Süßes Nichtstun im Paradies

Ankify

Mein Bungalow

Heute ist Nichtstun angesagt. Nach und nach trudeln gegen halb neun alle zum Frühstück (diesmal mit Ananassaft) ein. Offiziell gibt es heute kein Programm. Wer mag, kann sich an den Strand legen und sich langsam von der Sonne grillen lassen.

Als ich zusammen mit Armin die Lodge auf dem Weg nach rechts verlasse, fährt ein älterer Mann im selbstgebastelten Rollstuhl an uns vorbei. Den Hang kommt er kaum hoch, und so schiebt Armin ihn kurzerhand nach oben, ohne dass einer auch nur ein Wort des anderen verstehen würde. Aber das macht nichts, der Mann freut sich auch ohne die fremde Sprache zu verstehen. :) An einem kleinen Hang, vielleicht 50 m von der Lodge entfernt, sind Heidi und ein paar andere auf Froschsuche. Das nasse Bachufer und die Wärme versprechen schöne Tiere. Wenige Meter davor entdecken wir ein Baby-Pantherchamäleon, das gerade so auf meinen Daumen passt. Es ist rosa mit hellen Lateralstreifen – und ziemlich empört darüber, dass solche Riesen es auf die Hand nehmen. Ich setze es nach einigen Fotos vorsichtig wieder zurück auf den Ast, auf dem es gefunden wurde.

Furcifer pardalis, Ankify

Baby

Furcifer pardalis, Ankify

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Martin, Thorsten und ich schlendern gemütlich an den Froschsuchern vorbei und schauen im Gebüsch und den Bäumen drumherum nach weiteren Pantherchamäleons. Ganz so einfach ist es nicht, wenn man keinen Guide dabei hat. Aber wir haben Zeit. Ich genieße die Ruhe und lasse meine Blicke durch die grüne Vegetation schweifen. Nach kurzer Zeit bemerke ich, dass uns die anderen gar nicht folgen. Thorsten hatte vorgeschlagen, bis zu einem kleinen Restaurant zu laufen, dessen Eigentümerin er kennt und wo man bei schöner Aussicht ein kühles THB trinken kann. Tja, nun sind wir nur zu dritt, aber umso besser wird es. Der Weg ist teils noch asphaltiert, teils nur Schotter, dann wieder sandig. Wir treffen auf Zebus am Straßenrand, einige Hütten stehen den Abhang hinunter unten am Strand. Wunderschöne, weiß und gelb blühende Blumen begleiten uns den gesamten Weg. Palmen wechseln sich mit anderen Laubbäumen ab und bilden ein dichtes, fantastisches Grün, das einen tollen Kontrast zum blauen, leicht bewölkten Himmel bildet. Ein Traumweg…

Unterwegs finden wir ein weiteres, etwas älteres Pantherchamäleon-Jungtier. Nachdem es Martin und mir zwischen den Ästen entwischt, brauchen wir fast eine Viertelstunde, um es überhaupt wiederzufinden. Schnell hat es sich hinter einige Blätter geflüchtet und obwohl es alles andere als grün ist, ist es im Gebüsch nur schwer auszumachen – und das, obwohl ich eigentlich ganz genau gesehen habe, wo es hingelaufen ist! Am gleichen Straßenrand entdecken wir ein buntes, ausgewachsenes Pantherchamäleonmännchen, ein wunderschönes Tier. Leider ist auch dieses etwas nervös, so dass wir es nach wenigen Fotos wieder zurück in sein Gebüsch setzen und ziehen lassen.

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Furcifer pardalis, Ankify

F. pardalis

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F. pardalis

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Fundort

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F. pardalis

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F. pardalis

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Irgendwann beschreibt der Weg eine sanfte Rechtskurve und wir kommen an ein weißes Steinhaus mit rotem Dach, zu dem eine steile, schmale Treppe hinunterführt. Thorsten geht vor, zwei große, beige Hunde kommen uns entgegengesprungen. Statt uns zu verbellen, begrüßen sie uns freundlich. Beide sehen erstaunlich gepflegt aus, sind kastriert und tragen Halsbänder. Sie begleiten uns auf eine kleine Terasse hinter dem Haus. Auf einem kleinen, weiß bezogenem Sofa und dem dazu passenden, bequemen Sessel lässt sich der Ausblick auf’s Meer wahrlich genießen. Die Eigentümerin scheint gewechselt zu haben, die jetzige bewirtet aber nach wie vor Gäste und bringt uns THB und Erdnüsse. Die Hunde gesellen sich zu uns und lassen sich kraulen.  Der perfekte Tag…

Als irgendwann alle Getränke leer sind, wird es Zeit, zurückzugehen.  Ein so schöner, ruhiger Ort, ein so paradiesischer Tag… Wir verlassen das kleine Restaurant (ehemals dauphin bleu, inzwischen Ankify Lodge). Als wir die Treppe heraufsteigen, folgt uns der jüngere der beiden Hunde. Auf die Rufe seiner Besitzerin reagiert er nicht, er läuft ein paar Meter mit, fordert uns zum Spiel auf und muss schließlich von uns zurückgebracht werden. Kaum sind wir etwa 100 m gelaufen, hat der Hund uns erneut eingeholt. Er tollt um uns herum – und Thorsten bringt den lieben Kerl erneut zurück in sein Zuhause, wo er es im Gegensatz zu den meisten Hunden auf Madagaskar ziemlich gut hat. Etwas zügiger als heute morgen, aber immernoch sehr gemütlich, laufen wir den Weg zurück zur Lodge. Tatsächlich ist es gar nicht so weit – auf der Suche nach Pantherchamäleons sind wir heute morgen aber wohl ziemlich geschlichen.

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Phelsuma laticauda

Ph. latic.

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Daddy und Thorsten

Daddy und Thorsten

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Hotel Baobab

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Am Strand

Zurück in der Lodge zieht es alle schnell an den Strand. Die Strömung im Meer ist heute um ein Vielfaches stärker als gestern, man kann kaum stehen, geschweige denn lange schwimmen. Ich lasse mich auf dem Salzwasser treiben, lande ab und zu am seichten Ufer und treibe wieder zurück ins Meer. Das warme Wasser und der blaue Himmel laden zum Träumen ein. Am Strand versucht Gerd, die flinken Krabben einzufangen, ohne sich von den Scheren in die Finger zwicken zu lassen. Eine gewisse Situationskomik hat das schon… Eric und Daddy haben sich schmale, blaue Kajaks geliehen, mit denen sie ein paar Runden auf dem Meer paddeln. Ich darf auch mal eins ausleihen. Ohne wirklich Rudern zu können, kommt man mit den kleinen Booten erstaunlich leicht und schnell vorwärts. Es macht richtig Spaß.

Als es dunkel wird, schleppe ich mich ziemlich müde die Stufen zum Restaurant hoch. Von was ich eigentlich so müde bin? Gute Frage, eigentlich war ich ja nur Spazieren heute…

Phelsuma laticauda

Lieber ein süßes Geckobild

Die Nacht hat noch ungeahnte Überraschungen für mich – aber keine schönen. Als ich zurück in mein Bungalow komme, sitzt eine monströse Spinne auf meinem Kopfkissen. Hallo?! Wieso denn ausgerechnet auf meinem KOPFKISSEN? Gehe ich von den Maßen meiner Hand aus, hat das Tierchen samt Beinen etwa 20 cm Durchmesser. Ist jetzt nicht riesig, aber für meinen Geschmack deutlich zu groß. Leider komme ich in einem leichten Anflug von Ekelpanik nicht auf die Idee, einfach die Tür zu öffnen und Kissen samt Spinne nach draußen zu befördern. Stattdessen werfe ich das Ganze vor die Wand auf den Boden. Ja. Spinne sitzt noch, ich tänzele um mein Bett und spanne das Moskitonetz. So fest war noch kein Moskitonetz jemals gespannt! Mein kleiner Phelsume, der die letzten Tage abends immer in meinem Cocktailglas saß und den morgens mitgebrachten Honig abschleckte, ist auch weg. Wahrscheinlich vom Achtbeiner gefressen. Naja, mal schauen, wo das Monster morgen früh steckt.

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