Ab an den Pool

Furcifer oustaleti

Furcifer oustaleti

In der Frühe brechen wir die Zelte im Montagne d’Ambre ab. Die Sonne scheint wie immer vom blauen Himmel, als unsere Jeeps sich – diesmal im Hellen – den Weg hinunter nach Ambohitra kämpfen. Im Hellen sieht der Weg viel harmloser aus, auch wenn einiger der Löcher nach wie vor von mir als „definitiv nicht befahrbar“ eingestuft würden.  Hinter Joffreville geht es die lange, lange Asphaltstraße wieder nach unten, wir fahren Richtung Antsiranana. Schon kurz hinter Joffreville hält Dimby plötzlich an einem kaputten Zaun am Straßenrand. Chamäleons! Ich springe aus dem Auto und wir finden ein junges Furcifer pardalis-Männchen und ein Furcifer oustaleti, beide jedoch sehr aufgeregt und kaum vernünftig zu fotografieren. So lassen wir sie schnell wieder in Ruhe, setzen sie zurück ins Gebüsch und fahren weiter.

Furcifer pardalis

Furcifer pardalis

Auf dem Weg nach Antsiranana

Auf dem Weg…

Auf dem Weg nach Antsiranana

…nach Antsiranana

Auf dem Weg nach Antsiranana

Gleicher Weg

Auf dem Weg nach Antsiranana

THB-Hütte

Vor Antsiranana

Vor Antsiranana

Vor Antsiranana

Vor Antsiranana

Antsiranana

Antsiranana

Antsiranana

Antsiranana

Antsiranana

Antsiranana

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Antsiranana, früher Diego Suarez genannt, ist extrem staubig. Überall schon lange vor der Stadt weht roter Staub ins Auto, kleine Staubkörner irritieren meine Augen und peelen die Haut. Der Wind weht richtige Sandböen über die Wege. Die Gegend drumherum ist eher kahl, ein bisschen Gebüsch, viele leere Flächen, man kann das Meer sehen. In Antsiranana parken wir auf einem länglichen Parkplatz unten auf der Rue Colbert. Wir steigen aus und warten auf die übrige Gruppe. Bis alle da sind, werden wir mehrfach von einem jungen Mann, der Steinschleudern verkauft, angesprochen. Schließlich kauft Thorsten eine der hellhölzigen Flitschen mit stabilem Lederband – und erhält dazu so große Kiesel als Geschosse, dass man leicht jemanden in die ewigen Jagdgründe befördern könnte. Wir bummeln gemütlich die Rue Colbert nach oben. Die Häuser sind alle noch im Kolonialstil. An etlichen Souvenirshops kommen wir vorbei, die T-Shirts, Röcke, Tops, Taschen und andere Andenken an Madagaskar verkaufen. In einem kleinen, hellen, aber vollgestopften Laden sehe ich auch zum ersten Mal auf Madagaskar Postkarten. Man könnten sie sogar verschicken, muss sie dazu aber sofort schreiben und gleich hier im Laden wieder abgeben, denn Briefkästen gibt’s draußen nicht. Das ist mir dann doch momentan zu umständlich  – ich bleibe also dabei, dass es von mir keine Ansichtskarten aus Madagaskar geben wird. ;) Am oberen Ende der Rue Colbert warten die Jungs mit unseren Autos. Kurz noch machen wir eine Pause auf einem Platz mit hellem Sand und grünen Holzbänken. Und weiter geht es nach Ramena.

Bucht von Antsiranana

Bucht von Antsiranana

Der Weg von Antsiranana nach Ramena führt an der Küste entlang. Irgendwo halten wir am Straßenrand, um die fantastische Aussicht über die blaue Bucht zu genießen. Neben uns liegt eine Baustelle, vor uns das Meer und der Strand… und Unmengen Müll. Das Bild könnte aus dem Paradies stammen, solange man nicht unter die eigenen Füße schaut. Rechts in der Ferne sieht man, wie der Wind den Sand nach oben wirbelt und durch die Luft treibt. Als wir den Weg wenig später fahren, kurbeln wir bereits vor Durchqueren der sandigen Ebene schnell alle Fenster im Auto hoch. Paniert werden will keiner ;). Kurz vor Ramena halten wir plötzlich an einem Holzzaun rechts der Straße. Dahinter, vielleicht 20 m vom Weg entfernt, stehen schöne, kleinere Baobabs. Die sanft gewundene Straße führt weiter am Meer entlang, bis wir schließlich nach Ramena kommen.

Baobabs

Baobabs

Antsiranana

Antsiranana

Müllberge

Müllberge

Bucht von Antsiranana

Bucht von Antsiranana

Unser Auto

Unser Auto

Baobabs

Baobabs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ramena

Restaurant

Ramena ist ein kleines Fischerdorf direkt am Strand. Wir biegen in einen abschüssigen Weg ein, der halb aus Asphaltresten, halb aus Schotter besteht. Links geht es in eine Einfahrt, schon stehen wir im Innenhof des Hotels „Casa en Falafy“. Orangerote Wände begrüßen uns. Wo der eigentliche Eingang ist, sehe ich erstmal nicht und bleibe einfach bei den Jeeps stehen. Irgendwann taucht Thorsten wieder auf. Ich habe wie er ein Bungalow im unteren Bereich des Hotels, direkt am Pool und neben dem Restaurant. Die anderen sind etwa 30 m die Straße hoch auf der anderen Straßenseite untergebracht, in sehr hübschen Bungalows um einen ebenso schicken Pool herum. Mit Aussicht auf’s Meer. Im Erdgeschoss des Restaurants lasse ich mich erstmal in die bunt gepolsterten, tiefen Sessel sinken. Über der Theke befinden sich dicke, hohe Gläser, die mit verschiedenen Sorten Rum gefüllt sind. Kokos, Ananas, Vanille, Schoko… sich da durchzuprobieren dürfte sehr interessant werden! Zum bestellten THB bekommen wir selbst gebackene Kartoffelchips an den niedrigen Tisch, die sogar noch warm sind. Sehr, sehr lecker! Abendessen gibt es im ersten Stock des Haupthauses an einer langen Tafel. Ich komme letztlich nicht mehr dazu, mich tatsächlich durch die vielen Rum-Sorten zu probieren. Schon beim Kokosrum bleibe ich stecken – der ist aber auch wirklich richtig gut.

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