{"id":1129,"date":"2015-03-02T21:02:35","date_gmt":"2015-03-02T20:02:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.masika-sipa.de\/?p=1129"},"modified":"2021-03-28T14:51:27","modified_gmt":"2021-03-28T12:51:27","slug":"ab-in-den-sueden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/2015\/03\/02\/ab-in-den-sueden\/","title":{"rendered":"Ab in den S\u00fcden"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch heute ist der Wasserdruck irgendwo bei Null. Ich dusche also nur h\u00fcftabw\u00e4rts. Weiter oben ist eh gerade Sonnenbrand. Um sieben Uhr soll es mit dem Bus losgehen, und das schaffen wir immerhin fast. Um 20 nach Sieben lenkt Christian den Bus auf die Stra\u00dfe, und das Abenteuer geht los. Was ich in Tana sehe, erschreckt mich. Alles ist \u00fcberschwemmt. Reisfelder sehen aus wie riesige, braune Seen, teils sind Deiche gebrochen, H\u00fctten unter Wasser, soweit das Auge reicht. Teils haben die Menschen provisorische Zelte auf den Deichen errichtet, um \u00fcberhaupt ein Dach \u00fcber dem Kopf zu haben.<!--more--> Die Zelte bestehen aus Plastikt\u00fcten und schmutziger Kleidung. Ab morgen soll es erneut eine ganze Woche regnen in Tana\u2026 Der Fluss ist au\u00dferhalb jeden Flussbetts. Immerhin ein einzelnes kleines Zelt des roten Kreuzes entdecke ich auf der Fahrt durch Tana. Keine Ahnung, wie die Menschen hier die n\u00e4chsten drei Monate \u00fcberleben sollen. An einer Tankstelle wird kurz angehalten. Ich decke mich mit Schokobr\u00f6tchen, Cola und Erdn\u00fcssen ein. Mein Blick schweift zum Rova und den \u00fcberschwemmten Feldern zu seinen F\u00fc\u00dfen. Schlie\u00dflich verteile ich das meiste Essen an ein paar Kinder und Eltern in abgerissener Kleidung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Genug der tr\u00fcben Gedanken. Christian f\u00e4hrt auf die RN7, die von Tana bis in den S\u00fcden nach Toliara (Tul\u00e9ar) f\u00fchrt. Wir kommen am Palast des Pr\u00e4sidenten vorbei \u2013 ein recht riesiges wei\u00dfes Geb\u00e4ude mitten im Gr\u00fcnen. Man g\u00f6nnt sich ja sonst nichts. Das s\u00fcdliche Hochland besteht fast nur aus kurvigen Stra\u00dfen und unendlichen Weiten von Reisfeldern, alle in Terrassen. Durch die kurvige Stra\u00dfe hat man immer wieder Wahnsinnsaussichten. Malerisch schmiegen sich kleine, rote und gelbe Backsteinh\u00e4user an die F\u00fc\u00dfe kleiner Berge, von denen Wasserf\u00e4lle herabflie\u00dfen. Alles wird umrahmt von den leuchtend gelben und gr\u00fcnen Reisfeldern. Kommt die Sonne einmal kurz hinter den Wolken hervor, strahlen die Farben des Hochlandes geradezu.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1137\" aria-describedby=\"caption-attachment-1137\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-1137\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1213-Medium-1024x683.jpg\" alt=\"Reisfelder im s\u00fcdlichen Hochland\" width=\"980\" height=\"654\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1213-Medium-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1213-Medium-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1213-Medium-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1213-Medium-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1213-Medium-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1213-Medium.jpg 1152w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1137\" class=\"wp-caption-text\">Reisfelder im s\u00fcdlichen Hochland<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Stra\u00dfe selbst wird immer schlechter, je weiter wir gen S\u00fcden kommen. Und das geht nur sehr langsam. Bei einer Pipipause halten wir an diversen Raphia-Verkaufsst\u00e4nden bei Ambohimalaza. Christian findet direkt gegen\u00fcber im Geb\u00fcsch ein junges <em>Furcifer lateralis<\/em>-M\u00e4nnchen. Er hat\u2019s einfach drauf! Thomas kauft mehr als 20 kleine, aus Draht und Bast handgefertigte Cham\u00e4leons. Neben Lemuren und Cham\u00e4leons basteln die Frauen hier auch Zebras und Giraffen. Hab ich pers\u00f6nlich jetzt auf Madagaskar noch keine gesehen, aber was soll\u2019s.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Stadt Ambatolampy liegt unser erstes Tagesziel. Ambatolampy ist eine chaotische Stadt mit viel Gr\u00fcn dazwischen. Christian bugsiert den Bus durch eine enge Marktgasse. Markisen kratzen am Bus entlang, ein Metzger winkt uns \u00fcber seinem Fleisch zu, das in der Sonne von Fliegen umschw\u00e4rmt wird. Wir halten in einem verdreckten, rauchigen Hinterhof gegen\u00fcber einem P\u00e9tanque-Platz. Hier wird Aluminium eingeschmolzen. Dazu nimmt man alte Fensterrahmen, Aludosen und alles andere, was die Chinesen so auf die Insel schleppen. Das ganze Alu wird in hohe, wei\u00dfliche Beh\u00e4lter gegeben und auf offener Flamme erhitzt, bis es schmilzt. In einer kleinen H\u00fctte zeigen zwei M\u00e4nner barfu\u00df, wie man in weniger als zehn Minuten Alut\u00f6pfe gie\u00dft. Aus einem graffit\u00e4hnlichen Sand, der staubfein ist und den es nur hier gibt, formt man ein Negativ um einen existierenden Topf oder ein geschnitztes Modell. Dann stampft man drumherum das Pulver fest, entfernt vorsichtig die Formen und f\u00fcgt die &#8220;leere&#8221; Gussform wieder zusammen. Dann wird \u00fcber einen kleinen Trichter fl\u00fcssiges Aluminium in die Form gegossen \u2013 nat\u00fcrlich ebenfalls barfu\u00df, wer braucht bei \u00fcber 300 Grad schon Schutzkleidung. Nach wenigen Sekunden ist das Aluminium erstarrt und kann aus der Form genommen werden. Der hei\u00dfe Aluminium-Schmelztiegel wird mit einer Art selbst gebauter Zange gehalten und bedient. Vom fertigen Topf muss man nun noch die Grate entfernen, aufpolieren &#8211; voil\u00e0!<\/p>\n<div id='gallery-3' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1230-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Ambatolampy\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1230-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1230-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1230-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1230-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1230-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1230-e1506715984179.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1232-Medium-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Ambatolampy\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1232-Medium-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1232-Medium-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1232-Medium-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1232-Medium-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1232-Medium-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1232-Medium.jpg 1152w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1241-e1506716131581-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Ambatolampy\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1241-e1506716131581-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1241-e1506716131581-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1241-e1506716131581-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1241-e1506716131581-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1241-e1506716131581-500x334.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1241-e1506716131581.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"654\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1258-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Ambatolampy\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1258-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1258-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1258-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1258-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1258-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1258-e1506715952379.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure>\r\n\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin beeindruckt, allerdings eher um die Gesundheit der Arbeiter besorgt. Tanala ersteht zwei T\u00f6pfe f\u00fcr je 15.000 Ariary, ich erstehe eine kleine Schildkr\u00f6te f\u00fcr 7.000 Ariary. Die Luft in den H\u00fctten ist bei\u00dfend, der Staub kitzelt in der Nase und reizt die Atemwege. Der Rauch drau\u00dfen stinkt wie die H\u00f6lle&#8230; wie lange die Arbeiter das wohl durchhalten?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sp\u00e4ter geht es weiter nach Antsirabe. Die Stadt der hei\u00dfen Quellen ist gr\u00fcn, relativ wohlhabend, aber auch eng und verstopft mit Hunderten Pousse-Pousse, Taxi Be, Taxibrousse und LKWs. Wir halten an einem kleinen Restaurant, wo es ziemlich gute Pizzas gibt. Die WLAN-S\u00fcchtigen sind nat\u00fcrlich gleich wieder im Netz. Ich habe beschlossen, mein Handy wie immer drei Wochen ausgeschaltet zu lassen. Schnell kleben am Fenster zig Verk\u00e4uferinnen mit T-Shirts, Ketten, Anh\u00e4ngern, Tischdecken und allerlei anderen Dingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem leckeren Mittagessen entscheiden wir uns &#8211; ganz demokratisch &#8211; f\u00fcr einen Besuch in Josephs Edelsteinwerkstatt. In einer kleinen Gasse treffen wir auf ein unscheinbares Haus, vor dem jedoch ein bewaffneter Wachmann postiert ist. Wir treten ein und sind die einzigen G\u00e4ste. Josephs Angestellte zeigen uns alle m\u00f6glichen Steine, allen voran der in Antsirabe abgebaute Rosenquarz und ein \u00fcber 10 Milliarden Jahre alter versteinerter Palisander. In der Werkstatt werden die Steine verarbeitet und zu verschiedenen Fig\u00fcrchen, Solit\u00e4r- oder Damespielen usw. umgebaut. Jeder bekommt einen kleinen Celestit-Stein geschenkt, auch den gibt es nur auf Madagaskar. in einem kleinen, mit wei\u00dfen Kieseln ausgelegtem Hof sitzen vier Strahlenschildkr\u00f6ten, ein M\u00e4nnchen davon schwer ramponiert, aber l\u00e4ngst verheilt. Zum Gl\u00fcck wohnen sie den Rest der Zeit im Garten. Joseph begr\u00fc\u00dft micht herzlich. Eigentlich finde ich nichts an Steinen, aber ein kleiner Anh\u00e4nger aus Feinsilber mit Cham\u00e4leon, Ravenala und dem Umriss Madagaskars hat es mir angetan. Unten ist ein kleiner Rubin eingearbeitet. Als ich nach dem Preis frage, druckst Joseph erst herum, dann schenkt er mir den Anh\u00e4nger einfach. &#8220;Misaotra betsaka!&#8221;<\/p>\n<div id='gallery-4' class='gallery gallery-columns-2 wild-book-custom-gallery'><div class='masonry-container masonry-gallery' data-columns='2'><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"652\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1347-1024x681.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Trilobit\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1347-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1347-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1347-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1347-940x626.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1347-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1347-e1506716502201.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\r\n\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\r\n\t\t\t\t\t\t<img width=\"980\" height=\"653\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1325-e1506716586362-1024x682.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"Edelstein\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1325-e1506716586362-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1325-e1506716586362-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1325-e1506716586362-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1325-e1506716586362-940x626.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1325-e1506716586362-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1325-e1506716586362.jpg 1323w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/>\r\n\t\t\t\t\t<\/div><\/figure>\r\n\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\t\t\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Weg geht weiter durch die leuchtenden Reisterassen Madagaskars. Es muss Unmengen geregnet haben, alle paar Hundert Meter sind viele Quadratmeter der Stra\u00dfe von roten Erdrutschen verdeckt. Schlagl\u00f6cher und eine halb weggebrochene Br\u00fccke machen die RN7 zu einem besonderen &#8220;Erlebnis&#8221;. Christian f\u00e4hrt aber wie immer v\u00f6llig gelassen und sicher. &#8220;Mora mora!&#8221;, schmunzelt er nur. Kurz vor Sonnenuntergang halten wir gegen\u00fcber eines Wasserfalls zur Pinkelpause. Christian findet nach wenigen Minuten ein schlafendes <em>Furcifer lateralis<\/em>-M\u00e4nnchen an einem niedrigen Busch direkt \u00fcber einem Reisfeld. Fotos, Fotos, Fotos&#8230; wir fahren erst los, als es schon dunkel wird. Es beginnt zu regnen und ein Gewitter setzt ein. Das macht das Fahren auf der eh klatschnassen, mit riesigen Pf\u00fctzen und L\u00f6chern versehenen, schmierigen Stra\u00dfe nicht einfacher. Der Fluss, der neben der RN7 verl\u00e4uft, ist l\u00e4ngst zu einem rei\u00dfenden Gew\u00e4sser geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erst im Dunkeln treffen wir in Ambositra, der Stadt der Holzschnitzer, ein. Nur wenige Lichter weisen in der dunklen Stadt den Weg. \u201eHier sehen Sie gerade NICHT Ambositra.\u201c Wir kommen in ein tolles Hotel mit riesigen Bungalows, deren kleine Galerie, D\u00e4cher und Pfosten alle mit handgeschnitzten Verzierungen versehen sind. Sogar die Gardinenstangen haben Lemuren und Cham\u00e4leons an den Enden. Licht und Strom funktionieren, selbst die Steckdosen halten \u2013 und eine warme Dusche! Geil! Richtig luxuri\u00f6s hier f\u00fcr Madagaskar. Drau\u00dfen ist es inzwischen ziemlich k\u00fchl. Ambositra ist die k\u00e4lteste Stadt Madagaskars und erreicht nachts gerne mal die 10\u00b0C.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1152\" aria-describedby=\"caption-attachment-1152\" style=\"width: 980px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-1152\" src=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1377-1024x683.jpg\" alt=\"Furcifer lateralis\" width=\"980\" height=\"654\" srcset=\"https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1377-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1377-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1377-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1377-940x627.jpg 940w, https:\/\/www.masika-sipa.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/MG_1377-500x333.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1152\" class=\"wp-caption-text\">Furcifer lateralis<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das dazugeh\u00f6rige Restaurant des <em>Artisan<\/em> l\u00e4sst ebenfalls keine W\u00fcnsche offen. Weder optisch noch kulinarisch. Oh, und akustisch! Ich esse leckere Brochettes mit Kartoffeln und g\u00f6nne mir danach eine flambierte Banane. Ein Duett aus einem Gitarre- und einem Valiha-Spieler dudeln derweil bekannte, aber leicht auf die Instrumente umgeschriebene Lieder. Nach einer Weile erkenne ich <em>Let it Be<\/em> von den Beatles und <em>Hey Jude<\/em>. Danach spielen sie irgendein deutsches Volksmusik-Lied, dass mir zwar verd\u00e4chtig bekannt vorkommt, an dessen Namen ich mich aber nicht erinnern kann. Insgesamt eine ganz nette Sache, auch wenn ich das Gedudel einer Valiha sicher nicht stundenlang aushalte.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in German.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1135,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[304,303,308,71,305,306,302,73,310,103,153,307,301,311,309],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1129"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1129"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1129\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5906,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1129\/revisions\/5906"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1135"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1129"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1129"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.masika-sipa.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1129"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}