{"id":1459,"date":"2015-03-18T20:59:42","date_gmt":"2015-03-18T19:59:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.masika-sipa.de\/?p=1459"},"modified":"2021-03-28T16:04:37","modified_gmt":"2021-03-28T14:04:37","slug":"das-abenteuer-wartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/2015\/03\/18\/das-abenteuer-wartet\/","title":{"rendered":"Das Abenteuer wartet"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Tag beginnt selbst f\u00fcr Madagaskar extrem fr\u00fch. Um Vier stehe ich auf und stehe kurz darauf mit fertig gepackten Sachen auf den Stufen vor dem Raphia. Selbst der Nachtw\u00e4chter wundert sich, das gro\u00dfe Tor ist noch verschlossen. Dimby und seine Mutter sind sogar schon seit zwei oder drei Uhr auf den Beinen. Sie holen Tanala und mich in einem kleinen Bus ab und fahren zum Flughafen. Heute geht es in den Norden, genauer gesagt nach Maroantsetra, \u00fcber Tamatave. <!--more-->Dort treffen wir morgen auch auf die \u00fcbrige Reisegruppe, mit der wir die Nordost-Tour machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon am Flughafen von Tana gibt es die ersten Probleme. Air Madagascar erlaubt 20 kg Gep\u00e4ck. Bei meinem Gep\u00e4ck ist alles noch in Ordnung, auch wenn es viermal gewogen und kritisch be\u00e4ugt wird. Meine Tasche hat 21,9 kg, mein Handgep\u00e4ck, 7, 8 kg. Passt doch. Tanala und Dimby haben allerdings noch etliche Zelte dabei, denn ohne Zelte wird es schwierig mit Camping. Sie haben zusammen 47 kg, und das ist der dicken Frau am Schalter dann zuviel. Sie will die Zelte nicht als Gep\u00e4ck aufgeben. Das kommt gar nicht in die T\u00fcte! Zum Gl\u00fcck vermittelt Dimby mit seiner unglaublichen Diplomatie und enormer H\u00f6flichkeit, die mir bei der Trulla l\u00e4ngst abhanden gekommen w\u00e4re. Nach einer guten halben Stunde Diskussion \u2013 hinter uns hat sich bereits eine sehr lange Schlange gebildet \u2013 und ewigem die-dicke-Frau-starrt-einfach-mit-offenem-Mund-in-die Luft zahlt Tanala ganze acht Euro f\u00fcr \u00dcbergep\u00e4ck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich \u00fcber das Rollfeld laufe, verstehe ich dann die Diskussion um\u2019s Gep\u00e4ck. Die angebliche ATR entpuppt sich als Twin Otter. Und die kleine Maschine ist bis auf den letzten Platz besetzt. Soweit ich das mitbekomme, m\u00fcssen einige Gep\u00e4ckst\u00fccke da bleiben, sie werden heute Abend nach Toamasina (Tamatave) geliefert. Was acht Euro so alles ausrichten k\u00f6nnen\u2026 Der Flug nach Tamatave verl\u00e4uft prima. Die Twin Otter fliegt keine Viertelstunde sp\u00e4ter bereits nach Mananara weiter. Angeblich. Zwei Anzeigetafeln im Warteraum zeigen den Text \u201ethis is a demo program\u201c und alle paar Minuten steht \u201eJUMP\u2026 JUMP\u201c auf der Tafel. Da hat wohl jemand die Anzeigentafel nicht so ganz fertig konfiguriert. \u00dcberhaupt ist der Flughafen von Tamatave ein bisschen schr\u00e4g und sch\u00e4big, ein Labyrinth aus Glas, Plastik und Chaos. \u00dcber dem Air-Madagascar-Counter h\u00e4ngt ein uraltes Schild, dessen Farbe v\u00f6llig ausgeblichen ist.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1465\" aria-describedby=\"caption-attachment-1465\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-1465\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_5096-1024x683.jpg\" alt=\"Anzeigetafel in Tamatave\" width=\"980\" height=\"654\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1465\" class=\"wp-caption-text\">Anzeigetafel in Tamatave<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon zwei Stunden sp\u00e4ter ist die gleiche Twin Otter wieder in Tamatave, um uns f\u00fcr den Flug nach Maroantsetra einzusammeln. Jetzt geht es z\u00fcgig \u2013 kaum eine halbe Stunde vergeht bis zum Abflug. Es ist der gleiche Flieger, der uns von Tana nach Tamatave gebracht hat, mit dem gleichen Pilot und der gleichen Copilotin. Wir umfliegen ein paar Gewitterwolken ohne nennenswerte Turbulenzen. Dadurch, dass die Twin Otter so sch\u00f6n tief fliegt und das direkt entlang der K\u00fcste, kann man richtig toll rausschauen und die Landschaft bewundern. Es zieht allerdings wie Hechtsuppe im Flieger. Die Copilotin hat wehende Haare, und ich habe schon den zweiten Pulli \u00fcbergezogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die T\u00fcr zum Cockpit ist offen, und ich sitze am Notausgang, so kann ich unsere Crew bestens beobachten. H\u00e4tte ich mal lieber gelassen. Denn die Landung soll die Copilotin \u00fcbernehmen, die scheinbar etwas zu klein f\u00fcr den Sitz ist oder das noch nicht so oft gemacht hat. Oder beides. Hektisch zieht und zerrt sie an allen m\u00f6glichen Hebeln und Schaltern. Dann ert\u00f6nt ein lauter, langer Warnton. Ups? Aber nichts passiert, au\u00dfer dass die kleine Maschine etwas ruppig auf der Buckelpiste landet. Seit letztem Jahr hat sich an der winzigen Landebahn nichts verbessert, und auch der Flughafen ist v\u00f6llig unver\u00e4ndert. Der Mann, der auch unser Boot fahren soll, holt uns vom Flughafen ab. Leider wei\u00df ich seinen Namen nicht mehr. Alles Gep\u00e4ck \u2013 auch die Zelte sind unversehrt angekommen \u2013 wird in den wei\u00dfen Bus geladen. Vorne tr\u00e4gt der Bus den Schriftzug \u201eLa Vivanette\u201c. Ich f\u00fchle mich gleich wieder wohl hier. Endlich wieder freundliche, schon von Weitem l\u00e4chelnde und winkende Menschen, mehrheitlich saubere H\u00e4user und H\u00fctten (der M\u00fcll sammelt sich eher hinter den H\u00fctten) und keine v\u00f6llig verwahrlosten Kinder. Die Luft ist warm und feucht, aber definitiv besser als im k\u00fchlen Tana.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Coco Beach wird erst einmal entspannt. Essen und Getr\u00e4nke brauchen eh etwas l\u00e4nger, die in schicke wei\u00dfe Sch\u00fcrzen und H\u00fctchen gekleideten M\u00e4dchen vergessen jede Bestellung nach zwei Schritten wieder. Das macht mir hier genau gar nichts aus. Mora, mora! Ich schleiche ein wenig um die Ravenalas im Garten neben dem Restaurant herum. Einige kleine Taggeckos flitzen \u00fcber die St\u00e4mme und Bl\u00e4tter.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1467\" aria-describedby=\"caption-attachment-1467\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-1467\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_5946-1024x683.jpg\" alt=\"Phelsuma lineata\" width=\"980\" height=\"654\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1467\" class=\"wp-caption-text\"><em>Phelsuma lineata<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tanala und ich haben diesmal ein Bungalow namens \u201eCanelle\u201c (\u00fcbersetzt Zimt), das n\u00e4her am Fluss liegt. Es ist \u00e4hnlich mit dunklen M\u00f6beln ausgestattet wie die anderen, aber deutlich gr\u00f6\u00dfer und hat eine kleine Veranda, auf der man Handt\u00fccher und nasse Kleidung trocknen kann. Innen trumpft es sogar mit einem kleinen K\u00fchlschrank auf, huiuiui. Und es gibt eine Klimaanlage, auch wenn die nicht angeschaltet ist. Dimby hat die \u201eAnanas\u201c, unser Bungalow vom letzten Jahr, samt dem Nachwuchs der letztes Jahr darin wohnenden Spinne bekommen. Obwohl er die noch nicht gesehen hat. Was nicht ist, kann ja noch werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Nachmittag treffen wir uns mit unserem Guide Augustin und Madame Sandra, unserer K\u00f6chin auf Nosy Mangabe. Es geht um Lebensmittel, Getr\u00e4nke, Einkaufskosten, Ablauf unseres Aufenthalts auf der kleinen Regenwaldinsel. Alles will sorgf\u00e4ltig geplant sein, aber wie das auf Madagaskar so ist, reichen telefonische Infos einfach nicht aus. Also gehen wir sicherheitshalber nochmal alles durch, und nutzen die Gelegenheit f\u00fcr einen kleinen Umtrunk. Als es dunkel wird, beginnt es ein wenig zu tr\u00f6pfeln. Der beige Hund von letztem jahr ist wieder da, er sieht wesentlich ges\u00fcnder aus als im Vorjahr. Nur sein Schwanz hat jetzt eine merkw\u00fcrdige Stelle, an der die Wirbel pl\u00f6tzlich in einer anderen Richtung weitergehen\u2026 der war wohl mal gebrochen. Zum Abendessen bestelle ich die altbekannte Knoblauch-Pizza mit Hackfleisch \u2013 eine etwas merkw\u00fcrdige Kombi, aber durchaus schmackhaft. Dazu gibt es literweise Ananassaft. Herrlich. Erinnerungen an letztes Jahr kommen zur\u00fcck. Ob Nosy Mangabe auch diesmal so paradiesisch sein wird?<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in German.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1460,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[5],"tags":[247,71,78,49,248,50,65,246,44,269,268,270,80],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1459"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1459"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1459\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5934,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1459\/revisions\/5934"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1460"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1459"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1459"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1459"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}