Kategorie Nordwesten 2013

Ankunft in Tana – und weiter nach Andasibe

Der Flug war ätzend. Ich hatte zum Glück war zwei Plätze statt einem und saß sogar am Fenster, aber leider auch direkt über den Turbinen. Während knapp elf Stunden Flug gab es nicht wirklich Schlaf. Nie wieder sooo ein ätzender Langstreckenflug! Bei der Landung auf Réunion wurde mir erstmal ordentlich schlecht. Der erste Schritt nach draußen… ich laufe wie gegen eine warme, feuchte Wand. Zum Glück gibt’s eine (langweilige) Stunde Aufenthalt in dem kleinen Flughafen unter’m Holzdach, wo kleine tropische Vögel ein und aus fliegen. Somit ist mir zumindest beim Flug nach Tana nicht mehr ganz so schlecht ;) . In Réunion (genauer St. Denis) bekomme ich bei der Ankunft ein kleines, dreiseitiges Blättchen in die Hand gedrückt. Soll ich ausfüllen, damit bekommt man sein Visum...

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Ein Traum von Regenwald

See vor den Bungalows

See vor den Bungalows

Der Tag beginnt um 5:30, der Hahn aus dem Nachbardorf kräht lang und ausdauernd. Irgendein Hund bellt sich die Seele aus dem Leib – wie ich später erfahre, ist es nicht nur ein Hund, sondern auch eine Gruppe streitender Lemuren. Alles klebt. Ich hab jetzt schon mehr Mückenstiche als ich für gesund befinde – trotz Moskitonetz, aber dessen Technik hab ich sowieso noch nicht so ganz durchschaut. War mir gestern Abend auch herzlich egal. Um 6.30 Uhr herum ertönen aus den Nachbarhütten allerlei lustige Wecker-Klingeltöne, ein Star-Wars-Fan (ich nicht!) schläft anscheinend direkt neben jemandem mit Tetris-Wecker… :D. Als ich die Tür meines Bungalows öffne, schaue ich direkt auf den Regenwald….wow. Es ist diesig, feucht, wie im Regenwald eben...

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Cholesterin-U-Boote und Eierbäuche

Auch der heutige Tag startete erstmal mit einem Zebu-Sandwich, liebevoll Cholesterin-U-Boot getauft. So könnte jeder Tag anfangen! Die Gruppe bleibt heute die gleiche. Dadurch habe ich natürlich auch mehr Gelegenheit, Tiere zu beobachten, zu fotografieren oder einfach alleine die Natur zu genießen. Anto, Andrea und ich fahren mit Patrice und Daddy zum Nationalpark Analamazaotra. Vor dem Parkeingang liegt ein großer Parkplatz, und der ein oder andere französische Tourist scheint sich auch hierhin verirrt zu haben. Ein kleines Museum und ein Toilettenhaus, das war’s. Anmelden muss man sich trotzdem.

Calumma brevicorne

Calumma brevicorne

Analamazaotra

Eingang

Calumma brevicorne

Baby

Calumma nasutum

Calumma nasutum

Praktischerweise sitzt direkt vor dem Eingang schon ein trächtiges Calumma brevicorne-Weibchen, was sich mächtig über uns aufregt...
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Sonne, Hitze, Nachzuchtfarm

Kurz nach 6 Uhr, es ist schon hell – und VERDAMMT KALT. Jetzt weiß ich auch, warum in dem Bungalow drei Decken übereinander liegen… Haare waschen fällt aus, ohne Föhn frier ich mir da ja das Gehirn weg.

Kurz vor 7: Fällt doch nicht aus. Wird schon wärmer. Übrigens habe ich einen gewissen Vorteil soweit oben zu wohnen und jeden Tag zigmal die steilen Treppen zu erklimmen: Ich krieg als erstes sofort warmes Wasser, weil der Warmwassertank direkt hinter meinem Bungalow steht. Und warm… ja, es ist wirklich seeeehr warm, um nicht zu sagen kochend heiß. Wer mal seine Haut kostengünstig pellen möchte, hier ist der perfekte Ort. Also am besten erstmal das Wasser einstellen und dann erst drunterstellen, andersrum ist ein bisschen gefährlich.

Auf dem Weg von Andasibe nach Tana

Auf dem Weg von Andasibe nach Tana

Auf dem Weg von Andasibe nach Tana

Auf dem W...

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Durch’s Hochland nach Ankarafantsika

Um 7 Uhr checken wir schon wieder aus bzw. treffen uns zum Frühstück. Wie überall in Madagaskar dauert es, bis alle ihr Morgenmampf haben, die Küchen sind nicht so groß und eilig hat’s auch keiner.  Mora, mora :D. Irgendwann sind aber trotzdem alle mit Tee, Saft, Rühreiern und Baguette versorgt. Die Jungs verpacken derweil kunstvoll unser Gepäck in Planen auf den Dächern der sechs Jeeps, mit denen wir ab jetzt unterwegs sein werden. Ich fahre mit Dimby, Antonella und Andrea – und darf dankenswerterweise den Beifahrersitz besetzen.

Der Weg ist laaaang. Stundenlang fahren wir kurvige Straßen, deren Zustand aber recht gut ist. Maximal 80 km/h schafft man. Das Hochland ist enorm hügelig, so dass man eigentlich immer eine super Aussicht hat. Leider ist unendlich viel gerodet worden...

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Rund um den Lac Ravelobe

Lac Ravelobe

Lac Ravelobe

Die ganze Nacht ging es mir ziemlich bescheiden. Kreislaufkollaps und Übelkeit – die Rache des Frosches oder doch eher der enorme Klimawechsel? Keine Ahnung. Morgens geht es wieder, aber schwindelig ist mir immernoch. Zumindest kann ich sagen, dass die Sterne über Ankarafantsika der Wahnsinn sind – Zeit genug, die zu beobachten, hatte ich heute Nacht ja.

Zum Frühstück gibt es in sehr kleinen Pfannen mühselig und zeitaufwändig frittiertes Baguette, Makasoka (sowas wie „arme Ritter“) – das viele Fett hilft erstaunlicherweise, den aufgebrachten Magen zu beruhigen. Ich gehe heute mit Andrea, Anto und Dimby eine „gemütliche“ Runde 6 km um den See. Eine Gruppe wird den See Ravelobe gegenläufig umrunden, die dritte geht in die Ambalabongo-Schlucht.

Es ist unsäglic...

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Die Hitze wird erträglich

Ankarafantsika

Mein Zelt

Ein neuer Tag, nochmal um den See. Frühstück mit Makasoka und Cola, daran könnte ich mich gewöhnen. Diesmal geht’s mir aber blendend – und es ist bemerkenswert, wie schnell man in “normalem” Tempo plötzlich um den Lac Ravelobe kommt! Nur geht es diesmal andersrum um den See. Überall um den See gibt es übrigens Erdlöwen, kleine Insekten, die Sandtrichter bauen. Stochert man darin vorsichtig mit einem kleinen Stöckchen herum, werfen sie mit Sand. Witzige Viehcher. Wieder finden wir Furcifer rhinoceratos, wieder wuseln die Schildechsen neugierig um uns herum, einige Geckos gibt’s auch zu sehen. Ein paar Leioheterodon, ungefähr so dick wie mein Unterarm, queren unseren Weg. Zwischendurch machen wir Pausen und genießen die grandiose Aussicht auf den großen See...

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Es geht gen Norden

Auf dem Weg nach Antsohihy

Auf dem Weg nach Antsohihy

Früh am Morgen wird gepackt. Während ich mit den anderen zusammen frühstücke, baut Patrick die Zelte zusammen. Die Jungs verschnüren das Gepäck auf den Jeeps in den Planen und packen die Küchenutensilien und Zelte ein. Wir stehen noch einen Moment auf dem Parkplatz, dann geht es los nach Antsohihy.
Unterwegs halten wir in Port Bergé, um in einer großen Halle zu Mittag zu essen. An den vergitterten Fenstern hängen alte Vorhänge, zwei Mädels schauen neugierig rein. Wir sitzen auf schmalen Holzbänken an kleinen Tischen.  Angeboten wird u.a. cerveille, also Gehirn vom Zebu. Heidi und ich trauen uns nicht, es selbst zu bestellen – freundlicherweise dürfen wir aber bei Jonathan ausgiebig probieren. Schmeckt hervorragend und die kleine Portion ist schnell weg...

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Im Habitat der Pantherchamäleons

Was ich gestern abend noch nicht wusste: Mit Schlafen ist bei 30,9°C und ohne air con sowieso nicht viel. Die Luft ist so extrem stickig, dass ich gegen 3 Uhr irgendwann das Fenster aufreiße, weil es einfach nicht aushaltbar ist in der Hitze. Das hat zur Folge, dass eine Million Stechmücken dem leckeren Geruch von Mensch folgen. Ich verbringe die nächsten zwei Stunden damit, mich mit Antibrumm, dem Ventilator, den Stechmücken und der Hitze zu beschäftigen. Um fünf gebe ich auf, zieh meine Straßenklamotten an und setz mich auf die kleine Veranda. Hier ist wenigstens die Luft gut und hell wird’s auch schon. Zwei Stunden später trudeln dann auch die übrigen Mitreisenden ein bzw. werden nach und nach wach.

Furcifer oustaleti

Furcifer oustaleti

Furcifer oustaleti

Furcifer oustaleti

Auf dem Weg nach Ankaramibe

Auf dem Weg

Furcifer viridis

Furcifer viridis

Furcifer viridis

Furcifer ...

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Ein Besuch auf Nosy Faly

Der Tag beginnt mit einem kleinen Frühstück. Im offenen Restaurant des Baobab-Hotels gibt es Baguette, Honig und Rührei. Dazu bekommt man ein Glas voll dicklicher, weiß-grünlicher Flüssigkeit. Soll Curasol sein oder sowas. Schmecken tut es, als habe man irgendeine Pflanze mit Wasser verrührt, nicht so mein Ding. Ich trinke es mal mutig trotzdem aus, irgendwer behauptet, es würde vor Krebs schützen. Kann ja nicht schaden!

Nosy Faly

Nosy Faly

Etwas später starten wir mit den Jeeps ins nahe gelegene Dorf, Doany. Nur wenige Straßen nach links, dann stehen wir auf einem staubigen Platz, umgeben von Holzhütten und einer Menge Müll auf dem Boden. Wir sind direkt am „Hafen“ von Ankify...

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