Im Habitat der Pantherchamäleons

Was ich gestern abend noch nicht wusste: Mit Schlafen ist bei 30,9°C und ohne air con sowieso nicht viel. Die Luft ist so extrem stickig, dass ich gegen 3 Uhr irgendwann das Fenster aufreiße, weil es einfach nicht aushaltbar ist in der Hitze. Das hat zur Folge, dass eine Million Stechmücken dem leckeren Geruch von Mensch folgen. Ich verbringe die nächsten zwei Stunden damit, mich mit Antibrumm, dem Ventilator, den Stechmücken und der Hitze zu beschäftigen. Um fünf gebe ich auf, zieh meine Straßenklamotten an und setz mich auf die kleine Veranda. Hier ist wenigstens die Luft gut und hell wird’s auch schon. Zwei Stunden später trudeln dann auch die übrigen Mitreisenden ein bzw. werden nach und nach wach.

Furcifer oustaleti

Furcifer oustaleti

Furcifer oustaleti

Furcifer oustaleti

Auf dem Weg nach Ankaramibe

Auf dem Weg

Furcifer viridis

Furcifer viridis

Furcifer viridis

Furcifer viridis

Furcifer viridis

Furcifer viridis

Furcifer viridis

Furcifer viridis

Furcifer viridis

Versteckt

Auf dem Weg nach Ankaramibe

Von Antsohihy nach Ankaramibe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegen 9 Uhr brechen wir auf nach Ankaramy. Wobei Ankaramy der Fluss ist, das Dorf selbst heißt Ankaramibe, was soviel wie „großes Ankaramy“ bedeutet. Auf dem Weg dorthin halten wir hier und da in der relativ kargen Landschaft für Pinkelpausen. Bei zwei davon finden wir Furcifer viridis (ehemals Furcifer lateralis), insgesamt zwei rosa Weibchen und ein grünes Männchen. Letzteres hat beeeindruckend dicke Hemipenes-Taschen und ist reichlich überhitzt, nachdem es einen kurzen Moment in der Sonne auf einem Ast sitzt. Wir lassen es zurück ins hohe, staubtrockene Gras.  An einem netten Aussichtspunkt, genauer dem “Belvedere d’Ankaronsana”, machen wir später noch Halt, um ein paar schöne Umgebungsfotos zu schießen.  Von oben auf dem orangenen Felsen hat man eine grandiose Aussicht weit über’s Land. Es gibt sogar einen kleinen Unterstand, obwohl der bei der kleinsten Berührung umzukippen droht ;).

Irgendwo hinter Antsohihy

Irgendwo nach Antsohihy

Furcifer viridis

Furcifer viridis

Aussicht

Aussicht

Aussicht

Aussicht

Aussicht

Aussicht

Aussicht

Aussicht

Aussicht

Aussicht

Furcifer viridis

Furcifer viridis

Furcifer viridis

Furcifer viridis

Furcifer viridis

Furcifer viridis

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Fahrzeuge

Unsere Fahrzeuge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Später geht es weiter, und irgendwann wird die Vegetation wieder grüner und die Luft feuchter. Endlich in Ankaramibe angekommen, setzen uns die Jungs vor dem Dorfschild ab und wir schlendern einmal durch die gesamte Ansammlung von Hütten. Natürlich finden wir auch Furcifer pardalis, die „pink panther“ – wobei, pink sind die nicht, vielmehr ein schmutziges rot. Aber hübsch! Sie sitzen sowohl in den Bäumen und Büschen des kleinen Dörfchens als auch drumherum.  Auch ein Pantherchamäleon-Mädchen mit einer süßen Stupsnase finden wir – und einem gebrochenen Schwanz, aber das scheint ein eher alltäglicher Makel zu sein. Natürlich gibt es auch hier Furcifer oustaleti, die scheinen wirklich nahezu überall leben zu können.

In einem kleinen Restaurant im ersten Stock gibt’s  Cola und THB, bei der Hitze ist das auch dringend nötig. Man geht durch das Erdgeschoss in eine Art Halle, wo es muffig riecht wie bei Omas im Keller. Rechts führt eine nackte kleine Treppe ohne Geländer in den ersten Stock. Wir pflanzen uns auf die überdachte Terasse. Thorsten sitzt gleich auf drei Plastikstühlen gleichzeitig, weil alle ein bisschen kaputt sind und übereinandergestülpt gerade noch halten. Direkt vor meiner Nase läuft ein kleiner Phelsume die  Wand entlang, leider kann keiner von uns ihn exakt bestimmen. Lustigerweise finden sich auf der Terasse auch eine uralte Stereoanlage und ein ähnlich alter Röhrenfernseher. Ob da irgendwas von funktioniert, wer weiß? Mitten in Ankaramibe gibt es auch einen Zebrastreifen, aber ich habe keine Ahnung, wozu der gut sein soll. Fehlgeleitete Entwicklungshilfe? Verkehr ist sowieso nicht, und die wenigen durch’s Dorf rasenden Taxibrousse und Lkws interessieren sich für weiße Streifen auf der Straße sicher nicht.

kurz vor Ankaramibe

kurz vor Ankaramibe

kurz vor Ankaramibe

kurz vor Ankaramibe

Ankaramy

Ankaramy

Ankaramibe

Ankaramibe

Ortsschild Ankaramibe

Ortsschild

Furcifer oustaleti, Ankaramibe

Furcifer pardalis

Furcifer pardalis, Ankaramibe

Furcifer pardalis

Furcifer oustaleti, Ankaramibe

Furcifer oustaleti

Furcifer oustaleti, Ankaramibe

Furcifer oustaleti

Furcifer oustaleti, Ankaramibe

F. oustaleti

Furcifer pardalis, Ankaramibe

Furcifer pardalis

Habitat von Furcifer pardalis, Ankaramy

Fundort einiger Tiere

Furcifer pardalis, Ankaramibe

Furcifer pardalis

Furcifer pardalis, Ankaramibe

Furcifer pardalis

Furcifer pardalis, Ankaramibe

Furcifer pardalis

Furcifer pardalis, Ankaramibe

Furcifer pardalis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Phelsume

Phelsume

Ankaramibe

Ankaramibe

Furcifer pardalis, Ankaramibe

F. pardalis

Furcifer pardalis, Ankaramibe

Furcifer pardalis

Furcifer pardalis, Ankaramibe

Furcifer pardalis

Ankaramibe

Ankaramibe

Ankaramibe

Habitat

Eric

Eric

 

 

 

 

Ankaramibe

Ankaramibe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Ankaramibe geht es nach Djangoa. Die Landschaft erinnert mich wieder eher an Regenwald, alles sehr buschig, dicht bewachsen und grün. Mit jedem Meter, den wir weiter in den Norden kommen, wird der Straßenzustand schlechter. Schlaglöcher sind inzwischen allgegenwärtig und schnelles Fahren unmöglich. Auch in Djangoa suchen (und finden) wir am Straßenrand Pantherchamäleons, tolle Tiere mit wunderschönen Farben.  Die Männchen leuchten richtig – wenn man sie in der richtigen Stimmung erwischt. Wird eines gerade von einem anderen Männchen bedroht, ist das “untelegene” Tier ziemlich schnell dunkelschwarz. Ist es außer Reichweite des Rivalen oder setzt man es wieder zurück auf einen die Sicht verdeckenden Baum,  zeigen auch vorher schwarze Männchen wieder knallbunte Farben und leuchten zwischen den Blättern. Was aber nicht heißt, dass es leicht wäre, die Tiere zu finden… Die Chamäleons leben übrigens nicht direkt an den Hütten und auch nicht “mit” den Menschen, daher kann ich auch nicht behaupten, es seien “Kulturfolger”. Sie leben, wie es sich für Chamäleons gehört, auf den umliegenden Bäumen und im (sehr!) dichten Gebüsch.  In Djangoa laufen plötzlich zwei struppige, dürre Welpen auf den Weg. Leider haben wir nichts außer ein paar Keksen für die  neugierigen Zwerge, deren ziemlich ausgemergelte Mama lieber im Schatten unter den Bäumen bleibt.

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Auf dem Weg nach Djangoa

Auf dem Weg

Auf dem Weg nach Djangoa

Unterwegs

Auf dem Weg nach Djangoa

Hütten an der RN

Auf dem Weg nach Djangoa

Straßenzustand

Auf dem Weg nach Djangoa

Kurz vor Djangoa

Kurz vor Djangoa

Kurz vor Djangoa

Auf dem Weg nach Djangoa

Unterwegs

Auf dem Weg nach Djangoa

Auf dem Weg

Taxibrousse

Taxibrousse

Habitat, Djangoa

Habitat, Djangoa

Habitat, Djangoa

Habitat, Djangoa

Djangoa

Djangoa

Furcifer oustaleti, Djangoa

Chamäleon

Habitat, Djangoa

Habitat, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis

Furcifer pardalis, Djangoa

F. pardalis

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

F. pardalis

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis

Furcifer pardalis, Djangoa

F. pardalis

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Hündin mit Welpen

Hündin mit Welpen

Welpen

Welpen

 

Djangoa

Djangoa

Habitat Djangoa

Habitat Djangoa

Djangoa

Djangoa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Djangoa

Djangoa

Furcifer pardalis

Furcifer pardalis

Ortsschild Djangoa

Ortsschild Djangoa

Djangoa

Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

F. pardalis

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Zebukarren

Zebukarren

 

Furcifer pardalis, Djangoa

Furcifer pardalis, Djangoa

Thorsten und Dimby

Thorsten und Dimby

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Straße führt uns weiter nach Ambanja, eine langgezogene größere Stadt, die mit geschätzten 30.000 Einwohnern deutlich mehr Menschen beheimatet, als man beim Durchfahren vermuten würde. Aber die Stadt ist auch völlig überfüllt. Ambanja ist letztlich riesig – und Chaos und Dreck pur. Unmengen von Pousse-pousse flitzen überall hin und her. Wir fahren nur durch, hier wird nicht angehalten. Lediglich ein klitzekleiner Stop für ein paar neue Telefonkarten an einem kleinen Stand an der Straße ist drin. Die Karten zum Credit-Aufladen für Telma haben übrigens meistens einen Wert von 5000 Ariary, möchte man also 15 € auf sein Handy laden, hat man ein bisschen zu tun ;). In Ambanja selbst gibt es nichts wirklich Spannendes zu sehen und Tiere gibt es innerhalb der Stadt natürlich auch keine.

Zwischen Djangoa und Ambanja

Von Djangoa nach Ambanja

Zwischen Djangoa und Ambanja

Zebus am Straßenrand

Zwischen Djangoa und Ambanja

Auf dem Weg

Zwischen Djangoa und Ambanja

Mehr Hütten

Zwischen Djangoa und Ambanja

Unterwegs

Auf dem Weg

Auf dem Weg

 Zwischen Djangoa und Ambanja

Zw. Djangoa und Ambanja

 

 

 

 

Ambanja

Ambanja

Ambanja

Ambanja

Ambanja

Ambanja

Ambanja

Ambanja

Ambanja

Ambanja

Ambanja

Pousse-pousses

Ambanja

Mädchen

Ambanja

Ambanja

Ambanja

Pousse-pousses am Markt

Ambanja

Ambanja

Ambanja

Ambanja

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weg zum Hotel

Weg zum Hotel

Bald sind wir an der Kreuzung nach Ankify und als wir um eine kleine Kurve fahren, sehe ich plötzlich das Meer. Strahlend blau-türkis liegt es in wenigen 100 m Entfernung, ein weißer Strand von Palmen gesäumt. Schon wieder Paradies – diesmal aber mehr das, was sich der durchschnittliche Urlauber darunter vorstellt. Wir landen im Baobab-Hotel. Das Hauptgebäude steht etwas erhöht, die Bungalows sind drumherum angeordnet und echt luxuriös. Runde Häuser aus Stein mit dem üblichen Dach, einem großen Bett in der Mitte und einem abgetrennten gefliesten Badbereich. Erstmal zieh ich die Schuhe aus und noch bevor das Gepäck abgeladen ist, lauf ich eine Runde am Strand spazieren und streck die Füße ins badewannenwarme Wasser. Bevor ich ins Meer hupfen kann, steht noch kurz Essen bestellen für den Abend an. Dann aber… das Meer ist warm, man treibt wegen des Salzgehaltes immer an der Oberfläche ohne einen Finger zu rühren, der Himmel ist blau (okay, ein paar kleine Wolken), Nosy Komba und Nosy Faly sind in Sichtweite Hier bleib ich dann mal.

Ankify

Ankify

Abends treffen wir uns im Restaurant, die Treppe hoch und an den gemütlichen Sesseln vorbei. Es gibt Fischspieße mit Reis. Eigentlich ess ich gar kein Fisch, aber der schmeckt echt gut! Und danach gibt es wie immer THB…und noch mehr THB… plötzlich taucht eine Gruppe von Sakalawa auf. Sie kommen aus dem Dorf und verdienen mit Tänzen und Gesang ein bisschen Geld, wollen den Vazaha aber auch ihre Kultur etwas näher bringen. Der Salegi ist ein ziemlich abgefahrener Tanz mit jeder Menge Arschwackeln und enorm Muskel beanspruchender Akrobatik. Also ich könnte das jedenfalls nicht. Später fall ich ins Bett und schlafe direkt ein.

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Ein Kommentar zu Im Habitat der Pantherchamäleons

  • warda  schreibt:

    tanana mahazatra!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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