{"id":1705,"date":"2015-03-31T20:31:18","date_gmt":"2015-03-31T18:31:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.masika-sipa.de\/?p=1705"},"modified":"2021-03-28T17:19:33","modified_gmt":"2021-03-28T15:19:33","slug":"task-force-marojejy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/2015\/03\/31\/task-force-marojejy\/","title":{"rendered":"Task Force Marojejy"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist drei Uhr nachts, als ich das erste Mal aufstehe. Ich muss mal ganz dringend zum Kloh\u00e4uschen\u2026Ich erwarte, das ganze Camp schlafend vorzufinden. Doch von unten sehe ich in der Gemeinschaftsh\u00fctte Licht: Die K\u00f6che sind schon wach, packen T\u00f6pfe ein und bereiten das Fr\u00fchst\u00fcck vor. Um f\u00fcnf Uhr stehe ich dann \u201erichtig\u201c auf. Vielleicht ist es auch kurz vor oder kurz nach, keine Ahnung, ich bin nur physisch anwesend. Mir ist das viel zu fr\u00fch. Obwohl es gef\u00fchlt gerade mitten in der Nacht ist, haben alle schon gefr\u00fchst\u00fcckt, und ich bin mal wieder der Nachz\u00fcgler. Trotzdem haben die Jungs noch Omelette, Ananas und Brot \u00fcbrig. Die Camp-Manguste huscht eifrig hin und her, und versucht, die letzten St\u00fccke abzubekommen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um kurz nach Sechs ist schon Abmarsch. Mosesy, Tanala und ich sind die letzten, die die inzwischen leer gefegte Gemeinschaftsh\u00fctte verlassen. Alle anderen sind schon unterwegs, irgendwie ist das an mir vorbeigegangen. Also gehen wir los, verabschieden uns von der Wahnsinn-Regenwaldkulisse und treten den R\u00fcckweg von Camp Marojejya an. Ein letzter Blick zur\u00fcck zu dem tollen Wasserfall, dann verdecken B\u00fcsche und B\u00e4ume die Sicht. Ziemlich fix schon sind wir in Camp Mantella, wo es eine kurze Pause zum Verschnaufen und Wassertrinken gibt. Direkt \u00fcber dem Schild, dass zum Humbert-Wasserfall weist, sitzt ein gro\u00dfes, h\u00fcbsches Panthercham\u00e4leon-M\u00e4nnchen. Es ist rot und gr\u00fcn, fast wie die Tiere von Nosy Mangabe, nur mit mehr Streifen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1718\" aria-describedby=\"caption-attachment-1718\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-1718\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7105-Medium-1024x683.jpg\" alt=\"Marojejy\" width=\"980\" height=\"654\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7105-Medium-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7105-Medium-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7105-Medium-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7105-Medium-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7105-Medium-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7105-Medium.jpg 1152w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1718\" class=\"wp-caption-text\">Bambuswald vor Camp Mantella<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich geht es weiter nach unten. Direkt am Wegesrand finden wir noch zwei <em>Uroplatus giganteus<\/em>, ohne dass wir danach gesucht h\u00e4tten. Aber sie sitzen so perfekt in Blickh\u00f6he, dass ich an ihnen nicht vorbeikomme. Mosesy l\u00e4uft mit ein paar Jungs aus der K\u00fcche hinter uns. Er findet den Weg \u00fcberhaupt nicht anstrengend und plappert die ganze Zeit vor sich hin. Wahrscheinlich findet er nebenher noch viel mehr Blattschwanzgeckos. Bei dem Dialekt versteht man von seinem Kauderwelsch einfach gar nichts, aber es ist recht lustig, ihm zuzuh\u00f6ren. Vor allem, wenn wenige Meter vor einem schwer angestrengte Deutsche sich abplagen und hinter einem Mosesy, der \u00fcber 60 sein d\u00fcrfte, munter einher schlendert. Gegen zehn Uhr erreichen wir den Parkeingang.<\/p>\n<div id='gallery-2' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7123-Medium-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Uroplatus giganteus\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7123-Medium-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7123-Medium-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7123-Medium-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7123-Medium-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7123-Medium-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7123-Medium.jpg 1152w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7113-Medium-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Furcifer pardalis\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7113-Medium-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7113-Medium-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7113-Medium-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7113-Medium-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7113-Medium-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7113-Medium.jpg 1152w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure>\r\n\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">In der kleinen H\u00fctte wimmelt es nur so von Stechm\u00fccken, deshalb geht es z\u00fcgig weiter. Zwei K\u00f6che mit gro\u00dfen Reiss\u00e4cken auf dem Kopf, voll mit Kochutensilien, gesellen sich zu unserer kleinen Gruppe aus Tanala, mir, Brisco und den zwei Dimbys. Die urspr\u00fcngliche Gruppe verliert sich in Marojejy auf Grund des unterschiedlichen Lauftempos sehr schnell, so dass quasi jeder f\u00fcr sich oder zu zweit, oder dritt, l\u00e4uft. Nur am Schluss geht immer ein Guide, um die \u201eReste einzusammeln\u201c, falls es jemand nicht packt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine armdicke <em>Leioheterodon madagascariensis<\/em> kreuzt den lehmigen Weg. Die Luft in der Ebene ist ertr\u00e4glich. Naja gut, als das Thermomter \u00fcber 32\u00b0C steigt, gucke ich einfach nicht mehr drauf. Mein Mini-Ventilator bew\u00e4hrt sich einmal mehr. Auf einem jungen Tamarindenbaum entdecke ich ein weiteres <em>Furcifer pardalis<\/em>, das gerade gem\u00e4chlich im Wind wackelnd \u00fcber einen d\u00fcnnen Ast klettert. Es hat \u00e4hnliche Farben wie das von Camp 1, rot und gr\u00fcn. Ich laufe gerade an einem Reisfeld entlang, als ich direkt auf einem Zaun aus Bambusst\u00e4ben ein Wahnsinns-Panthercham\u00e4leon entdecke. Das Tier ist von der Sonne aufgew\u00e4rmt und zeigt leuchtende orangerote und gelbe Farben. Ein Wahnsinnsm\u00e4nnchen! Es hat schon einige Narben am K\u00f6rper, die von vielen K\u00e4mpfen mit anderen Cham\u00e4leons zeugen. Das Leben ist nicht leicht in der Wildnis. Die anderen scheinen an dem tollen Tier einfach vorbeigelaufen zu sein. Wenig sp\u00e4ter rasten wir unter einem gro\u00dfen Mangobaum. Annika ist gestolpert, und dann leider wie ein Baum auf das Gesicht gefallen. Huiuiui\u2026 zum Gl\u00fcck ist nicht viel passiert, und nach einer kleinen St\u00e4rkungspause laufen wir weiter.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1713\" aria-describedby=\"caption-attachment-1713\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-1713\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7140-Medium-1024x683.jpg\" alt=\"Furcifer pardalis\" width=\"980\" height=\"654\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7140-Medium-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7140-Medium-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7140-Medium-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7140-Medium-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7140-Medium-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_7140-Medium.jpg 1152w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1713\" class=\"wp-caption-text\">Das wunderh\u00fcbsche Panthercham\u00e4leon-M\u00e4nnchen<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die letzten beiden Kilometer \u2013 das sagte zumindest das Schild, vielleicht sind es aber auch mehr \u2013 ziehen sich wie Kaugummi. Kaum ein Windchen geht mehr, die Luft liegt dick und bleiern \u00fcber mir und den anderen. Der Ventilator nutzt nichts mehr. Die Mittagshitze wabert aus den Reisfeldern nach oben und scheint direkt auf den Wegen zu stehen. Rechts und links des Weges stehen einzelne, niedrige Kaffeeb\u00e4ume, an denen sich Vanillepflanzen emporranken. Eine Mischplantage ohne Plantagencharakter sozusagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Endlich sehe ich die ersten H\u00fctten von Mandena, einem der beiden kleinen H\u00fcttend\u00f6rfchen bei Marojejy. Tanala und ich verteilen Luftballons an die Kinder des Dorfes. Zwischen den H\u00fctten liegen ein paar m\u00fcde Schweine herum, rosa Ferkel quietschen zwischen den Kindern herum. Das \u201eKino\u201c von Mandena, eine staubige Bretterbude mit uralten Kinoplakaten, hat heute <em>Mad Max I<\/em> im Angebot. Ein paar H\u00fctten weiter ist die Nummer des n\u00e4chsten Tierarztes \u00fcber eine T\u00fcr auf die Holzbalken einer H\u00fctte gekritzelt. Ich frage nach, wie das hier mit dem Tierarzt funktioniert: Es ist ganz einfach. Ben\u00f6tigt jemand einen Tierarzt, so ruft er die Nummer an, und der kommt dann aus Sambava hierher. Das kostet nat\u00fcrlich und deshalb wird er in den meisten F\u00e4llen erst dann gerufen, wenn es wirklich dringend ist \u2013 oder es sich um ein wertvolles Zebu handelt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1723\" aria-describedby=\"caption-attachment-1723\" style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1723\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/10154727_10202560053777211_2000808230_n.jpg\" alt=\"Reisfelder\" width=\"960\" height=\"720\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/10154727_10202560053777211_2000808230_n.jpg 960w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/10154727_10202560053777211_2000808230_n-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/10154727_10202560053777211_2000808230_n-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/10154727_10202560053777211_2000808230_n-940x705.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/10154727_10202560053777211_2000808230_n-500x375.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1723\" class=\"wp-caption-text\">Die Reisfelder von Mandena<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinter Mandena stelle ich ersch\u00f6pft fest, dass Tanalas geratene zwei Kilometer wohl stimmen. Irgendwie ist mir der Weg zwischen den beiden D\u00f6rfern v\u00f6llig entgangen. Ein kleiner, geschl\u00e4ngelter Pfad f\u00fchrt durch h\u00fcfthohes Gras, und geht dann wieder in den breiteren, aber umso kaputteren Feldweg \u00fcber. Der Weg zieht und zieht sich ewig dahin\u2026 Dann erreiche ich Manantenina doch noch. Am Stra\u00dfenrand stehen ausgebrannte und ausgeschlachtete Busgestelle. Nur noch durch das Dorf durch, dann bin ich gleich da! An der Hauptstra\u00dfe biegen wir links ab. Ein THB-Laster rattert und rumpelt in Windeseile an uns vorbei. Zwei Taxibrousse \u00fcberholen uns, eine Menge Madagassen h\u00e4ngen johlend und winkend aus den Fenstern. Der letzte H\u00fcgel f\u00fchrt direkt zum Park Office. Endlich angekommen! Ich lasse mich auf eine kleine Holzbank neben dem Office fallen und bleibe erstmal eine ganze Weile sitzen. Dann ziehe ich die Schuhe aus, und wechsle wieder auf Flip-Flops. Meine F\u00fc\u00dfe sind unsch\u00f6n angeschwollen, anscheinend haben sich die diversen Maularschlochfliegen-Bisse\u00a0 an den Kn\u00f6cheln infiziert. Die eitern n\u00e4mlich seit heute morgen, und sind von den Schuhen noch ganz wunderbar aufgescheuert worden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber es gibt Wichtigeres zu tun: Ich zahle Brisco aus, und er freut sich sehr \u00fcber das ziemlich anst\u00e4ndige Trinkgeld. Aber er hat es verdient, schlie\u00dflich wurde mir der Fotorucksack \u00fcberall hingetragen und selbst meine Getr\u00e4nke musste er oft genug festhalten. Die Tr\u00e4ger des Gep\u00e4cks werden diesmal im Office bezahlt, was mir nicht gef\u00e4llt \u2013 nicht dass sich da jemand noch Geld abzweigt, der gar nichts gemacht hat? Nach langem , nervigen Nachbohren steht fest: Nein, alle haben ihr Geld bekommen. Nachdem der finanzielle Teil gekl\u00e4rt ist, versammeln sich alle zur gro\u00dfen Kabary. Auch viele aus dem Dorf sind gekommen. Martin bedankt sich f\u00fcr die vielen Abenteuer, die fantastischen Tierfunde, die entstandenen Freundschaften. Es war ein gro\u00dfartiges Erlebnis. Trinkgelder werden verteilt, ganze Geldb\u00fcndel wechseln den Besitzer. Wer in Marojejy war, wei\u00df die Hilfe der Madagassen zu sch\u00e4tzen. Mosesy spricht f\u00fcr das Dorf, die K\u00f6che und die Tr\u00e4ger. Auch er bedankt sich \u00fcberschwenglich, und hofft sehr, dass wir bald wiederkommen. Zum Abschied werden unendlich viele H\u00e4nde gesch\u00fcttelt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1724\" aria-describedby=\"caption-attachment-1724\" style=\"width: 411px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1724\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_6353-683x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"411\" height=\"616\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1724\" class=\"wp-caption-text\">Wegweiser vor Manantenina<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der wei\u00dfe Bus steht schon bereit. Mosesy steigt mit ein, er f\u00e4hrt mit uns nach Sambava. Der Busfahrer f\u00e4hrt ganz sch\u00f6n flott, ist wohl fr\u00fcher mal Taxibrousse gefahren. Die 65 km bis Sambava d\u00f6se ich mehrheitlich vor mich hin. Die meisten sind eingeschlafen. Marojejy ist einfach anstrengender als man denkt. Ich schwelge ein bisschen in Erinnerungen, w\u00e4hrend wir die gr\u00fcnen H\u00e4nge des heiligen Gebirges hinter uns lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegen 14 Uhr erreichen wir Hotel Mimi. Der erste Weg f\u00fchrt diesmal ins Restaurant, denn wie wir von letztem Jahr wissen, schlie\u00dft es um drei. Ungeduscht, verschwitzt und mit dreckigen Schuhen sitzen wir also an der langen Tafel des Hotels, und ich verdr\u00fccke eine gro\u00dfe Portion Spaghetti Bolognese und zwei gro\u00dfe Flaschen Cola. Bruno begr\u00fc\u00dft uns, er schmunzelt beim Anblick der verschwitzten Gruppe. Gut riechen wir bestimmt auch nicht mehr. Nein, eigentlich stinken wir alle wie die Frettchen. Nach dem Essen springe ich direkt unter die Dusche, Tanala und ich haben wieder das Zimmer im ersten Stock. Sobald man sich wieder in \u201efrischer\u201c Gesellschaft befindet, merkt man erst den Gestank, den die Klamotten von Marojejy abgeben. Ich shampooniere meine Haare gleich doppelt zur Sicherheit. Z\u00e4hneputzen, rasieren, da f\u00fchlt man sich fast wie neu geboren. Meine kaputten F\u00fc\u00dfe versorge ich provisorisch mit Pflastern, damit wenigstens die ganzen Fliegen nicht dauernd an die Wunden gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Nachmittag ruhe ich einfach aus und beobachte wundersch\u00f6ne, gro\u00dfe <em>Phelsuma laticauda<\/em> \u00fcberall an den W\u00e4nden der Bungalows. Am Abend trifft sich unsere Gruppe im Restaurant, auch die hier gebliebenen sind erschienen \u2013und vielleicht ein bisschen traurig, dass sie sich nicht nach Marojejy gewagt haben. Das Wifi im Restaurant geht nat\u00fcrlich nicht, warum sollte es auch? Diesmal nutzt auch den Router aus- und wieder einzuschalten nichts. Mist. Vor f\u00fcnf Tagen funktionierte das Wifi angeblich pr\u00e4chtig, da habe ich es aber nicht genutzt. Jetzt wollte ich mal ein Lebenszeichen nach Hause schicken. Dimby hat inzwischen die kompletten Aufgaben der angestellten Bedienung \u00fcbernommen \u2013 mit mehr als zwei G\u00e4sten ist sie einfach \u00fcberfordert. Deshalb nimmt Dimby jetzt Bestellungen auf, reicht sie an die K\u00fcche weiter, kontrolliert, dass das Essen auch ankommt und tr\u00e4gt Getr\u00e4nke zum Tisch. So ist das auf Madagaskar.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in Deutsch.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1707,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[197,145,211,226,78,341,17,342,160,99,110,404,405,203,414,18,128,37,153,694,202,218],"class_list":["post-1705","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nordosten-2015","tag-abschied","tag-blattschwanzgeckos","tag-camp-mantella","tag-camp-marojejya","tag-camping","tag-felsen","tag-furcifer-pardalis","tag-gebirge","tag-kabary","tag-leioheterodon-madagascariensis","tag-lokalformen","tag-manantenina","tag-mandena","tag-marojejy","tag-maularschlochfliegen","tag-pantherchamaeleon","tag-phelsuma-laticauda","tag-regenwald","tag-reisfelder","tag-ringelschwanzmungo","tag-sambava","tag-uroplatus-giganteus"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1705","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1705"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1705\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5960,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1705\/revisions\/5960"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1707"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1705"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1705"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1705"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}