Kategorie Ostküste 2014

Anreise mit Hindernissen

Als es hell wird, befinde ich mich zumindest schonmal in greifbarer Nähe Madagaskars. Dank Air Madagascar habe ich einen Tag länger in Paris verbracht, denn vor einer Woche wurde der Flug einfach gestrichen. Ersatzlos. Mein Flug nach Paris war allerdings nicht umbuchbar, also versprach Air Madagascar, mich und die anderen der Gruppe für die Nacht in einem Hotel am Flughafen Charles de Gaulles unterzubringen. Naja, was soll ich sagen – mit locker 30 kg Gepäck pro Nase wandelten Thorsten, Stefan, Björn, Thomas und ich also gestern zum Ibis-Hotel, um dann dort zu erfahren, dass das Hotel leider so von gar nichts wusste. Diverse Stunden, viele Telefonate und hitzige Diskussionen später konnten wir dann aber doch unsere Zimmer beziehen...

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Warum es von Marojejy so wenig Fotos gibt

Chamäleon!

Chamäleon!

Die Sonne geht um kurz vor sechs auf, und kurz danach bin ich auf dem Hotelgelände unterwegs. In den grell gelbgrün leuchtenden Hecken vor den Bungalows finden sich jede Menge kleiner Frösche und ebensoviele dicke, gelbe Nacktschnecken. Alles ist noch feucht vom Tau. Frühstück gibt es in der Patisserie direkt neben dem Restaurant. Ich bestelle sehr leckere, frisch gebackene und noch warme Schokocroissants. Während ich mir das letzte gerade in den Mund schiebe, kommt Patrick durch die offenstehende Tür. Er bringt bunt bemalte, große Holzchamäleons mit, die er an einem kleinen Stand gefunden hat. Sie sind anatomisch erstaunlich korrekt und dazu noch recht naturnah bunt bemalt, wunderschöne Figuren!

Nach der ersten Stärkung des Vormittags tüten wir unser Gepäck (Kleidung...

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Vielleicht doch der Himmel?

Camp Mantella

Camp Mantella

Kurz vor sechs wache ich auf. Die Frösche quaken leiser, die meisten sind ganz verstummt. Warum das Camp „Mantella“ als Namen hat, ist mir schon längst klar. Im Zelt ist alles nass von der hohen Luftfeuchtigkeit. Klamm wäre deutlich untertrieben, denn alles klebt und pappt. Dazu brennt mein Nacken, ich habe mir gestern trotz Lichtschutzfaktor > 30 einen heftigen Sonnenbrand geholt. Und Muskelkater hab ich auch. So, genug gejammert!

Gegen sieben Uhr versammeln wir uns zum Frühstück auf der Holzveranda. Es gibt tatsächlich Makasoka! Gestern hatte ich Patrick zwei Tütchen Salami übergeben, mit der (zugegeben nicht ganz so ernst gemeinten) Bedingung, dass er mit Küchenchef Bi Makasoka zum Frühstück absprechen möge...

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Auf Besuch bei den Engeln des Waldes

Marojejy

Weg

Der Tag beginnt heute „erst“ kurz vor Sieben, was dazu führt, dass ich ohne Umweg direkt vom Zelt zum Frühstück wandele. Wieder ist alles nass  – und feuchte Klamotten anziehen ist wirklich nicht nett, wenn man eh noch müde ist. Aber das Frühstück mit Omelette, Honigbrot und Sternfrucht-Marmelade entlohnt dafür. Direkt um acht Uhr machen wir uns auf zu Camp Marojejya. Das Wetter ist prima, aber durch die Sonne ist die Luft auch warm und stickig. Der Weg bis zu Camp 2 ist „nur“ gute zwei Kilometer lang, jedoch sehr steil und schwierig. Es geht immer wieder steil hoch und ebenso steil wieder nach unten, zwischendurch klettern wir über halbe Bäume oder riesige Wurzeln, durchqueren „Brookesia valley“ und kämpfen uns den rutschigen Pfad entlang...

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Dschungelfäule

Camp Mantella

Camp Mantella

Erst um acht Uhr morgens schaffe ich es aus dem Zelt. Ich habe Muskelkater in Muskeln, von denen ich nicht mal wusste, dass sie existieren. Der Sonnebrand im Nacken pellt sich und sieht nicht gerade gesund aus. Meine Füße tun weh (aaaber: immerhin keine Blasen!) und meine Beine und Knie wollen eigentlich überhaupt nicht mehr laufen. Keinen Meter mehr. Bis zur Gemeinschaftshütte zum Frühstück schaffe ich es aber noch. Zum Glück kommt zügig die Sonne hinter den Wolken hervor, so dass ich sofort wieder alle Klamotten auf die umliegenden Felsen drapiere. Eine Stunde trockene Kleidung wäre schon toll...

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Alles auf Standby

Phelsuma guttata

Phelsuma guttata

Der Abend gestern war lang und so dauert es ein wenig, bis ich mich heute um kurz vor Sieben aus dem Zelt gewurstelt habe. Gerne wäre ich noch etwas liegen geblieben. Aber dafür bleibt keine Zeit, denn das Zelt muss ausgeräumt und zusammengefaltet werden. Heute geht es zurück nach Sambava. Die Jungs haben sich zum Frühstück erneut an Makasoka probiert, allerdings stecken Zucchini drin. Zu meinem Glück gibt es aber danach auch noch Brot und wie üblich Honig und Marmelade.

Wir brechen gleichzeitig mit den Trägern auf, die extra heraufgekommen sind, um unser Gepäck wieder abzuholen. Wie beim Hinweg überholen sie uns auch diesmal nach wenigen Metern im Laufschritt, obwohl diesmal alle deutlich fitter als noch vor einigen Tagen sind...

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Ein Tag in Sambava

Furcifer pardalis, Sambava

Guten Morgen!

Die Nacht war nicht sonderlich ruhig. Mehrheitlich habe ich sie auf dem Klo hinter einem netten Vorhang verbracht, und dabei jedes Mal wieder die große Schabe mit den langen Fühlern auf dem Schrank gefunden. Bis zum Morgen hat sie sich aber tatsächlich endlich davon bewegt.

Ich schlurfe in die Patisserie und bestelle zwei Schokocroissants und einen Tee. Die Croissants sind noch warm, der Tee ist allerdings so stark, dass fast der Löffel drin stehen bleibt. Mir geht es nicht sonderlich gut, und die Sonne brennt schon um acht Uhr vom Himmel. Zum Glück haben wir heute aber nichts Großes vor, vor allem Erholung und Nichtstun ist angesagt. Im Hof sitzend warten ich und Thorsten auf Mosesy, der uns auf einem kleinen Rundgang durch Sambava begleiten möchte.

Irgendwann nach de...

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Ankunft in Maroantsetra

Meine Wenigkeit

Meine Wenigkeit

Der Tag beginnt zwar heute relativ spät, aber schon um acht Uhr morgens ist das Klima völlig unerträglich. Es ist locker über 35°C warm und die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, dass es eigentlich jeden Moment regnen müsste. Ein Dampfbad ist nichts dagegen! Das Frühstück, frische warme pain auch chocolat und heißer Tee, hilft nur wenig. Die Rechnung für die letzten Tage muss auch noch gezahlt werden. Während ich darauf warte, dass der Hotelangestellte einen Zettel beschriftet und nacheinander aus einem Wust an herumfliegenden Zetteln die richtigen herauszufinden versucht, kraule ich eine kleine rote Katze, die mir um die Beine streicht...

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Rambutan und Blattschwanzgeckos

Hotel Coco Beach

Hotelgelände

Ich habe grandios erholsam geschlafen. Um halb sechs schon kräht – gefühlt direkt neben dem Bett – ein Hahn laut und ausgiebig. In das Morgenkonzert mischt sich das Gebell einiger Hunde, die sich entweder gerade prügeln oder gerade einen ungebetenen Gast entdeckt haben. Gegen sieben Uhr steige ich aus dem Bett, die Matratze ist im Gegensatz zu Sambava geradezu ein Wellnessbereich. Für große Menschen ist sie aber nicht gemacht, denn ich erreiche mit mein 1,65 m ohne die Arme auszustrecken sowohl das Kopf- als auch das Fußende des Bettes. Der achtbeinige Besucher von gestern ist wieder an seinem angestammmten Platz im Bad, und wieder lässt er sich zumindest leicht an seinen Zweitplatz außer Sichtweite vertreiben. Angenehmer wird das Tierchen nicht.

Zum Frühstück reic...

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Zwischen Meeresrauschen und Regenwald

Klohäuschen, Nosy Mangabe

Klohäuschen

Kaum ist es hell, erkunde ich erstmal das Klohäuschen von Nosy Mangabe (eher weniger freiwillig, aber das tut nichts zur Sache). Es ist richtig niedlich angelegt, draußen gibt es ein aus einem Naturstein geformtes Waschbecken mit Wasserhahn und sogar einen hübschen runden Spiegel. Selbst an Handtuchhaken in Form von gebogenen Ästen hat jemand gedacht. Angesichts der großen Spinnen, die unter den Ecken der Hüttendächer nisten, klopfe ich jede Klopapierrolle vor Benutzung aus und schaue ziemlich starr nach draußen, solange ich mich unter dem Dach befinde… Es muss von draußen ulkig aussehen, aber es sieht mich ja keiner! Das ist übrigens die “was-ich-nicht-sehe-ist-auch-nicht-da”-Taktik...

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