke Ananas nebeneinander, bestimmt zwanzig St\u00fcck. Das Dach des winzigen Standes besteht ebenfalls aus Ananas, die jeweils zu zweit aneinander gebunden \u00fcber Holzstangen geh\u00e4ngt sind. Dimby, Chrissi und ich wollen gerne probieren, und mit einer riesigen Machete schneidet die Frau in wenigen Sekunden geschickt sowohl die Schale weg als auch die Ananas in kleine St\u00fccke. Sogar den Strunk kann man mitessen, so saftig und weich ist das Obst. Schmeckt grandios! Also bestellen wir noch eine Ananas, und noch eine. Und noch eine. Die anderen wollen schlie\u00dflich auch mitessen, weshalb die Ananasst\u00fccke auf einem Blechtablett landen und herumgereicht werden.\u00a0 Nach einer regelrechten Ananasschlacht ist die Frau samt ihren T\u00f6chtern einige tausend Ariary reicher, und wir sind alle pappsatt. Nebenbei hat Dimby noch \u2013 woher auch immer er wusste, dass es den hier gibt \u2013 zwei Liter Honig organisiert, der in alten Colaflaschen steckt. Obenauf schwimmt eine Masse aus Dreck und Bienenwabenresten. Der Honig kommt hier nicht vom Imker, sondern von wilden Bienen. Tanala sch\u00fcttelt nur den Kopf, als wir mit unserer \u201eBeute\u201c in den Bus steigen. Dazu noch eine kleine Staude Bananen\u2026.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Bus f\u00e4hrt weiter gen Ranomafana. Irgendwo auf dem Weg scheint heute Markttag zu sein. Unmengen Menschen sind auf der Stra\u00dfe unterwegs. Die Frauen tragen bunte, aus T\u00fcchern geschlungene R\u00f6cke und T-Shirts, und dazu die viereckigen, flachen Basth\u00fcte der Tanala. Die Tanala (die Betonung des Wortes ist anderes als bei dem Wort Cham\u00e4leon) sind ein kleines Volk, das nur hier in der Gegend wohnt und urspr\u00fcnglich im Regenwald lebte. Voll beladene Taxibrousse dr\u00e4ngeln sich durch die Menschenmengen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1950\" aria-describedby=\"caption-attachment-1950\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-1950\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/27A0076-1024x683.jpg\" alt=\"S\u00fcdliches Hochland\" width=\"980\" height=\"654\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1950\" class=\"wp-caption-text\">Reisfelder und Reste von Wald<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Abend gehen wir noch Brochettes essen. In einem blauen Steinhaus in Ranomafana, oder vielmehr direkt davor, sind verschieden gro\u00dfe Tische zusammengeschoben. Drumherum stehen wackelige Hocker, ich setze mich auf einen direkt vor der Hauswand. Da hat man die Lehne direkt dabei. Dimby schnappt sich eine Bierkiste, das geht genauso als Sitzgelegenheit. Gegen\u00fcber des kleinen Restaurants haben noch zwei, drei Gesch\u00e4fte ge\u00f6ffnet. Nur kleine Gl\u00fchbirnen leuchten darin und beleuchten kaum die ausgelegte Ware. Ein Hund streunert herum und hofft auf ein paar Brocken Essen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als alle sitzen, und jeder ein THB \u2013 oder ein Wasser, oder Fresh- bestellt hat, warten wir auf die kleinen Fleischspie\u00dfe, die direkt nebenan auf einem winzigen Grill \u00fcber dem Feuer zubereitet werden. Sie kommen immer portionsweise auf den Tisch, so dass eigentlich nie alle gleichzeitig essen. Rapha und Christian fr\u00f6hnen derweil dem Bier, und werden von Minute zu Minute lustiger. Auf\u00a0 den grau karierten Tischdecken landen nach kurzer Zeit eine Art Karottensalat und frittierter Maniok, die Beilagen zu den Spie\u00dfen. Au\u00dferdem gibt es eine dunkelbraune, etwas fies aussehende Erdnusssauce, die aber fantastisch schmeckt. Sp\u00e4ter f\u00e4hrt Dimby den Bus selbst zur\u00fcck vor\u2019s Hotel. Es ist sp\u00e4t, und alle schleppen sich satt und zufrieden die vielen Stufen zu den Bungalows nach oben. Der letzte Abend in Ranomafana war wirklich sch\u00f6n.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in German.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1941,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[6],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1939"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1939"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1939\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5728,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1939\/revisions\/5728"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1941"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1939"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1939"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1939"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}